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Wasser- und Bodenverbände

Im Jahre 1899 gründete sich der Ruhrtalsperrenverein als ein freiwilliger Zusammenschluss der Wasser- und Triebwerke auf privatrechtlicher Grundlage. Bereits 5 Jahre nach Gründung des Ruhrtalsperrenvereins konnten 4 Talsperren mit einem Gesamtstauraum von 16,1 Mio. cm3 für die Niedrigwasseranreicherung der Ruhr in Trockenzeiten in Betrieb genommen werden.

Mit dem steigenden industriellen und häuslichen Wasserverbrauch war zwangsläufig auch ein höherer Abwasseranfall verbunden, der den Flüssen ungeklärt zugeleitet wurde. Um die Jahrhundertwende führten diese großen Abwassermengen, insbesondere bei Niedrigwasser, zu erheblichen Missständen. Krankheiten wie Malaria, Typhus und Ruhr, waren unmittelbar auf diese unerträglichen hygienischen Zustände zurückzuführen.

Aufgrund dieser drängenden wasserwirtschaftlichen Probleme des Ruhrgebietes wurden in den folgenden Jahren Sondergesetze erlassen, mit denen Emschergenossenschaft (1904), Ruhrverband und Ruhrtalsperrenverein (1913) und Lippeverband (1926) als eigenständige Genossenschaften eingerichtet wurden.

Die Arbeitsbereiche der Wasserverbände orientieren sich an den jeweiligen Flusseinzugsgebieten. Da sich Nachfrage und Wasserangebot in den einzelnen Flussgebieten nicht deckten, konnte die Wasserversorgung dieses Ballungsraumes nur auf der Grundlage einer leistungsfähigen Verbundwirtschaft gewährleistet werden. Neben dem Rhein und der Lippe trägt die Ruhr die Hauptlast bei der Wasserversorgung des Ruhrgebietes. Ohne ein leistungsfähiges Talsperrensystem im Einzugsgebiet der Ruhr hätte diese Aufgabe nicht so erfolgreich gelöst werden können.

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