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Umweltwirtschaftsbericht

Elektrofahrzeug. Foto: Dieter Brockmann / panthermedia.net

Für die langfristige und strategische Begleitung der Umweltwirtschaft bedarf es einer quantitativen und aktualisierbaren Wissensbasis, die mit dem Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen geschaffen wird. Dieser ist Bestandteil der Umweltwirtschaftsstrategie des Landes. Mit ihm werden für das Land und seine Regionen die ökonomischen Potenziale und die Bedeutung der Umweltwirtschaft und seiner Teilmärkte für NRW untersucht.


Grundlage für das politische Handeln

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat mit dem Umweltwirtschaftsbericht eine detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Unternehmenslandschaft und Angebotsvielfalt in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Diese soll den Ausgangspunkt für gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen bilden und zugleich einen Maßstab für deren Erfolg definieren.

Der Umweltwirtschaftsbericht ist ein Kernelement der Umweltwirtschaftsstrategie. Erstmalig wurde dafür die Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen auf einer empirischen Datenbasis umfassend wissenschaftlich untersucht. Auch die spezifischen Profile der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsregionen wurden dabei herausgearbeitet.

Der Umweltwirtschaftsbericht NRW bildet die Grundlage für zukünftige wirtschaftspolitische Maßnahmen, die die Landesregierung auf Grundlage eines Masterplans erarbeiten will. Auf Basis eines offenen Konsultationsverfahrens soll ein Masterplan der Umweltwirtschaft für Nordrhein-Westfalen vorgelegt werden. Dieser fasst die Maßnahmen im Rahmen der Umweltwirtschaftsstrategie zusammen und regelt ihre konkrete Umsetzung.

Dazu werden Standort- und Wirtschaftsforen mit den Unternehmen, Verbänden und Wirtschaftsförderungen in Nordrhein-Westfalen gestartet. Vorhandene Instrumente, neue Maßnahmenvorschläge und Handlungsansätze sollen mit allen Beteiligten landesweit diskutiert, konkretisiert und im Masterplan Umweltwirtschaft verdichtet werden.

Einen ersten Baustein dazu liefert das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz mit der Publikation "Impulse für die Umweltwirtschaft. Handlungsansätze zur Stärkung der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen". Darin werden auf Grundlage des Umweltwirtschaftsberichts abgeleitete Handlungsansätze formuliert und zur Veranschaulichung mit aktuell laufenden Maßnahmen beispielhaft hinterlegt. Sie bilden den strategischen Rahmen für eine intensive Diskussion der künftigen Maßnahmen und Schritte, die in den Masterplan Umweltwirtschaft Eingang finden sollen.


Die wichtigsten Ergebnisse des Umweltwirtschaftsberichtes NRW

  • Umweltwirtschaft ist ein zentrales Wachstumsfeld
    Zwischen 2009 und 2012 konnte die Umsatzentwicklung um 15,6 Prozent gesteigert werden. Zum Vergleich: In der NRW-Wirtschaft insgesamt legten die Umsätze um 11,4 Prozent zu.
  • Umweltwirtschaft ist innovativ
    Allein für das Jahr 2012 konnten rund 1.500 umweltwirtschaftsrelevante Patentanmeldungen aus NRW identifiziert werden. Der Innovationsschwerpunkt der Patente lag im Bereich der digitalen Datenverarbeitung. Diese tragen unter anderem zur Erhöhung von Material- oder Energieeffizienz sowie zur Steuerung von Energiesystemen oder schonender Agrartechnik bei. Die Region mit den meisten Patentanmeldungen in der Umweltwirtschaft ist die Metropole Ruhr.
  • Umweltwirtschaft ist exportstark
    Mit Ausfuhren in Höhe von 8,54 Milliarden Euro (2012) nimmt der Export einen hohen Stellenwert innerhalb der Umweltwirtschaft ein, mit einem rasanten Anstieg zwischen 2009 und 2012 um 26 Prozent. Weltweit kommen die Betriebe aus NRW auf einen Marktanteil von 2,1 Prozent.
  • Umweltwirtschaft schafft Jobs
    Die Umweltwirtschaft in NRW ist ein Wachstumsfeld. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg von 2009 bis 2012 mit 5,4 Prozent stärker an als in der Gesamtwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.
  • Umweltwirtschaft profitiert von weltweit steigenden Umweltstandards
    Weltweit wächst die Nachfrage nach erneuerbaren Energien, Effizienztechnologien, Minderungs- und Schutztechnologien aber auch Lösungen im Bereich Kreislaufwirtschaft oder Trinkwasserversorgung. Das bedeutet einen wachsenden Markt für Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen.