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Umwelt- und Ressourcenschutz

Vater und Sohn. Foto: Robert Kneschke/ Panthermedia

Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit der höchsten Verkehrs- und Industriedichte. Durch das Nebeneinander von Industrie, Gewerbe und Wohngebäuden sind viele Bürgerinnen und Bürger den Emissionen von Luftschadstoffen, Lärm, Licht und Erschütterungen ausgesetzt. Der umweltbezogene Gesundheitsschutz bildet daher einen Schwerpunkt der Umweltpolitik. Positiv: NRW hat beste Chancen, im Bereich der Umweltwirtschaft ganz vorne dabei zu sein.


Das Verhältnis von Wirtschaft und Umwelt neu definieren

Würden alle Menschen den Lebensstil der reichen Industrieländer kopieren, bräuchte die Menschheit rund drei Erden, um ihren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Das wären rund 200% mehr, als unser Planet an sich jährlich erneuernden Ressourcen bereithält. Die drohende Übernutzung unseres Planeten wirft Fragen auf und zwingt zum Handeln: Wie können unsere Gesellschaften heute Luft, Boden und Wasser, Tiere, Pflanzen und Rohstoffe für die nachfolgenden Generationen sichern? Wie können wir das Weltklima verträglich halten? Wie lassen sich ökonomische  Entwicklungsmöglichkeiten schaffen, die zugleich ökologisch vertretbar sind und die natürlichen Ressourcen schützen? Diese Fragen standen bereits im Mittelpunkt der sogenannten Rio-Konferenz für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992. In der Konsequenz sind die drängenden Probleme im Umweltbereich nicht nur isoliert, sondern ganzheitlich zu betrachten und laden dazu ein, in die international geführte Nachhaltigkeitsdiskussion einzusteigen.


Nachhaltigkeit und ökologischer Ordnungsrahmen für die Wirtschaft

Im 21. Jahrhundert besteht die Aufgabe einer nachhaltigen Umweltpolitik darin, einen ökologischen Ordnungsrahmen für die Wirtschaft in einem nationalen wie internationalen Rahmen zu schaffen. Die Strategien dazu sind weitgehend identisch mit den Mitteln, mit denen die Ökonomie mitunter rote Zahlen vermeidet: sparsamer Umgang mit Stoffen und Energien, Recycling möglichst vieler verwendeter Materialien durch ein System der Kreislaufwirtschaft, weniger Energieverbrauch, weniger Emissionen. Auf Nordrhein-Westfalen bezogen geben zahlreiche gesetzliche Regelungen, Maßnahmen und Programme Antworten auf einige der eingangs genannten Probleme: Die Luftreinhalte- und Lärmaktionspläne, die „Allianz für die Fläche“, die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sind nur einige Beispiele.

Nachhaltiger Nutzen…

Darüber hinaus arbeitet die Landesregierung an Leitprojekten, die in den kommenden Jahren das Verhältnis von Umwelt und Wirtschaft neu balancieren sollen. Neben dem Klimaschutzgesetz und dem daraus resultierende Klimaschutzplan soll in Zukunft eine umfassende Umweltwirtschaftsstrategie denjenigen Teil der Wirtschaft stärken, der in den verschiedenen Leitmärkten der Umweltwirtschaft einen ökonomischen wie ökologischen Gewinn erwirtschaftet. Hier bietet sich also eine Situation, die es als Chance für Wirtschaft und Umwelt zu nutzen gilt. Umwelttechnologien, Rohstoff- und Materialeffizienz, moderne Verkehrstechnik und erneuerbare Energien sollen das Bild Nordrhein-Westfalens genauso nachhaltig prägen wie es Chemie, Kohle und Stahl getan haben.

… und Schutz vor Gesundheitsgefahren

Auf der anderen Seite ist Nordrhein-Westfalen auch das Bundesland mit der höchsten Verkehrs- und Industriedichte. Außerdem ist es der deutsche Flächenstaat mit – absolut, aber auch bezogen auf die Fläche – den meisten Einwohnerinnen und Einwohnern. Das oft dichte Nebeneinander von industriell-gewerblichen Nutzungen und Wohnnutzungen ist historisch gewachsen. Viele Bürgerinnen und Bürger sind Lärm, Feinstaub, Luftschadstoffen und Umweltgiften ausgesetzt, der Flächenverbrauch zu Lasten natürlicher Freiräume schreitet unvermindert fort. Zahlreiche Altlasten bedürfen der Sanierung. Umweltgerechte und gesundheitsverträgliche Lebensbedingungen sind aber wichtig für die Menschen. Daher bildet der umweltbezogene Gesundheitsschutz auch einen Schwerpunkt der Umweltpolitik. Gerade in Ballungsräumen, in denen ein hohes Verkehrsaufkommen und eine intensive industrielle Nutzung mit einer hohen Bevölkerungsdichte zusammentreffen, ist es eine große Herausforderung, hohe Umweltschutz- und damit auch Gesundheitsstandards sicherzustellen.


Nanomoleküle. Foto: Mark Rasmussen/ Panthermedia.net

Nanotechnologien

Nanotechnologien gelten als Zukunfts- und Querschnittstechnologien. Mit den Nanotechnologien verbinden sich Hoffnungen auf Chancen, beispielsweise in den Bereichen Medizin, Energie- und Umwelttechnik. Gleichzeitig gilt es mögliche Risiken für Mensch und Umwelt zu berücksichtigen.

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Paragraphenzeichen.

Planungsrecht

Das NRW-Umweltministerium ist an der Raumordnung, Landes- und Regionalplanung in Nordrhein-Westfalen ebenso beteiligt wie an der Aufstellung und Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans. Es setzt sich dafür ein, die beispielsweise im Landesplanungsgesetz, im Baugesetzbuch und vielen Fachgesetzen verankerten Planungsinstrumente für den Schutz von Mensch, Umwelt und Natur, von Ressourcen und Klima konsequent zu nutzen.

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Boden im Querschnitt.

Boden und Flächen

Der Boden ist zentraler Bestandteil des Naturhaushaltes und zugleich Archiv der Natur- und Kulturgeschichte. Die Neubildung eines Zentimeters Boden dauert 200 bis 300 Jahre. Zerstört man diese Struktur, ist sie an dieser Stelle nicht wiederherzustellen. Flächenverbrauch ist daher häufig mit unwiederbringlichen Zerstörungen des natürlichen Grund und Bodens und dem unumkehrbaren Verlust unverbauter Landschaftsräume verbunden.

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Gentechnisches Labor.

Bio- und Gentechnologie

Die Gentechnik ist ein Teilgebiet der Biotechnik. Klassische biotechnische Verfahren sind zum Beispiel die Verwendung von Bakterienkulturen zur Herstellung von Joghurt oder die Nutzung von Hefe zur Herstellung von Brot, Pizza, Wein oder Bier. Bei der Gentechnik werden biologische, chemische und physikalische Methoden zur Isolierung, Analyse und zur Veränderung von Erbmaterial angewendet. Durch die Gentechnik kann Erbgut gezielt verändert werden.

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industrielle Anlage.

Immissionsschutz und Anlagen

In NRW gibt es mehr als 17.000 Industrieanlagen, die nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigungsbedürftig sind. Zu einem erheblichen Teil handelt es sich um Anlagen der Energieerzeugung, der chemischen Industrie, der Eisen- und Stahlerzeugung sowie um Anlagen zur Abfallbehandlung. Bei der großen Zahl von Anlagen und der von ihnen ausgehenden Emissionen ist der Schutz von Mensch und Umwelt eine besonders anspruchsvolle Aufgabe.

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Kreislaufwirtschaft heißt Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfällen. Foto: Peter Eggermann/Panthermedia.net

Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Das Umweltministerium verfolgt das Ziel, die Abfallwirtschaft zu einer umweltverträglichen Kreislaufwirtschaft weiter zu entwickeln. Im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft nimmt die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfällen selbstverständlich eine zentrale Rolle ein. Abfälle werden in Nordrhein-Westfalen also verstärkt als Rohstoff- und Energiequelle genutzt.

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Produktionsanlage. Foto: EFA NRW

Ressourceneffizientes Wirtschaften

Die steigende Nachfrage nach Rohstoffen weltweit macht die effizientere Verwendung von Ressourcen dringend erforderlich –unter ökonomischen wie auch ökologischen Gesichtspunkten. Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz helfen nicht nur produzierenden Unternehmen dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und so Arbeitsplätze zu sichern, sondern sind ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung und somit zum Umwelt- und Klimaschutz.

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