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Grenzenloser Umweltschutz: Nordrhein-Westfalen und niederländische Nachbarn vertiefen Partnerschaft

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Grenzenloser Umweltschutz: Nordrhein-Westfalen und niederländische Nachbarn vertiefen Partnerschaft

Staatssekretär Haase erneuert Umweltvereinbarung mit den Nachbarprovinzen – Kooperation bis 2031 fortgesetzt

27.05.2026

Ob Artenvielfalt, saubere Luft oder gesunde Flüsse: Umwelt- und Naturschutz enden nicht an Staatsgrenzen. Nordrhein-Westfalen und die Niederlande stehen vor sehr ähnlichen Aufgaben, wenn es um den Erhalt von Lebensräumen, Gewässerschutz oder den Ausbau der Kreislaufwirtschaft geht. Um diese Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, arbeiten Nordrhein-Westfalen und seine niederländischen Nachbarprovinzen Gelderland, Limburg, Nordbrabant und Overijssel bereits seit über 30 Jahren zusammen. Am Mittwoch, 27. Mai, haben die Partner ihre grenzüberschreitende Umweltzusammenarbeit offiziell um fünf Jahre verlängert.

Im Rahmen eines feierlichen Treffens im Hotel Schloss Friedestrom in Dormagen-Zons unterzeichneten Viktor Haase, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Umweltministerium, sowie die niederländischen Regionalministerinnen und Regionalminister Ans Mol (Gelderland), Léon Faassen (Limburg), Hagar Roijackers (Nordbrabant) und Maurits von Martels (Overijssel) die aktualisierte Erklärung.

„Umweltschutz gelingt nur im Schulterschluss“

Die Umweltkooperation zwischen den vier Provinzen und Nordrhein-Westfalen hat eine lange Tradition: Die erste gemeinsame Erklärung stammt aus dem Jahr 1992. Nach der letzten inhaltlichen Anpassung im Jahr 2018 wird das erfolgreiche Bündnis nun im Jahr 2026 bereits zum sechsten Mal offiziell fortgeschrieben.

„Als dicht besiedeltes und stark industrialisiertes Land mit 18 Millionen Einwohnern beeinflussen wir die Umweltqualität unserer niederländischen Nachbarn unmittelbar – und umgekehrt ist es genauso. Unsere grenzüberschreitenden Naturschutzgebiete zeigen, dass wir einen gemeinsamen Lebensraum teilen. Der erneuerte Vertrag wird unserer gemeinsamen Verantwortung gerecht. Wir übersetzen unsere Ziele für saubere Luft, intakte Natur und eine moderne Kreislaufwirtschaft nun in konkrete grenzüberschreitende Projekte. Dieser enge Schulterschluss sichert unser wertvolles Naturerbe und die Lebensqualität der Menschen auf beiden Seiten der Grenze“, so Staatssekretär Viktor Haase. 

„Natur und Umwelt halten sich nicht an Grenzen. Als Regionen auf beiden Seiten der Grenze haben wir die wichtige Aufgabe, die Umwelt und die Natur zu schützen, Probleme frühzeitig zu erkennen und bei Lösungen eng zusammenzuarbeiten. Als starke und innovative Regionen haben wir die schöne Aufgabe und Chance, Wirtschaft, Ökologie und eine gesunde Umwelt tatsächlich Hand in Hand gehen zu lassen“, so Hagar Roijackers Deputierte für Wasser, Natur und Gebietsbezogenem Ansatz der Provinz Noord-Brabant.

„Limburg und Nordrhein-Westfalen sind durch mehr als 200 Kilometer Grenze miteinander verbunden. Das ist mehr Grenze, als wir mit Belgien oder mit dem übrigen Teil der Niederlande teilen. Deshalb freuen wir uns sehr, die Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium in NRW fortsetzen und vertiefen zu können. Gemeinsam wollen wir konkrete Schritte unternehmen, um Natur und Umwelt im Grenzgebiet zu verbessern und Innovationen in der Kreislaufwirtschaft zu fördern – für uns heute und für kommende Generationen“, sagte Léon Faassen Deputierter für Ländliches Gebiet, Natur und Stickstoff der Provinz Limburg. 

„Jeden Tag arbeiten wir in Gelderland an einer gesunden und sicheren Umwelt. Um diese weiter zu verbessern, brauchen wir unsere Nachbarn dringend. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir die Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen und unseren Nachbarregionen weiter stärken, damit wir gemeinsam bessere Lösungen für unsere Umwelt entwickeln können“, sagte Ans Mol Deputierte für Landwirtschaft, Biodiversität, Natur, Stickstoff, Vitales Ländliches Gebiet der Provinz Gelderland. 

„Die Herausforderungen unserer Zeit machen nicht an der Grenze halt. Deshalb arbeiten Overijssel und Nordrhein-Westfalen zusammen: stärker für unsere Bürgerinnen und Bürger, für unsere Wirtschaft und für unsere Region“, sagte Maurits von Martels Deputierter für Landwirtschaft und Natur der Provinz Overijssel. 

Gemeinsam mehr erreichen

Die aktualisierte Vereinbarung zielt darauf ab, den Praxis- und Informationsaustausch spürbar zu vertiefen. Künftig wollen die Partner bei konkreten Projekten und Fachveranstaltungen noch enger kooperieren und binden dabei gezielt weitere Akteure aus der Grenzregion ein.

Um die formulierten Ziele zügig umzusetzen, steuert eine feste Koordinierungsgruppe die weiteren Schritte. In diesem Gremium sind das Ministerium und jede der vier Provinzen mit mindestens einem Mitglied vertreten. Die Gruppe erarbeitet in den kommenden Monaten ein konkretes Arbeitsprogramm für die Bereiche Natur, Umwelt und Kreislaufwirtschaft. Begleitend dazu nehmen spezialisierte Facharbeitsgruppen ihre Arbeit auf, um die inhaltlichen Schwerpunkte detailliert voranzutreiben.

Fotos der Unterzeichnung zum Download