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Antibiotikastudie

Remmel: "Wir haben ein massives Antibiotika-Problem in der Massentierhaltung"

04.04.2012 - Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast ist gängige Praxis. Bei einer erneuten Überprüfung der deutschlandweit ersten Studie über den Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast in NRW bestätigte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) seine Grundaussagen von November 2011.

"Die Überprüfung durch unser Landesamt hat gezeigt, dass die grundsätzlichen Aussagen und die Trends der Studie Bestand haben. 9 von 10 Masthühnern kamen nach unserer ersten Vollerhebung während ihrer Mastdauer in Kontakt mit Antibiotika. Auch die neuerliche Überprüfung bestätigt dies. Daher müssen wir feststellen: Es gibt ein massives Antibiotika-Problem in der Tiermast", sagte NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel nach Erhalt des Abschlussberichtes und der externen Überprüfung durch die PROGNOS AG. Remmel: "NRW wird von seinem eingeschlagenen Weg nicht abrücken, diesen Einsatz von Medikamenten deutlich zu reduzieren. Das wird nicht immer auf Gegenliebe stoßen, sondern auf sehr viel Gegenwind. Das haben wir jetzt gemerkt."

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LANUV legt Abschlussbericht für Antibiotika-Studie vor

Ausgewertete Ergebnisse werden größtenteils bestätigt: 9 von 10 Masthühnern mit Antibiotika behandelt - Korrektur bei Gesamtzahl der mit Antibiotika behandelten Hähnchen auf 92 Prozent

Recklinghausen - Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat heute dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) den Abschlussbericht zur Antibiotika-Studie vorgelegt. Die interne und externe Überprüfung hat ergeben, dass die Grundaussagen der Studie, die angegebenen Trends und der festgestellte massive Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast bestätigt wurden. In einem Punkt war die Kritik an der Antibiotika-Studie jedoch zutreffend. Ein methodischer Zuordnungsfehler von Mastdurchgängen führte dazu, dass eine geringfügig zu hohe Zahl von Masthühnern angesetzt wurde, die mit Antibiotika behandelt wurden.

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Remmel fordert Nationalen Antibiotika-Aktionsplan

15.11.2011 - NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel hat politische Konsequenzen aus der bundesweit ersten Studie zum Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast gefordert. „Wir müssen die Antibiotika-Ströme in der Tierzucht endlich offen legen und wir brauchen einen konkreten Fahrplan, wie wir Antibiotika grundsätzlich aus den Ställen verbannen können. Dazu muss die Bundesregierung endlich ihre Blockadehaltung und Klientelpolitik zu Gunsten der Geflügelwirtschaft aufgeben“, betonte Minister Remmel. Das NRW-Verbraucherschutzministerium hat als Konsequenz aus der ersten systematischen und vollständigen Antibiotika-Studie in der Bundesrepublik einen umfangreichen Forderungs- und Maßnahmenkatalog vorgestellt

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Weitere Informationen zur NRW-Antibiotikastudie:


Parlamentarische Unterlagen


Studie und weitere Informationen über Antibiotika und Antibiotika-Resistenzen


Historische Vergleiche, Statistiken, Zahlen

  • Mehr Gewicht in kürzerer Zeit: Um 1,6 Kilogramm zuzunehmen brauchte ein Masthähnchen 1970 noch 48 Tage. 2007 waren es nur noch 27 Tage.
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  • Zwischen 1985 und 2007 stieg das durchschnittliche Gewicht bei Masthähnchen um 61 Prozent.
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  • Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung in Deutschland zwischen 2005 und 2010.
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