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LEADER

Dorfmitte von Nottuln-Appelhülsen. Foto: M. Schaloske / MKULNV

LEADER ist eine Fördermaßnahme der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Das Programm dient der Strukturförderung des ländlichen Raums und wird finanziert aus dem "Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER). Ziel der Förderung ist die Unterstützung einer eigenständigen und nachhaltigen Regionalentwicklung.


Zwei starke Programme für den ländlichen Raum - LEADER UND VITAL.NRW

Selbst aktiv werden, das eigene Dorf gestalten und die Heimatregion voranbringen: LEADER und VITAL.NRW sind genau die richtigen Instrumente, um die regionale Entwicklung ländlicher Räume stärker in die Hände der Menschen vor Ort zu geben. "LEADER" steht für die "Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft" (von frz. Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale). Die Bezeichnung "VITAL.NRW" beruht auf dem Akronym "Verantwortlich, Innovativ, Tatkräftig, Attraktiv und Ländlich".

Seit 1991 ist LEADER ein wesentlicher Baustein der ländlichen Entwicklungspolitik der Europäischen Union. Damit werden Projekte aus den verschiedensten Bereichen gefördert, die zur Steigerung der Wirtschaftskraft und der Lebensqualität in ländlichen Gemeinden beitragen. Grundlage für die Förderung einzelner Maßnahmen im Rahmen von LEADER sind überzeugende regionale Entwicklungsstrategien, mit denen sich Zusammenschlüsse mehrerer Kommunen zum Start einer EU-Förderperiode als LEADER-Region qualifizieren müssen. Im weiteren Verlauf der Entwicklungsprozesse dienen sie als Handlungsleitfaden für die Arbeit vor Ort und die Projektauswahl. In der aktuellen Programmperiode haben sich in Nordrhein-Westfalen 28 Regionen erfolgreich um eine Förderung aus LEADER beworben.

Um die Zielsetzung von LEADER in noch mehr Regionen umsetzen zu können, bietet das Land neben LEADER mit VITAL.NRW in neun weiteren Regionen eine reine Landesförderung ohne finanzielle Beteiligung der EU an. Programmatisch folgt VITAL.NRW dabei ganz den LEADER-Prinzipien. Getreu dem "Bottom-Up-Ansatz" ("von unten nach oben") der Programme entscheiden die Menschen vor Ort selbst sowohl über die Schwerpunkte der zukünftigen Entwicklung ihrer Region als auch darüber, welche Projekte konkret mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union umgesetzt werden sollen.

LEADER und VITAL.NRW bringen die Menschen einer Region zusammen. Sie gestalten selbst den Prozess der Veränderung ihrer Region. Hierbei nimmt die Lokale Aktionsgruppe (LAG) als Zusammenschluss von engagierten Privatpersonen, Vertretern der Zivilgesellschaft, öffentlichen Verwaltungen und Einrichtungen sowie Wirtschafts- und Sozialpartnern eine zentrale Rolle ein. Die ehrenamtlich tätige LAG wird bei ihrer Arbeit von einem hauptamtlichen Regionalmanagement unterstützt. Die Regionalmanagerinnen und -manager organisieren den Entwicklungsprozess, beraten die Projektträger zu den Fördermöglichkeiten und begleiten diese von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Projekte.

Die Förderung trägt erheblich dazu bei, die ländlichen Räume als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum zu stärken, die Menschen zu qualifizieren und das regionale Natur- und Kulturerbe zu erhalten. Diese Bandbreite an Themen unterstreicht die große Flexibilität beider Programme, bei denen es statt vorgefertigter Förderbausteine die Möglichkeit gibt, passgenaue individuelle Lösungsansätze zu erarbeiten und zu unterstützen. Schließlich hat jede Region spezifische Stärken, steht aber auch vor Herausforderungen: notwendige Anpassungen an den demografischen Wandel, die Grundversorgung ländlicher Orte oder die Erfordernisse der zunehmenden Digitalisierung.

Die Förderung bürgerschaftlich geprägter Regionalentwicklungsprozesse in den ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens hat mittlerweile seit rund 25 Jahren gute Tradition. Ihre Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Dörfer und Regionen nimmt dabei stetig zu. Allein in der aktuellen EU-Förderperiode werden im Rahmen von LEADER und VITAL.NRW mehr als 90 Mio. Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER) investiert.


Erlinghausen im Sauerland. Foto: Dr. Sabine Gerlach

NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020 (ELER)

Die Förderung des "Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums" wird in den Mitgliedsstaaten der EU über eigene Programme umgesetzt. In Nordrhein-Westfalen ist das "NRW-Programm Ländlicher Raum" das Kernstück der Förderpolitik für die ländlichen Räume und die Land- und Forstwirtschaft. Ziel des Landes ist der Erhalt und die Entwicklung lebenswerter ländlicher Räume und die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft.

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Geoinformationssystem GISILE

Das webbasierte Geoinformationssystem GISILE ist ein Beitrag zur Information und Kommunikation zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Behörden im Rahmen eines E-Governments. GISILE gibt Auskünfte zu den Aktivitäten der Dezernate 33 (ländliche Entwicklung, Bodenordnung) der Bezirksregierungen im ländlichen Raum.

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