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E-Zigaretten

E-Zigarette mit Liquid. Roland Hoffmann/panthermedia.net

Als Ersatz für die klassische Zigarette erobern seit einigen Jahren neuartige, batteriebetriebe Produkte den Markt – die E-Zigaretten. Ihre gesundheitlichen Wirkungen sind bislang nicht ausreichend untersucht; ihr Nutzen, um dauerhaft das Rauchen aufzugeben, ist nicht erwiesen.


E-Zigaretten - gesundheitliche Risiken nicht hinreichend bekannt

E-Zigaretten, die als Ein- oder Mehrwegprodukt verkauft werden, sind mit Flüssigkeiten in einer Kartusche gefüllt, den sogenannten Liquids. Sie werden sowohl mit als auch ohne Nikotin angeboten und können unterschiedlich aromatisiert sein.

Die Benutzung von E-Zigaretten wird von Konsumentinnen und Konsumenten häufig als unschädlicher als das Rauchen herkömmlicher Zigaretten bewertet. Ausreichende wis­senschaftliche Untersuchungen zu den gesundheitlichen Folgen des Konsums gibt es aber bislang nicht. Auch eine Schadstoffbelastung Dritter beim Konsum elektrischer Zigaretten kann nicht ausgeschlossen werden.

Der Nutzen von E-Zigaretten als Hilfsmittel für eine dauerhafte Aufgabe des Rauchens ist ebenfalls nicht erwiesen.

E-Zigaretten können auch technische Mängel aufweisen. So können sich die Akkus der E-Zigaretten durch Ladefehler oder unsachgemäßen Gebrauch erhitzen und sogar Feuer fangen. Auch kann es beispielsweise beim Kartuschenwechsel zum unbeabsichtigten Hautkontakt mit den Liquids (zum Beispiel Nikotin) kommen, was zu allergischen Hautreaktionen führen kann.

Neben den E-Zigaretten sind in jüngerer Zeit auch elektronische Shishas ( „E-Shishas“, „Shishas to go“ oder „E-Hookah“) auf dem Markt. Sie sind in ihrer Funktionsweise den E-Zigaretten ähnlich. Auch für den Konsum von E-Shishas gibt es bislang keine ausreichende wis­senschaftlichen Aussagen zu den gesundheitlichen Folgen.

Die Flüssigkeiten der E-Zigaretten und E-Shishas setzen sich zumeist aus künstlichen und naturidentischen Aromastoffen und Trägermaterialien wie Propylenglycol (E 1520), Glycerin (E 422) oder Ethanol zusammen.


Kontrollen in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen werden Tabakprodukte stichprobenhaft analysiert. 

Im Jahr 2014 wurden gezielt E-Shishas sowie nikotinfreie „Liquids“ von E-Zigaretten auf Nikotingehalte und weitere Inhaltsstoffe untersucht, unter anderem Lebensmittelaromastoffe und allergisierende Duftstoffe. 

Dabei wurde, wie schon bei früheren Untersuchungen, festgestellt, dass auch als nikotinfrei angebotene „Liquids“ zum Teil hohe Mengen an Nikotin enthielten. Konsumentinnen und Konsumenten können sich also auf die Kennzeichnung bislang nicht verlassen.

Im April 2014 wurde die europäische Tabakprodukt-Richtlinie im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und ist bis zum 20. Mai 2016 in nationales Recht umzusetzen. Sie erfasst erstmals auch E-Zigaretten, die zukünftig beispielsweise bestimmte Zusatzstoffe, wie Vitamine oder Koffein, nicht mehr enthalten dürfen.  

Weitere Informationen:


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