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Biomarkt

Einkauf im Bioladen. Foto: Peter Hensch / MKULNV

Der Markt für Ökolebensmittel erlebt seit dem Jahr 2000 eine beachtliche Entwicklung. Bis Ende 2014 ist der bundesweite Umsatz mit Bio-Lebensmitteln von zwei auf nahezu acht Milliarden Euro angestiegen. Der NRW-Anteil am bundesweiten Umsatz von Ökolebensmitteln beträgt rund 20 Prozent. Allerdings steigt die Importquote in diesem Marktsegment weiter deutlich an, denn die Nachfrage kann aus eigener Produktion nicht gedeckt werden.


Den regionalen Bezug fördern!

Verbraucherinnen und Verbraucher zeigen durch ihr Kaufverhalten ein zunehmendes Interesse am regionalen Bezug von Ökolebensmitteln. Um aber die wachsende Nachfrage und den ausgesprochenen Regional-Wunsch zu befriedigen und gleichzeitig die Chancen für die Betriebe heimischer Erzeugung und Verarbeitung zu nutzen, ist eine kontinuierliche Ausweitung der Anbaufläche des ökologischen Landbaus in NRW erforderlich.

Das Land NRW unterstützt daher mit der Fördermaßnahme Marktstrukturverbesserung die Gründung und das Tätigwerden von Erzeugergemeinschaften, Neuinvestitionen bei Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und die Erarbeitung und Durchführung von Vermarktungskonzeptionen. Im Ökosektor sind in der Vergangenheit insbesondere Neuinvestitionen in der Verarbeitung von Öko-Produkten unterstützt worden. Mit der Fördermaßnahme Absatzförderung fördert das Land NRW unter anderem die Teilnahme an Messen und Ausstellungen sowie Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherinformation wie zum Beispiel die „Aktionstage Ökolandbau NRW“.

Weitere Informationen:

Marktstudie 2011 „Regionalvermarktung von Öko-Produkten aus NRW: Potenziale - Ansatzpunkte – Handlungsbedarf“

„BioRegio-OWL“: ein Beispiel für Regionalvermarktung

Das Projekt „BioRegio-OWL“ resultiert aus den Ergebnissen der Studie „Regionalvermarktung von Ökoprodukten aus NRW“. Wichtiges Ergebnis der Studie: Viele Öko-Unternehmen der Verarbeitung und des Handels sehen zwar die Chancen einer Regionalvermarktung von Ökolebensmitteln, haben aber, belastet durch das Tagesgeschäft, nicht die personellen Ressourcen, ihre Absatzwege konsequent auf eine regionale Vermarktung auszurichten. Hier setzt das Projekt an: Interessierte Marktpartner und Initiativen werden vernetzt, Kooperationsmodelle entwickelt, Synergiepotentiale realisiert. Betriebe werden zu Optimierungspotentialen und Fördermöglichkeiten beraten, gemeinsame Vermarktungskonzepte entwickelt und durch intelligente Logistikkonzepte umgesetzt; Erzeugerbetriebe und Verarbeitungsunternehmen werden für eine Umstellung gewonnen; durch Öffentlichkeitsarbeit die Vorteile regionaler Bio-Produkte verdeutlicht.

Weitere Informationen:

Betriebsgastronomie. Foto: a‘verdis

Das Bio-Angebot in der Betriebsgastronomie wächst. Foto: a‘verdis

Bio-Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung

Immer mehr Menschen essen außer Haus. Der Bio-Umsatz-Anteil an der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) liegt aber mit rund 0,5% deutlich unter dem Bio-Umsatz-Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt. Das Bio-Potenzial in diesem Marktsegment ist also sehr groß, allerdings sind die Hürden auch sehr hoch.

Das NRW-Landwirtschaftsministerium engagiert sich bei der Gewinnung von AHV-Betrieben für den Einsatz von Bio-Lebensmitteln. Viele Aktivitäten in NRW waren Vorbilder für ähnliche Projekte in anderen Bundesländern, so beispielsweise das Bio-Mentoren-Netzwerk („Köche beraten Köche“) und die Kreativ-Workshops in Ausbildungsstätten für Köche.

NRW verfolgt mit seinem Bio-AHV-Projekt die Ziele, neue Betriebe und -Einrichtungen für den dauerhaften Bio-Einsatz zu gewinnen, den Einsatz von Bio-Lebensmittel zu steigern, wo man jetzt schon Bio-Lebensmittel anbietet, und insgesamt die Nachfrage der Tisch-Gäste nach regionalen Bio-Produkten zu fördern. Bausteine des Projektes sind Schulung und Beratung der Akteure, Akquisition teilnehmender Küchen und regionaler Lieferanten, Vernetzung der Akteure, Bio-Nachwuchsförderung in der Kochausbildung und Durchführung von Themenwochen.


Weitere Informationen:


Ökologischer Landbau

Der ökologische Landbau entspricht in besonderer Weise den Prinzipien einer nachhaltigen und umweltschonenden Landbewirtschaftung. Er verzichtet bewusst auf den Einsatz mineralischer Stickstoffdünger, chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und auf den üblichen Zukauf von Futtermitteln.

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Förderangebote für die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz unterstützt und initiiert Maßnahmen, die die Chancen und Position der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft am Markt verbessern. Gefördert werden die Entwicklung und Durchführung von Vermarktungsaktivitäten, die zum Beispiel von Erzeugerzusammenschlüssen, Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung oder von Regionalvermarktungsinitiativen umgesetzt werden.

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