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Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Logo Umweltwirtschaft – Vorsprung für NRW

NRW ist mit rund 346.000 Erwerbstätigen und einer Bruttowertschöpfung von 25,8 Mrd. Euro bundesweit der größte Anbieter der Umweltwirtschaft – mit hohem Wachstumspotenzial. Mit dem Masterplan "Land der Umweltwirtschaft" unterstützt die Landesregierung die heimischen Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte. Grundlage ist die erste detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Unternehmenslandschaft – der Umweltwirtschaftsbericht NRW 2015.


Märkte der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Die Umweltwirtschaft umfasst als Querschnittsbranche die Unternehmen der klassischen Wirtschaftszweige, die umweltschützende, umweltfreundliche und ressourceneffiziente Produkte und Dienstleistungen anbieten:

  • umweltfreundliche Energiewandlung, -transport und –speicherung,
  • Energieeffizienz und Energieeinsparung,
  • Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft,
  • umweltfreundliche Mobilität,
  • Wasserwirtschaft,
  • Minderungs- und Schutztechnologien,
  • nachhaltige Holz- und Forstwirtschaft,
  • umweltfreundliche Landwirtschaft.

Diese acht Teilmärkte der Umweltwirtschaft nehmen bei der Entwicklung hin zu einem umweltverträglichen Wirtschaften jeweils Schlüsselrollen ein: Die Unternehmen verbinden hier den Schutz der Umwelt mit einem direkten wirtschaftlichen Nutzen. Sie bieten mit ihren Produkten Lösungen für drängende Fragen von globalem Interesse wie Klima- und Ressourcenschutz und die Förderung nachhaltiger Entwicklung.

Die thematischen Schwerpunkte erstrecken sich von der nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft über klassische Bereiche wie Abwasser- und Abfallentsorgung sowie Minderungs- und Schutztechnologien bis zu neuen Märkten wie umweltfreundlicher Mobilität und erneuerbaren Energien.


Produktion einer Dampfturbine in Oberhausen. Foto: Copyright by MAN Diesel & Turbo

Produktion einer Dampfturbine in Oberhausen. Foto: Copyright by MAN Diesel & Turbo

Zahlen und Ziele

Nordrhein-Westfalen ist mit rund 346.000 Erwerbstätigen (2015) und einer Bruttowertschöpfung von 25,8 Mrd. Euro (2014) bundesweit der größte Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Umweltwirtschaft in NRW stieg von 2012 bis 2015 mit 8,5 Prozent stärker an als in der nordrhein-westfälischen Gesamtwirtschaft. Zwischen 2012 und 2014 konnte die Bruttowertschöpfung. um 10,1 Prozent gesteigert werden. Zum Vergleich: In der NRW-Wirtschaft insgesamt legte die Bruttowertschöpfung im Vergleichszeitraum um 3,4 Prozent zu.

Die Landesregierung will Nordrhein-Westfalen weiter zu einem führenden Standort der Umweltwirtschaft ausbauen und von den globalen Märkten der Zukunft profitieren. Der Masterplan "Land der Umweltwirtschaft" umfasst rund 100 Maßnahmen, Projektideen und Empfehlungen in verschiedenen Handlungsfeldern zur Stärkung der Umweltwirtschaft.

Grundlage ist der im August 2015 vorgelegte erste Umweltwirtschaftsbericht für Nordrhein-Westfalen – eine detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Unternehmenslandschaft, mit der das NRW-Umweltministerium den Grundstein zur systematischen Förderung der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen gelegt hat. Bis zum Jahr 2025 sollen so insgesamt 420.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft von Nordrhein-Westfalen neu entstehen oder gesichert werden.



Exportstarke Umweltwirtschaft in NRW

MMit Ausfuhren in Höhe von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2014 nimmt der Export einen hohen Stellenwert für die in der Umweltwirtschaft getätigten Umsätze ein.

  • Nordrhein-Westfalen kommt im Jahr 2012 auf einen Weltmarktanteil von 2,1 Prozent (Deutschland insgesamt: 12,9 Prozent).
  • Das Exportvolumen ist von 2012 bis 2014 um 2,5 Prozent gestiegen.
  • Schienenfahrzeuge stellen im Jahr 2012 mit einem Ausfuhrvolumen von knapp 800 Millionen Euro das bedeutendste Exportgut der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft dar. Es folgen Schlauch- und Dichtungssysteme, Wasserpumpen sowie Altpapierverarbeitungsmaschinen.
  • Wichtigster Handelspartner ist Frankreich mit Exporten von über 712 Millionen Euro im Jahr 2012. Dahinter folgen die Vereinigten Staaten und China.

Innovationstreiber Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalen

Die Analyse der Patentanmeldungen attestiert der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ein hohes Innovationspotenzial. Mit 4,6 Patenten je 1.000 Erwerbstätigen (2012) ist das Innovationspotenzial ähnlich hoch wie zum Beispiel im Maschinenbau. Allein für das Jahr 2012 weist die nordrhein-westfälische Umweltwirtschaft rund 1.500 umweltwirtschaftsrelevante Patentanmeldungen aus.

Der Innovationsschwerpunkt umweltwirtschaftsbezogener Patente aus Nordrhein-Westfalen liegt im Bereich der digitalen Datenverarbeitung. Diese tragen unter anderem zur Erhöhung von Material- oder Energieeffizienz sowie zur Steuerung von Energiesystemen oder schonender Agrartechnik bei.

Weitere Informationen:


Förderung

Das nordrhein-westfälische Klimaschutz- und Umweltministerium bietet im Laufe der Förderperiode 2014 bis 2020 des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) Förderwettbewerbe und Projektaufrufe an. Die Themenschwerpunkte sind: Klimaschutz, Energie, Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien.

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Abwärmenutzung.

Umweltwirtschaftsstrategie

Mit der Umweltwirtschaftsstrategie unterstützt die Landesregierung die Unternehmen und Regionen in Nordrhein-Westfalen dabei, die Erschließung nationaler und internationaler Märkte der Umweltwirtschaft erfolgreich fortzusetzen und die Potenziale des Umweltschutzes für Wirtschaft und Beschäftigung nutzbar zu machen.

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Elektrofahrzeug.

Umweltwirtschaftsbericht

Für die langfristige und strategische Begleitung der Umweltwirtschaft bedarf es einer quantitativen und aktualisierbaren Wissensbasis, die mit dem Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen geschaffen wird. Dieser ist Bestandteil der Umweltwirtschaftsstrategie des Landes. Mit ihm werden für das Land und seine Regionen die ökonomischen Potenziale und die Bedeutung der Umweltwirtschaft und seiner Teilmärkte für NRW untersucht.

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