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Übergewicht und Fettleibigkeit

Übergewicht und Fettleibigkeit- was tun?

Aktuelle Untersuchungen für NRW zeigen: viele Menschen, häufig schon Kinder, neigen zu Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit).Wenig Bewegung bei einem gleichzeitig großen Angebot an kalorienreichen Lebensmitteln tragen zur Entstehung von Übergewicht bei.

"Die uns vorliegenden Zahlen aus den Schuleingangsuntersuchungen sind alarmierend", so Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg zum Problem des Übergewichtes. "11,2 Prozent der Schulanfänger sind übergewichtig, fast die Hälfte davon bereits fettsüchtig. Dieser Anteil hat seit Mitte der neunziger Jahre um rund 27 Prozent zugenommen. Das unterstreicht den besonderen Handlungsbedarf. Unser Ziel ist es, von der Vielzahl guter Projekte im Bereich Gesunde Ernährung und Bewegung zu einer flächendeckenden Verbesserung der Strukturen im Leben von Kindern und Jugendlichen zu kommen."
Um Übergewicht und Fettleibigkeit entgegenzusteuern, muss man früh anfangen. Das Verbraucherschutzministerium NRW legt in seiner Arbeit den Schwerpunkt auf Vorbeugungsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen.

Neben Präventionsangeboten gibt es vielfältige Angebote, die helfen, Übergewicht langfristig abzubauen.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ca. 500 Angebote für übergewichtige Kinder und Jugendliche erfasst und zu einer Liste zusammengestellt. Die Angebote für übergewichtige Kinder reichen von Einzelterminen in einer Beratungsstelle bis zu stationären Behandlungsprogrammen in Kliniken.

Weitere Informationen zum Thema Übergewicht - was tun? finden Sie unter:


Gesundheitliche Risiken von Fehlernährung

Wer kennt das nicht: Auf dem Weg ins Büro noch schnell beim Bäcker vorbeizulaufen und ein Brötchen auf die Hand mitzunehmen, nach einem anstrengenden Tag lieber mit dem Auto als mit dem Fahrrad heimzufahren und beim Schnellimbiss eine Bratwurst zu verzehren, anstatt sich selber eine warme Mahlzeit zuzubereiten.
Unser heutiger Lebensstil ist häufig gekoppelt mit einer ungesunden Ernährungsweise. Oftmals bleibt nicht genügend Zeit zum Essen und das Frühstück oder Mittagessen wird zur Nebensache. Zeit zum genießen? – Fehlanzeige! Wir ernähren uns zu fett- und zuckerreich und verzichten dabei auf wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
Fast Food und Fertiggerichte erobern die Speisepläne. Gemüse und Obst werden viel zu wenig verzehrt. Die energiereiche Kost, kombiniert mit einem bewegungsarmen Alltag, kann jedoch auf Dauer zu Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit (Adipositas) führen. Dadurch können schwere Folge- und Begleitkrankheiten entstehen.
Viele Beschwerden treten erst in späteren Lebensabschnitten auf, doch es gibt eine ganze Reihe von Leiden, die auf zu viele Kilos schon im Kindesalter zurückzuführen sind.

Wenig Bewegung und Übergewicht sowie eine sehr fettreiche Ernährung belasten das Herz-Kreislauf-System. Das Risiko einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden ist sehr viel höher.

Auch die ständige Überlastung schädigt häufig schon in jungen Jahren die Gelenke, Wirbelsäule oder Sehnen. So kann es zu typischen Störungen im Halte- oder Stützapparat kommen.

Das Auftreten von ernährungs- und lebensstilbedingtem Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) spielt sogar schon im Kindesalter eine Rolle. Insgesamt wurde 1995 die Zahl der Erkrankten in Deutschland auf ca. 2,7 Millionen geschätzt und 2000 schon auf ca. 3,4 Millionen. Derzeit leben in Deutschland mehr als 6 Millionen Menschen mit dieser Krankheit. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen weltweit von einer Zunahme von 45 Prozent bis zum Jahr 2030 aus.

Erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes hängen eng zusammen. Liegen alle Symptome gleichzeitig vor, spricht man vom Metabolischen Syndrom.

Die durch Übergewicht hervorgerufenen körperlichen Beeinträchtigungen sind die eine Seite; zusätzlich kämpfen Menschen mit Adipositas aber auch meistens mit starken psychosozialen Folgen, die sich in einem niedrigen Selbstwertgefühl oder in Form von Depressionen äußern.

Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, reichlich Getreideprodukten und dafür wenig Fett und Zucker kann dazu beitragen das Risiko für ernährungsabhängige Krankheiten deutlich zu verringern. In Kombination mit einem bewegten Alltag und sportlicher Betätigung stellt sie beste Vorraussetzungen für Gesundheit und Aktivität bis ins hohe Alter dar.

Weitere Informationen zu ernährungsmitbedingten Krankheiten finden Sie unter:

Diabetes mellitus

Bluthochdruck

Fettstoffwechselstörungen

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