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Biomarkt

Einkauf im Bioladen. Foto: Peter Hensch / MKULNV

Der Markt für Ökolebensmittel erlebt seit dem Jahr 2000 eine beachtliche Entwicklung. Bis Ende 2016 ist der bundesweite Umsatz mit Bio-Lebensmitteln von zwei auf über neun Milliarden Euro angestiegen. Der NRW-Anteil am bundesweiten Umsatz von Ökolebensmitteln beträgt rund 20 Prozent. Allerdings steigt die Importquote in diesem Marktsegment weiter deutlich an, denn die Nachfrage kann aus eigener Produktion nicht gedeckt werden.


Den regionalen Bezug fördern!

Verbraucherinnen und Verbraucher zeigen durch ihr Kaufverhalten ein zunehmendes Interesse am regionalen Bezug von Ökolebensmitteln. Um aber die wachsende Nachfrage und den ausgesprochenen Regional-Wunsch zu befriedigen und gleichzeitig die Chancen für die Betriebe heimischer Erzeugung und Verarbeitung zu nutzen, ist eine kontinuierliche Ausweitung der Anbaufläche des ökologischen Landbaus in NRW erforderlich.

Das Land NRW unterstützt daher mit der Fördermaßnahme Marktstrukturverbesserung zum Beispiel die Gründung und das Tätigwerden von Erzeugergemeinschaften, die Zusammenarbeit für kurze Vermarktungsketten sowie Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Im Ökosektor sind in der Vergangenheit insbesondere Investitionen in der Verarbeitung von Öko-Produkten unterstützt worden.

Mit der Fördermaßnahme Absatzförderung fördert das Land NRW unter anderem die Erarbeitung von Vermarktungskonzeptionen, Aus- und Weiterbildungen für die Umsetzung von Vermarktungsstrategien, die Teilnahme an Messen und Ausstellungen sowie Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherinformation wie zum Beispiel die "Aktionstage Ökolandbau NRW".

Weitere Informationen:

"BioRegio-OWL": ein Beispiel für Regionalvermarktung

Das Pilotprojekt "BioRegio-OWL" (2012-15) baute auf die Studie "Regionalvermarktung von Ökoprodukten aus NRW" auf. Wichtiges Ergebnis der Studie: Viele Öko-Unternehmen der Verarbeitung und des Handels sehen zwar die Chancen einer Regionalvermarktung von Ökolebensmitteln, haben aber, belastet durch das Tagesgeschäft, nicht die personellen Ressourcen, ihre Absatzwege konsequent auf eine regionale Vermarktung auszurichten. Hier setzte das Projekt an: Interessierte Marktpartner und Initiativen wurden vernetzt, Kooperationsmodelle entwickelt, Synergiepotentiale realisiert. Betriebe wurden zu Optimierungspotentialen und Fördermöglichkeiten beraten, gemeinsame Vermarktungskonzepte entwickelt und durch intelligente Logistikkonzepte umgesetzt; Erzeugerbetriebe und Verarbeitungsunternehmen wurden für eine Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise gewonnen; durch Öffentlichkeitsarbeit die Vorteile regionaler Bio-Produkte verdeutlicht.

 


Betriebsgastronomie. Foto: a‘verdis

Das Bio-Angebot in der Betriebsgastronomie wächst. Foto: a‘verdis

Bio-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung

Immer mehr Menschen essen außer Haus. Im Außer-Haus-Markt wird rund ein Drittel des Umsatzes im deutschen Lebensmittelmarkt erwirtschaftet. Der Bio-Umsatz-Anteil an der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) liegt aber nach wie vor mit unter einem Prozent deutlich unter dem Bio-Umsatz-Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt. Das Bio-Potenzial in diesem Marktsegment ist also sehr groß, allerdings sind die Hürden auch sehr hoch.

Das NRW-Landwirtschaftsministerium engagiert sich bei der Gewinnung von AHV-Betrieben für den Einsatz von Bio-Lebensmitteln. Viele Aktivitäten in NRW sind Vorbilder für andere Bundesländer, so beispielsweise das Bio-Mentoren-Netzwerk ("Köche beraten Köche") und die Workshops in Ausbildungsstätten für Köche.

NRW verfolgt mit seinem Bio-AHV-Projekt die Ziele, neue Betriebe und -Einrichtungen für den dauerhaften Bio-Einsatz zu gewinnen, den Einsatz von Bio-Lebensmittel zu steigern, wo man jetzt schon Bio-Lebensmittel anbietet, und insgesamt die Nachfrage der Tisch-Gäste nach regionalen Bio-Produkten zu fördern. Schwerpunkte des Projektes sind Schulung und Beratung der Akteure, Akquisition teilnehmender Küchen und regionaler Lieferanten, Vernetzung der Akteure, Bio-Nachwuchsförderung in den Ausbildungsbereichen Ernährung, Hotellerie, Gastronomie und Erziehung.


Weitere Informationen:


Ökologischer Landbau

Der ökologische Landbau entspricht in besonderer Weise den Prinzipien einer nachhaltigen und umweltschonenden Landbewirtschaftung. Er verzichtet bewusst auf den Einsatz mineralischer Stickstoffdünger, chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und auf den üblichen Zukauf von Futtermitteln.

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Förderangebote für die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz unterstützt und initiiert Maßnahmen, die die Chancen und Position der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft am Markt verbessern. Gefördert werden die Entwicklung und Durchführung von Vermarktungsaktivitäten, die zum Beispiel von Erzeugerzusammenschlüssen, Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung oder von Regionalvermarktungsinitiativen umgesetzt werden.

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