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Verbraucherschutz im Alltag

Familie beim Einkauf. Foto: Dmitriy Shironosov

Zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern setzt NRW nicht nur auf die Kontrolle von Produkten, sondern auch auf die Stärkung der Verbraucherrechte und auf Information und Beratung, nicht zuletzt durch eine starke Verbraucherschutzinstitution wie die Verbraucherzentrale NRW.


Konsumentinnen und Konsumenten stärken

Bei der Kontrolle von Gegenständen unseres täglichen Bedarfs - wie beispielsweise Kleidung, Kosmetik, Spielzeug oder Schmuck - aber auch bei den Rechtsgeschäften des Alltags setzt sich das NRW-Verbraucherschutzministerium für die Interessen von Verbraucherinnen und Verbrauchern ein. Tagtäglich wickeln Verbraucherinnen und Verbraucher Rechtsgeschäfte ab - nicht nur wenn sie Verträge unterschreiben, sondern auch bei alltäglichen Dingen wie der Bestellung im Internet, beim Geldabheben in der Bank oder beim Einkauf im Laden. Deshalb sollten Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Rechte kennen. Eine umfassende Information, Beratung und Bildung ist dabei wesentliche Voraussetzung für Verbraucherinnen und Verbraucher, um auf den Märkten frei und selbstverantwortlich entscheiden zu können. Dazu ist eine starke Verbraucherinstitution wie die Verbraucherzentrale NRW mit ihrem umfassenden Informations- und Beratungsangebot notwendig.

Das NRW-Verbraucherschutzministerium stellt durch seine finanzielle Förderung die Arbeit der Verbraucherzentrale NRW mit ihrem flächendeckenden Netz an Beratungsstellen sicher. Es tritt im Bundesrat mit Vorschlägen für verbraucherfreundlichere Regulierungen, für eine Stärkung der Verbraucherrechte und der Verbraucherorganisationen ein. So hat sich das NRW- Verbraucherschutzministerium beispielsweise dafür eingesetzt, die vom Bundeskartellamt erhobenen Bußgelder auch zur finanziellen Stärkung der Arbeit von Verbraucherorganisationen zu nutzen.


Ferienzeit ist Reisezeit – Ihre Rechte als Fluggast

Hat der Flieger mehr als zwei Stunden Verspätung, haben Reisende Anspruch auf eine kostenlose Mahlzeit. Wer wegen eines überbuchten Fluges gar nicht oder erst viel später abhebt, erhält seinen Flugpreis erstattet und darüber hinaus eine Entschädigungszahlung zwischen 125 und 600 Euro. Diese und weitere Ansprüche regelt die Fluggastrechteverordnung der Europäischen Union für all die Fälle, in denen es zu Flugverspätungen, Flugausfällen, Überbuchungen oder verpassten Anschlussflügen kommt. Airlines müssen ihre Kundinnen und Kunden schriftlich über diese Rechte informieren, sobald eine Verspätung oder Annullierung erwartet wird.

Sollten Reisende Probleme bei der Abwicklung ihrer Ansprüche haben, berät die Verbraucherzentrale betroffene Fluggäste. Die Schlichtungsstelle für den Öffentlichen Personenverkehr (SÖP) kann kostenfrei eingeschaltet werden, wenn Betroffene beispielsweise eine Beschwerde bei der jeweiligen Fluggesellschaft eingereicht haben, deren Antwort aber nicht zufriedenstellend war oder die Betroffenen gar keine Antwort erhalten haben. Ergänzend hilft die Schlichtungsstelle "Luftverkehr" im Bundesamt für Justiz. Wer seine Ansprüche an kommerzielle Regulierer im Reisemarkt abtritt, erspart sich zwar weiteren Schriftwechsel und unter Umständen den Gang zu Gericht. Er muss sich aber bewusst sein, dass er einen Teil seiner Ansprüche als Provision zahlen muss.

TIPP: Betroffene Reisegäste sollten alle Dokumente, die ihren Flug betreffen und ihre Ausgaben belegen, gut aufbewahren. Dazu zählen sowohl Buchungsbestätigungen, Bordkarten als auch alle Rechnungen, die die Verpflegung und eventuell erforderliche Unterkunft während der Wartezeit betreffen. Auch Fotos von Anzeigentafeln können helfen sowie bestenfalls die schriftliche Bestätigung der Airline über die Verspätung und den Grund hierfür. Dieser entscheidet: sind "außergewöhnliche Umstände" wie ein Streik oder ein großes Unwetter für die Verspätung oder Annullierung verantwortlich, muss die Airline nicht zahlen. Diese Umstände muss die Airline jedoch konkret belegen; ein Regenschauer oder technische Defekte entlassen die Airlines nicht aus ihrer Verpflichtung.


Verbraucherberatung

Verbraucherinnen und Verbraucher sind häufig in einer schwächeren Position als ihre Geschäftspartner. Nicht wenigen fällt es schwer, ihre Ansprüche gegenüber  Fachpersonal und marktstarken Unternehmen durchzusetzen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium setzt sich für eine Stärkung der Verbraucherrechte ein und fördert die unabhängige Information und Beratung durch die NRW-Verbraucherzentrale.

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Die Verbraucherbeschwerde

Verbraucherinnen und Verbraucher haben einen Anspruch auf einwandfreie und gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel, Kosmetika und sonstige Bedarfsgegenstände wie Geschirr, Verpackungen von Lebensmitteln und Kosmetika, Bekleidung, Spielwaren und Scherzartikel, Reinigungs- und Pflegemittel. Wer also sein Bier schal gekauft hat oder seine Aufback-Brötchen beim Auspacken zuhause schimmelig vorfindet, kann seine Rechte einfordern.

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Verbraucherinformationen

Nordrhein-Westfalen setzt auf Transparenz beim Verbraucherschutz:

So können sich Verbraucherinnen und Verbraucher in NRW auf verschiedenen Informationsportalen beispielsweise über Warnungen vor Gesundheitsgefährdungen durch Lebensmittel oder über die Pestizidbelastung von Obst informieren. Darüber hinaus haben sie ein umfassendes Recht auf Auskunft von den Behörden.

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Verbraucherwarnungen

Das Land NRW gehört bei der Verbraucherwarnung im Internet zu den Pionieren: Bereits 2008 wurde dafür eine eigene Web-Seite eingerichtet. Das Land veröffentlicht dort fortlaufend immer die aktuellsten Informationen über Erzeugnisse aus den Bereichen der Lebensmittel, kosmetischen Mittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel, vor denen wegen möglicher Gesundheitsrisiken gewarnt wird oder die vom Hersteller oder Vertreiber zurückgerufen worden sind.

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Eine Abrechnung wird geprüft.

Finanzkompetenz

"Kaufen und Shopping" ist heute eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Die neue Konsumwelt ist verführerisch – und kompliziert. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen daher wissen, welche Konsequenzen für sie beispielsweise aus dem Abschluss einer Lebensversicherung oder eines Vertrages für einen neuen Strom- und Handyanbieter folgen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium will deshalb die Finanz- und Verbraucherkompetenz stärken.

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Kleidung. anika salsera / panthermedia.net

Gebrauchsgegenstände

Gesundheitlicher Verbraucherschutz, das ist mehr als Lebensmittelüberwachung. Auch Gebrauchsgegenstände, die wir täglich benutzen, wie Kleidung, Kosmetik, Spielzeug oder Schmuck, aber auch E-Zigaretten und Tätowiermittel, müssen gesundheitlich unbedenklich sein. Die NRW-Verbraucherschutzbehörden überprüfen deshalb regelmäßig Gebrauchsgegenstände und warnen vor gefährlichen oder nicht verkehrsfähigen Produkten.

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Auch ältere Menschen sind zunehmend online. Foto: nyul/panthermedia.net

Verbraucherarbeit im Alter

In Nordrhein-Westfalen lebten im Jahr 2014 rund 17,6 Millionen Menschen; gut 3,6 Millionen (20,3 %) davon waren 65 Jahre oder älter. Nach Bevölkerungsvorausberechnungen wird sich diese Zahl im Landesdurchschnitt auf über 5 Millionen Menschen erhöhen. Das bedeutet: Die Anforderungen an den Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen werden sich in einer älter werdenden Gesellschaft wandeln.

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Laptop mit Einkaufswagen

Verbraucherinformation für Flüchtlinge

Mit der Ankunft in Deutschland werden geflüchtete Menschen zu Verbrauchern und nehmen am Konsumalltag teil. Fehlentscheidungen der neuen Konsumenten oder Tricks von unseriösen Anbietern können in prekäre Finanzsituationen münden.

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Energieverbrauchs-Kennzeichnung beispielsweise für Elektrogeräte. Foto: Darius Turek / panthermedia.net

Verbraucherberatung in Energiefragen

Um in der komplexen Energiewelt den Überblick zu behalten, brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher gezielte Informationen und umfassende Beratungen. Konkrete Beratungsangebote und Projekte der Verbraucherzentrale NRW helfen dabei, Energie zu sparen und Energieschulden zu vermeiden.

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Digitale Medien: PC, Smartphone, Tablet. Foto: rawpixel/panthermedia.net

Verbraucherschutz in der digitalen Welt

Verbraucherschutz ist heute notwendiger denn je. Die immer weiter fortschreitende Digitalisierung des Alltags birgt viele Chancen – aber eben auch zahlreiche Risiken Ein zeitgemäßer Verbraucherschutz benötigt neue Regeln und Instrumente, um die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken. Die Weichen für eine verbraucherfreundliche Zukunft in der digitalen Gesellschaft müssen jetzt neu gestellt werden.

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