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Coronavirus und Landwirtschaft

Das Coronavirus breitet sich in NRW weiter aus – Foto: panthermedia.net/ ktsdesign.

Das Coronavirus breitet sich in NRW weiter aus - mit Auswirkungen auch auf die heimische Land-wirtschaft. Wichtig: Wir haben aktuell keine Versorgungskrise. Der Dank gilt allen, die unermüdlich und oft im Verborgenen sicherstellen, dass wir versorgt werden. Damit die Versorgung auch wei-terhin gesichert ist, steht das Landwirtschaftsministerium in regelmäßigem Austausch mit den be-teiligten Wirtschaftsverbänden.


Lebensmittelversorgung ist gesichert – kein Grund für Hamsterkäufe

Der Kampf gegen das Corona-Virus erfordert Solidarität und Besonnenheit auch an der Ladentheke. Unnötige Hamsterkäufe sind die Ursache, wenn aktuell Engpässe bestehen. Denn die Lebensmittelversorgung ist weiterhin gesichert. Dazu steht das Ministerium im ständigen Austausch mit den Akteuren der Lebensmittelkette.

Wer Kontakte meidet und auf Abstand bleibt, begegnet sich mit Respekt – sowohl auf der Straße als auch in den Gängen oder an der Kasse im Supermarkt.



Soforthilfen für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft

Soforthilfen für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft

NRW-Soforthilfeprogramm 2020 - auch für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft

Mit Soforthilfen unterstützen Bundesregierung und Landesregierung in der Corona-Krise kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, darunter der Landwirtschaft, des Gartenbaus und der Forstwirtschaft.
Das Soforthilfeprogramm Corona des Bundes sieht für Kleinunternehmen direkte Zuschüsse in Höhe von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro vor. Die Landesregierung stockt das Programm noch einmal auf und unterstützt über die NRW-Soforthilfe 2020 Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit 25.000 Euro.

Damit das Geld so schnell wie möglich fließt, konnten Betroffene elektronische Antragsformulare vom 27. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 online auf der Seite des NRW-Wirtschaftsministeriums finden.

Eine Zusammenstellung von Programmen mit Finanzhilfen für die Landwirtschaft und den Gartenbau in der Corona-Krise finden Sie in der Übersicht anbei.


Hilfen für die Landwirtschaft - Hotline, Saisonarbeitskräfte, Betreuung, Darlehen

Service Hotline des NRW-Landwirtschaftsministeriums. Foto: Panthermedia/keport.

Service Hotline des NRW-Landwirtschaftsministeriums. Foto: Panthermedia/keport.

Hotline des NRW-Landwirtschaftsministeriums

Die Coronavirus-Pandemie hat Auswirkungen auch auf die heimische Landwirtschaft. Wo und wie erhalten landwirtschaftliche Betriebe des vor- und nachgelagerten Bereiches Unterstützung in der aktuellen Situation? Zur Unterstützung des Landwirtschaftssektors und der Gartenbaubranche existiert jetzt eine Info-Hotline unter der Rufnummer 0211 / 4566765 beim NRW-Landwirtschaftsministerium, die Betroffenen Orientierung bietet. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stehen von Montag bis Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr zur Verfügung, um Fragen zu beantworten oder weiterführende Hinweis zu geben.


Spargelfeld. Foto: Panthermedia/ manfredxy.

Spargelfeld. Foto: Panthermedia/ manfredxy.

Saisonarbeitskräfte

Frühjahrsbestellung und Erntevorbereitung laufen in den landwirtschaftlichen Betrieben und bei den Obst- und Gemüsebauern auf Hochtouren. Die Sicherung von Erntehelfern hat deshalb eine hohe Priorität. Das Landwirtschaftsministerium steht dazu im engen Austausch mit den Verbänden aus Landwirtschaft und Gartenbau. NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser begrüßt den auf Bundesebene gefundenen Kompromiss zur Einreise von Erntehelfern: "Dies ist eine gute Lösung für Erntehelfer und eine gute Lösung für unsere Landwirte. Demnach sollen im April und Mai jeweils bis zu 40.000 Saisonarbeiter unter Einhaltung strengen Hygiene-Auflagen einreisen dürfen. Dies ist ein ganz wichtiges Signal des Bundes, die Landwirtschaft in der aktuell schwierigen Lage zu unterstützen. Was jetzt nicht an Gemüse gepflanzt wird, kommt später auch nicht bei uns in die Regale und auf den Tisch. Weiterhin sind auch Freiwillige mit freien Kapazitäten dazu aufgerufen, die Landwirtschaft zu unterstützen und dazu beizutragen, dass wir trotz Corona-Krise regionale Vielfalt auf unseren Tellern bewahren." Erste zusätzliche Erntehelfer landeten am 09. April in Düsseldorf. Um dem in der aktuellen Situation vorherrschenden Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft zu begegnen, hat der Bund in seinem Sozialschutz-Paket wichtige Weichenstellungen vorgenommen: Für Bezieherinnen und Beziehern von Kurzarbeitergeld werden zum Beispiel Anreize geschaffen, in der arbeitsfreien Zeit auf freiwilliger Basis vorübergehend Tätigkeiten in systemrelevanten Bereichen, wie etwa der Landwirtschaft, aufzunehmen. Bei während des Bezugs von Kurzarbeitergeld aufgenommenen Beschäftigungen in systemrelevanten Branchen und Berufen wird befristet auf die Anrechnung des Kurzarbeitergelds teilweise verzichtet; auch die Zeitgrenzen für die geringfügige Beschäftigung in Form der kurzfristigen Beschäftigung werden für einen begrenzten Zeitraum auf eine Höchstdauer von fünf Monaten oder 115 Tage ausgeweitet. Erweitert wird ebenfalls der generelle Arbeitszeitrahmen für definierte Beschäftigtenkreise.

Das NRW-Landwirtschaftsministerium hat gemeinsam mit dem NRW-Arbeitsministerium eine Handlungshilfe zusammengestellt, die wichtige Informationen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus bei der Saisonarbeit enthält.

Vermittlungsplattformen für Erntehelfer

Sowohl der Rheinische Landwirtschafts-Verband als auch der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband bieten Mitmachaktionen an, um zusätzliche Erntehelfer zu gewinnen. Ähnliche Angebote zur Vermittlung von Erntehelfern haben das Bundeslandwirtschaftsministerium und der Deutsche Bauernverband in den vergangenen Tagen bekannt gemacht. Auch auf privaten Kanälen suchen viele Betriebe nach Helfern. Gemeinsam mit den Verbänden hat das Landwirtschaftsministerium eine Abfrage gestartet, um vorsorgen und planen zu können, in welchen Bereichen in den kommenden Tagen und Wochen wie viele saisonale Arbeitskräfte benötigt werden und wo schon jetzt Engpässe absehbar sind.


Weitere Informationen:

Handlungshilfe: Saisonarbeit

Übersicht der bundes- und landesweiten Vermittlungsplattformen für Erntehelfer

Aktuelle Meldungen aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium

Kinderbetreuungsmöglichkeiten

Die Primärproduktion der Landwirtschaft und die sie umfassenden Erzeugungsstrukturen und Lieferketten sind Teil der sog. kritischen Infrastruktur (Sektor III (Sektor Ernährung, Hygiene & Produktion, Groß-und Einzelhandel (inklusive Zulieferung, Logistik)). Als "Urproduzent" in der Lebensmittelkette profitieren die in der Landwirtschaft Beschäftigten von dem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums.

Die Entscheidung, ein Kind zur Betreuung in der Schule oder Kindertageseinrichtung aufzunehmen, dessen Eltern im Bereich der sog. kritischen Infrastrukturen tätig sind, treffen die Leitungen der jeweiligen Schule bzw. Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegepersonen.

Logo Rentenbank.

Logo Rentenbank.

Corona-Hilfe der Rentenbank für Landwirtinnen und Landwirte

Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet ab sofort mit Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Liquiditätssicherungsdarlehen an, die mit einer Bürgschaft kombiniert sind. Das Programm richtet sich an Unternehmen aus der Landwirtschaft einschließlich Wein- und Gartenbau, Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden und nicht über ausreichende Sicherheiten verfügen. Die verbürgten Darlehen werden über die Hausbank vergeben und müssen auch dort beantragt werden.

Weiterhin stehen aktuell folgende Möglichkeiten zur Darlehensnahme für die Landwirtschaft und den Gartenbau bei der Rentenbank zur Verfügung. Produktionssicherung in der Landwirtschaft ("Programm Produktionssicherung" | Nr. 244/45) und Betriebsmittel für die Ernährungswirtschaft ("Programm Betriebsmittel" | Nr. 254).

Die Bürgschaftsbanken bieten in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank darüber hinaus "Agrar-Bürgschaften" an, in Nordrhein-Westfalen das Angebot der Bürgschaftsbank NRW ("Programm Agrarbürgschaft").



Coronavirus in NRW – neue Internetseite der Landesregierung

Ab sofort bündelt die Landesregierung unter www.land.nrw/corona Informationen rund um das Coronavirus in NRW auf einer zentralen Plattform. Sie bietet für Bürgerinnen und Bürger zentral tagesaktuelle Informationen aus allen Ministerien und wird fortlaufend aktualisiert. Alle Maßnahmen und Entscheidungen der Landesregierung, die der Eindämmung des Coronavirus dienen, werden erläutert, und Erlasse, Dokumente und Informationen gebündelt zur Verfügung gestellt.


Corona-Warn-App der Bundesregierung

Corona-Warn-App der Bundesregierung

#AppJetzt - Corona-Warn-App der Bundesregierung

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung hilft, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Sie macht das Smartphone zum Warnsystem und informiert, wenn Kontakt mit nachweislich Corona-positiv getesteten Personen bestand. Sie schützt Nutzerinnen und Nutzer, Mitmenschen und die Privatsphäre. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Erhältlich ist sie kostenlos im App Store und bei Google Play.