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Dekorative Kosmetika
Schon immer wünschen sich Menschen, schön und attraktiv auszusehen. Die Schönheitsideale haben sich immer wieder geändert, auf die Unterstützung durch dekorative Kosmetika wurde jedoch selten verzichtet. Alle dekorativen Körperpflegemittel enthalten deshalb einen mehr oder weniger großen Anteil an Farbstoffen, die das Gesicht, die Augenregion, die Lippen oder die Nägel farblich verändern. Daneben sollen spezielle Inhaltsstoffe zusätzlich die Haut pflegen und schützen. Als Schutz gegen bakteriellen Verderb enthalten Kosmetika häufig Konservierungsmittel.
Solche Kosmetika werden von Verbraucherinnen und Verbrauchern über einen langen Zeitraum angewandt. Selbstverständlich dürfen sie bei bestimmungsgemäßem oder auch vorauszusehendem Gebrauch die menschliche Gesundheit nicht schädigen. Das zu gewährleisten, ist Aufgabe der Kosmetikindustrie. Sicherheitsprüfungen von den Rohstoffen bis hin zum fertigen Produkt sind deshalb gesetzlich vorgeschrieben. Geprüft werden Rohstoffe und/oder Fertigprodukte mit Hilfe von toxikologischen, mikrobiologischen und dermatologischen Tests. Die amtliche Lebensmittelüberwachung prüft stichprobenartig, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.
Ergebnisse aus der Lebensmittelüberwachung:
Damit Verbraucherinnen die einzelnen Farbnuancen der dekorativen Kosmetik an sich ausprobieren können, legen Drogerien, Parfümerien und der Einzelhandel so genannte „Kosmetiktester“ aus. Da diese Kosmetiktester von vielen Personen verwendet werden, besteht der Verdacht, dass sich während des Auslegungszeitraums Keime unerwünscht darin vermehren können.
In Nordrhein-Westfalen wurden 2005 deshalb in den amtlichen Untersuchungsämtern 50 Kosmetiktester mikrobiologisch überprüft. Untersucht wurden 24 Make-ups, 17 Lippenstifte und Lipgloss, 4 Lidschatten, 3 Abdeckstifte, 1 Eyeliner und 1 Haargel. 48 Proben waren mikrobiologisch unauffällig. Lediglich 2 Proben wiesen eine leicht erhöhte Gesamtkeimzahl auf.
Daraus kann gefolgert werden, dass die Kosmetikindustrie ihrer Sorgfaltspflicht nachkommt und diese Kosmetiktester mit der notwendigen Sicherheit für die Verbraucherinnen produziert. Verbraucherinnen können somit unbesorgt ausprobieren, welche Farbe ihnen am besten steht.
