3,9 Millionen Euro für umweltfreundliche Pendlerverkehre in Rhede
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer übergibt zweiten Efre-Förderbescheid des Programms „Nachhaltige städtische Mobilität für alle“
Mehr Platz fürs Rad, weniger Autos in der Stadt, nachhaltige Pendlerverkehre: Die Stadt Rhede will die Mobilitätswende vor Ort und in der Region konsequent voranbringen. Für die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes konnte jetzt Rhedes Bürgermeister Hans-Jürgen Bernsmann einen EFRE-Förderbescheid des Programms „Nachhaltige Städtische Mobilität für alle“ über 3,9 Millionen Euro im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr entgegennehmen.
„Das Projekt in Rhede ist ein gutes Beispiel für die Schaffung einer attraktiven Mobilitätswende. Es fördert ein besseres Stadtklima und erhöht zugleich die Aufenthaltsqualität. Davon profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger in Rhede, sondern in der gesamten Region. Jeder Weg, der umweltfreundlich zurückgelegt wird, führt zu weniger klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen,“ so NRW-Verkehrs-Minister Oliver Krischer bei der Übergabe des Förderbescheides in Düsseldorf.
Die in Rhede aufeinander abgestimmten Maßnahmen unterstützen die umweltfreundliche Mobilität, indem sie insbesondere den Fuß- und Radverkehr stärken und attraktiver gestalten. So wird die Büssingstraße als Fahrradstraße ausgebaut und an den Radschnellweg RS 2 angeschlossen, sodass ein wichtiger Lückenschluss für eine innerörtliche und regionale Radverbindung hergestellt wird. Zudem soll entlang des Rheder Bachs die Nord-Süd-Achse für den Rad- und Fußverkehr ausgebaut werden, um zukünftig ebenfalls an den Radschnell RS 2 anzuschließen.
Auch der Rückbau der Kolpingstraße zu einem gemeinsamen Fuß- und Radweg ist Teil des Maßnahmenbündels. Bisher kann der motorisierte Individualverkehr (MIV) die Kolpingstraße befahren und die hier vorhandenen Parkplätze nutzen. Zukünftig werden diese Flächen teilweise entsiegelt und nur für den Fuß- und Radverkehr nutzbar sein. Alle Maßnahmen sollen zu einem geänderten Mobilitätsverhalten beitragen. Die Gesamtinvestition belaufen sich auf ca. 4,9 Millionen Euro, von denen 3,9 Millionen Euro gefördert werden.
Zum Hintergrund des Förderprogramms:
Mit dem Förderprogramm „Nachhaltige Städtische Mobilität für alle“ werden in der aktuellen Förderperiode 2021-2027 erstmals mit EU- und Landesmitteln Konzepte unterstützt, die kommunale und regionale Mobilitätsentwicklung stärken.Auf Grundlage von kommunalen oder regionalen Mobilitätspläne können Maßnahmen finanziert werden, die zur Umsetzung der Pläne in Städten und ihren Verflechtungsräumen beitragen. Dabei zielen die Vorhaben auf die Neuorganisation von Mobilitätsbedarfen, die Fuß- und Fahrradfreundliche Umgestaltung des städtischen Raums sowie auf die digitale und räumliche Integration und Vernetzung der Verkehrs- und Mobilitätsinfrastruktur.
Weitere Informationen:
Nachhaltige Städtische Mobilität für alle - Innovationsförderagentur NRW