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Wer macht was - Verbraucherbeschwerde

Frau mit Einkaufstasche. Foto: © panthermedia.net / Arne Trautmann

Verbraucherinnen und Verbraucher haben einen Anspruch auf einwandfreie und gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel, Kosmetika und sonstige Bedarfsgegenstände wie Geschirr, Verpackungen von Lebensmitteln und Kosmetika, Bekleidung, Spielwaren und Scherzartikel, Reinigungs- und Pflegemittel. Wer also sein Bier schal gekauft hat oder seine Aufback-Brötchen beim Auspacken zuhause schimmelig vorfindet, kann seine Rechte einfordern.


Ihr gutes Recht!

Verbraucherinnen und Verbraucher haben vier Möglichkeiten, Ihren Unmut zu bekunden und Ersatz zu verlangen:

Der einfachste Weg ist der, die beanstandete Ware sofort dorthin zurückzubringen, wo man sie erworben hat - dort mit dem entsprechenden Verkaufspersonal oder auch mit der Geschäftsleitung sprechen. Im Idealfall sollte man wählen können: Geld zurück oder die gleiche Ware im einwandfreien Zustand mit nach Hause nehmen. Auf verpackten Lebensmitteln muss gemäß der Lebensmittelinformationsverordnung (der Herstellerbetrieb angegeben sein.

Etwas aufwendiger ist dagegen die Beschwerde direkt beim Herstellerbetrieb: Hierbei muss erst die Adresse ermittelt werden. Der Herstellerbetrieb sollte durch ein Anschreiben informiert und um Ersatz gebeten werden - die mangelhafte Ware falls nötig mit dem Anschreiben verpacken und versenden.

Findet man weder beim Händler noch beim Hersteller Gehör, wäre eine der zahlreichen Verbraucherberatungsstellen eine gute Anlaufstation. Sie sind in nahezu allen Großstädten Nordrhein-Westfalens zu finden, vermitteln im Reklamationsfalle und geben fachkundigen Rat.

Die vierte Möglichkeit, vor allem bei schwerwiegenden Fällen, ist die Beschwerde bei der örtlich zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde. Dies gilt besonders dann, wenn nach dem Verzehr der mangelhaften Ware gesundheitliche Probleme - beispielsweise Brechdurchfall – aufgetreten sind, denn in solchen Fällen könnten auch weitere Menschen gesundheitlich gefährdet sein. Die amtliche Lebensmittelüberwachung prüft jede eingehende Beschwerde und leitet unverzüglich alle notwendigen Schritte ein. Sie ist nicht nur für die Überwachung von Lebensmitteln zuständig, sondern auch für Kosmetika und sonstige Bedarfsgegenstände wie Geschirr, Verpackungen von Lebensmitteln und Kosmetika, Bekleidung, Spielwaren und Scherzartikel, Reinigungs- und Pflegemittel. Auch die Beschwerde über einen Lebensmittelbetrieb – beispielsweise Bäckerei, Eisdiele, oder Gastronomiebetrieb – zum Beispiel wegen Hygienemängeln oder anderen Erkenntnissen zu lebensmittelrechtlichen Vorschriften kann bei der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde erfolgen.