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Förderung

Landwirtschaftlicher Betrieb. Foto: Michael Jacobi / panthermedia.net

Nordrhein-Westfalen unterstützt die tier-, umwelt- und klimagerechte Modernisierung der Landwirtschaft. Schwerpunkte bilden Tierschutz, ökologischer Landbau, Agrarumweltmaßnahmen, regionale Wertschöpfungsketten und Qualitätsproduktion sowie die ländliche Entwicklung. Das Ziel sind attraktive, lebenswerte ländliche Räume und eine nachhaltige, bäuerliche Landwirtschaft.


Förderung von Landwirtschaft und ländlichen Räumen

Die Förderung der Landwirtschaft und der Entwicklung ländlicher Räume in Nordrhein-Westfalen verfolgt verschiedene Ziele. Zum einen sollen bäuerliche Betriebe unterstützt werden, denn sie leisten einen entscheidenden Beitrag für lebendige ländliche Räume. Zum anderen soll die Förderung dazu beitragen, dass die Landwirtschaft auf nachhaltige Weise modernisiert wird – sie soll umwelt- und klimagerechter werden, die Bedürfnisse der Tiere besser berücksichtigen und die Artenvielfalt schützen und bewahren. Und schließlich geht es auch darum, attraktive ländliche Regionen zu erhalten und zu entwickeln. Dabei spielen Daseinsvorsorge, Lebensqualität und Einkommensperspektiven ebenso eine Rolle wie der Schutz von Natur und Umwelt. Wichtig ist deshalb auch die Stärkung von regionalen Wertschöpfungsketten und Qualitätsproduktion, denn die bloße Orientierung am Weltmarkt und der Wettlauf um die billigste Erzeugung bieten der heimischen Landwirtschaft und den ländlichen Räumen auf Dauer keine ausreichende Perspektive.


Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union. Grafik: MKULNV NRW

Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union. Grafik: MKULNV NRW

Die Gemeinsame Agrarpolitik

Die Förderung der Landwirtschaft und der ländlichen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen beruht vor allem auf der gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP). Den größten Anteil der Gemeinsamen Agrarpolitik machen die Direktzahlungen der EU an die Landwirte und Landwirtinnen aus, deren Regeln in Brüssel festgelegt werden: Die Höhe der Direktzahlungen ist von der landwirtschaftlichen Fläche und u. a. bestimmten Umweltauflagen abhängig. Die Direktzahlungen zählen zur "1. Säule der GAP", die aus dem "Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft" (EGFL) finanziert wird. Der "Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER) bildet seit 2005 die "2. Säule der GAP". Bei der ELER-Förderung können die Mitgliedsstaaten selbst über ihr Förderprogramm und die einzelnen Fördermaßnahmen entscheiden. In Deutschland werden die Programme auf Ebene der Bundesländer erarbeitet. In Nordrhein-Westfalen werden die ELER-Mittel der Europäischen Union (EU), kombiniert mit Landes-, Bundes- oder kommunalen Mitteln (der sogenannten Kofinanzierung), v. a. für Agrarumweltmaßnahmen in der Landwirtschaft, die Förderung von Innovationen in der Landwirtschaft und die Steigerung des Wissenstransfers, den Tierschutz sowie für die Dorf- und Regionalentwicklung eingesetzt.



Erlinghausen im Sauerland. Foto: Dr. Sabine Gerlach

NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020 (ELER)

Die Förderung des "Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums" wird in den Mitgliedsstaaten der EU über eigene Programme umgesetzt. In Nordrhein-Westfalen ist das "NRW-Programm Ländlicher Raum" das Kernstück der Förderpolitik für die ländlichen Räume und die Land- und Forstwirtschaft. Ziel des Landes ist der Erhalt und die Entwicklung lebenswerter ländlicher Räume und die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft.

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Grünland und Hecken am Eifelsteig. Foto: Herbert Esser / panthermedia

EU-Direktzahlungen

Ein wesentliches Instrument der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union sind die Direktzahlungen, die allein durch die EU finanziert werden. Der Bezug von Beihilfen ist an die Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen (Cross Compliance) gebunden. Die Erfüllung dieser Auflagen als Voraussetzung für den ungekürzten Erhalt der Beihilfen wird als Cross Compliance (Überkreuzverpflichtung) bezeichnet.

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