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Landesgartenschauen

Landesgartenschau Bad Lippspringe 2017. Foto: Michèle Helle/MULNV

Landesgartenschauen finden in Nordrhein-Westfalen in der Regel alle drei Jahre statt. Die letzte Gartenschau wurde 2017 von Bad Lippspringe ausgerichtet. Die nächste Landesgartenschau findet im Jahre 2020 in Kamp-Lintfort statt. Gastgeber der Gartenschau im Jahre 2023 wird die Stadt Höxter sein. Interessierte Kommunen können sich für die Jahre 2026 und 2029 jetzt schon bewerben.


Landesgartenschauen in NRW

Landesgartenschauen in Nordrhein-Westfalen haben das Ziel, die Lebens- und Umweltqualität nicht nur in den ausrichtenden Städten und Gemeinden zu verbessern, sondern auch nachhaltige Impulse für eine ganze Region zu geben. Mit den Mitteln der Grünflächengestaltung und der Landschaftsarchitektur gehen sie dabei verschiedenste städtebauliche Herausforderungen an. So kann durch die Neuanlage und Gestaltung von Grünflächen der Charakter einer ganzen Stadt nachhaltig und positiv verändert werden. Daneben können Landesgartenschauen beispielsweise dazu beitragen, Umweltbelastung wie Hitze, Lärm und Staub zu verringern und die Kommunen an den Klimawandel anzupassen. Nicht zuletzt sind Landesgartenschauen Identifikationsprojekte für Bürgerinnen und Bürger und von großer touristischer Attraktivität.

Gastgeber der ersten Landesgartenschau war 1984 die Stadt Hamm. Insgesamt gab es bisher 17 Schauen in Nordrhein-Westfalen.

Landesgartenschauen 2026 und 2029

Mit der Ausschreibung der Landesgartenschauen 2026 und 2029 hat die Landesregierung die Weichen für die weitere Zukunft der Gartenschauen in Nordrhein-Westfalen gestellt. Die Landesregierung begründet ihre Entscheidung für weitere Landesgartenschauen mit dem bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, zum Ausbau der grünen Infrastruktur und im Kampf gegen den Klimawandel, den Landesgartenschauen für Nordrhein-Westfalen leisten. Die Sicherung von Grün- und Freiflächen ist ein zentraler Baustein, um Städte und ländliche Regionen attraktiv und lebenswert zu machen.

Veranstalter einer Landesgartenschau sind traditionell die ausrichtende Kommune (oder auch mehrere Kommunen gemeinsam) und die Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau, die zur Vorbereitung und Durchführung eine Bau- und Betriebsgesellschaft gründen. Diese ist verantwortlich für die Umsetzung der im Bewerbungsverfahren und im Wettbewerb formulierten Ziele und Inhalte.

Städte und Gemeinden sind nun zunächst dazu aufgerufen, Bewerbungen einzureichen. Mit Rücksicht auf die Planungen des Regionalverbandes Ruhr zur IGA 2027 wurde allerdings erstmals eine Gebietskulisse für die Ausschreibung der Landesgartenschauen vorgegeben. Um das Besucherinteresse an der IGA nicht zu beeinträchtigen, sind Kommunen des Regionalverbandes von den Bewerbungen für die Landesgartenschauen 2026 und 2029 ausgeschlossen.

Kommunen, die Interesse an der Ausrichtung dieses Landesgartenschauen haben, reichen ihre Bewerbung für das Jahr 2026 bis zum 1. November 2021 und für das Jahr 2029 bis zum 1. März 2024 beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Die Landesregierung trifft ihre Entscheidung anschließend auf der Grundlage der Empfehlung einer unabhängigen Bewertungskommission.

Kamp-Lintfort 2020

Im Jahr 2020 wird die Landesgartenschau NRW von Kamp-Lintfort ausgerichtet. Unter dem Motto "Kloster, Kohle, Campus" wird sie die erste Landesgartenschau am Niederrhein sein. Dafür wird derzeit eine mitten in der Stadt liegenden, 25 Hektar große Industriebrache des ehemaligen Bergwerks West zu einer Parkanlage umgestaltet, die Besucherinnen und Besuchern viel Raum für Bewegung, Erholung und Aktivitäten geben wird.

Die Landesgartenschau 2020 will den Impuls zu einem neuen Stadtquartier liefern und auch langfristig als grüner Motor der Stadtentwicklung fungieren. Sie wird damit das Image von Stadt und Region nachhaltig positiv beeinflussen.

Als städtebauliches Pendant zum zukünftigen Zechenpark erfolgt die Einbindung des denkmalgeschützten Klosters Kamp. Die Gartenschau verbindet damit künftig die beiden historischen Wurzeln der Stadt und macht sie über einen 2 Kilometer langen Verbindungsweg (Wandelweg) entlang des Wasserlaufs der Großen Goorley erlebbar. Auch die Hochschule Rhein-Waal ist im neuen Zechenpark mit einem Ausstellungsbeitrag (Green Fab Lab) in die Gartenschau eingebunden.

Weitere Informationen:

  • zur Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort mit einer Übersicht über das Gartenschaugelände und Lageplan: www.kamp-lintfort2020.de

Höxter 2023

Die Stadt Höxter wird die Landesgartenschau NRW im Jahr 2023 ausrichten. Mit ihrem Konzept will Höxter die Lebensqualität in der Stadt verbessern, ökologische Schwerpunkte des städtischen Umfelds aufwerten und damit touristisch wie auch wirtschaftlich an Attraktivität gewinnen. Dies soll unter anderem durch Maßnahmen zur Verbesserung der Weserzugänge in die Innenstadt, durch eine Verbindung der Altstadt von Höxter mit dem UNESCO-Welterbe Corvey entlang der Weser und durch eine Aufwertung der Wallanlagen mit Spielbereich und Generationen-Treffpunkt umgesetzt werden.