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Finanzkompetenz

Eine Abrechnung wird geprüft. Foto: Ines Ebermann/ Panthermedia.net

Egal ob bei Handyverträgen, Versicherungs- oder Finanzprodukten - Verbraucherinnen und Verbraucher müssen in der verführerischen Welt des Konsums wissen, welche Konsequenzen aus dem Abschluss eines Vertrages erwachsen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium will deshalb die Verbraucherkompetenzen stärken.


Finanz- und Konsumentscheidungen verantwortungsvoll treffen

Wirtschaftliche Zusammenhänge zu erfassen und Konsequenzen für den alltäglichen Umgang mit Geld zu ziehen, stellt hohe Anforderungen an Verbraucherinnen und Verbraucher – und überfordert nicht wenige.

Kompetent im Umgang mit Geld zu sein, stellt - unabhängig vom Alter - die Grundlage für eine gute Lebensführung ohne Schulden dar und ist eine wichtige Schlüsselqualifikation. Denn nur Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer grundlegenden finanziellen Bildung sind in der Lage, Finanz- und Konsumentscheidungen verantwortungsvoll zu treffen, die Folgen kritisch abzuschätzen und sich auch in schwierigen Situationen vor unbedachten Konsumentscheidungen zu schützen.

Finanzkompetenz wird von jedem Einzelnen in unterschiedlichen Lebenssituationen abverlangt. So können Arbeitslosigkeit, steigende Lebenshaltungskosten, Krankheit, die Geburt eines Kindes oder eine Scheidung große Herausforderungen an das eigenen Wirtschaften stellen und erfordern ein besonders hohes Maß an Finanzkompetenz. Fehlt hier grundlegendes Wissen, so führen diese Situationen oft in eine Verschuldung, die der Betroffene aus eigener Kraft nicht mehr bewältigen kann.


Praxishandbuch für Erzieherinnen und Erzieher: Über Geld spricht man doch!

Über Geld spricht man nicht: das ist eine weitverbreitete Auffassung, die aber für Familien mit weniger Geld oft verhängnisvoll sein kann.

In dem Projekt „Offen gesprochen über Geld im Familienzentrum“ der Hochschule Niederrhein wurde erforscht, inwieweit Familienzentren dazu beitragen können, die Finanzkompetenz junger Familien zu stärken.

Das Ergebnis ist in einem Praxishandbuch mit dem Titel „Über Geld spricht man doch!“ zusammengefasst, das vom NRW-Verbraucherschutzministerium gefördert wurde. Darin werden Praxisbeispiele gegeben, wie Eltern und Kinder den richtigen Umgang mit Geld lernen können. Erzieherinnen und Erzieher erfahren, wie man Familien im Alltag unterstützen kann. Die dargestellten Beispiele reichen von der Steuererklärung über das Führen eines Haushaltsbuchs bis zum Thema gesund und günstig kochen.

Netzwerk Finanzkompetenz: Kompetenzförderung schon bei Grundschulkindern

Ziel der Landesregierung ist es, nachhaltiges Konsumverhalten bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu verankern und die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Lebensstil zu schaffen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium hat deshalb im Jahr 2006 das Netzwerk Finanzkompetenz ins Leben gerufen,  begleitet, organisiert und fördert die Netzwerkarbeit und führt erfolgreiche Projekte zusammen mit den Netzwerkmitgliedern durch. 

Zu den erfolgreichen Aktivitäten im Rahmen des Netzwerkes Finanzkompetenz gehört insbesondere das Bildungs-Projekt „MoKi - Money & Kids“. Das Projekt MoKi bietet pädagogischen Lehrkräften umfangreiches Lehrmaterial, um Grundschulkindern eine dem Alter angemessene Finanzkompetenz zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler begreifen, dass man sehr viele, aber nicht alle wesentlichen Dinge im Leben kaufen kann und werden angeregt, über Geld und Konsum nachzudenken und spielerisch selbst in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln. Das Material umfasst insgesamt Module mit Unterrichtseinheiten von je 45 Minuten und ist sowohl für den Einsatz im Regelunterricht als auch im Rahmen einer Projektwoche einsetzbar.