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Essstörungen

Essstörungen haben in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen. Der Begriff beschreibt mehrere, ganz unterschiedliche Krankheitsbilder, die durch psychosomatische, psychische, körperliche oder auch soziale Folgen gekennzeichnet sind und meist ernsthafte und langfristige Gesundheitsschäden mit sich bringen. Wichtigstes Symptom ist die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema „Essen“. Zu den Essstörungen zählen Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht), Binge Eating Disorder (Fressattacken) und Anorexia nervosa (Magersucht). Von den Krankheitsbildern der Bulimie und Anorexie sind meistens Mädchen oder junge Frauen betroffen, jedoch steigt auch der Anteil der Jungen und Männer in den letzten Jahren leicht an.

Die Betroffenen haben oft eines gemeinsam: Ihre Scham ist häufig so groß, dass sie sich niemandem anvertrauen. Sie verheimlichen ihre Probleme und ziehen sich von Freunden und Familie zurück.

Von Mai 2003 bis Mai 2006 führte das Robert-Koch-Institut den Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS) durch, um bundesweit den Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen zu erheben. 21 Prozent der schriftlich befragten Kinder und Jugendlichen im Alter von 11-17 Jahren wiesen Merkmale einer Essstörung auf, Mädchen waren dabei doppelt so häufig betroffen wie Jungen. Die Tendenz ist steigend.

Essstörungen sind ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem. Gerade bei Kindern und Jugendlichen besteht ein verstärkter Bedarf nach Vorbeugung.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert über bundesweite Präventionsangebote. In NRW gibt es seit 2003 die Landesfachstelle Essstörungen, die u.a. für die Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung der Prävention von Essstörungen, aber auch für die Projektentwicklung und –begleitung zuständig ist.

Weitere Informationen zum Thema Essstörungen finden Sie unter:

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