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Förderung des ökologischen Landbaus

Hühner in Freilandhaltung - im ökologischen Landbau Praxis. Foto: Peter Hensch / MKULNV

Erhalt und besonders schonender Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen - wie beispielsweise Boden, Wasser und Artenvielfalt - gehören zum Grundverständnis des ökologischen Landbaus. Er ist ein Modell einer besonders umweltverträglichen und tiergerechten Form der Landbewirtschaftung, deren Produkte von immer mehr Menschen nachgefragt werden. Die Landesregierung fördert den Ökolandbau daher auf vielfältige Weise.


Öko-Modellregionen NRW

Logo: MULNV NRW

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Gemeinsam für den Ökolandbau in der Region! Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen startete am 08.04.2021 den ersten Aufruf zur Einreichung für innovative Konzepte im Rahmen der Einführung und Förderung von bis zu drei Öko-Modellregionen in NRW. In den Öko-Modellregionen NRW soll die Zusammenarbeit von Betrieben der Erzeugung, Verarbeitung, der Gemeinschaftsverpflegung und des Handels sowie der öffentlichen Verwaltung, Initiativen und Verbraucherschaft gefördert werden.

Vorrangiges Ziel von Öko-Modellregionen ist es, über die bessere Erschließung von regionalen Absatzpotentialen das Umstellungsinteresse und damit den Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche zu steigern. Mit der Förderung von Öko-Modellregionen erweitert das Land seine Unterstützung für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus und trägt damit dem Ziel in der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie und dem Bundesziel von 20 % Öko-Fläche bis 2030 Rechnung.

Das Land wird dazu die Kosten für ein Öko-Regionalmanagement mit einem Anteil von bis zu 80 Prozent über eine Laufzeit von zunächst bis zu drei Jahren in drei ausgewählten Regionen mit maximal 80.000 Euro pro Region und Jahr bezuschussen. Das Öko-Regionalmanagement organisiert die Zusammenarbeit, bringt Erzeugung, Lebensmittelhandwerk, Handel, Gastronomie und Verbraucher zusammen, initiiert und begleitet den Aufbau von regionalen Wertschöpfungsketten, ist Förderlotse und baut eine Erzeuger-Verbraucher-Kommunikation auf.

Bis zum 14.06.2021 konnten sich Kreise in Nordrhein-Westfalen und rechtsfähige Zusammenschlüsse der Kreise mit kreisfreien Städten oder mit weiteren kommunalen Partnern (sofern diese einen Kreis zum Lead Partner ernannt haben) beim Ministerium mit ihren innovativen Konzepten bewerben. Eine unabhängige Jury bewertete die eingegangenen Konzepte auf Basis eines Kriterienkatalogs.

Die Auswahl ist erfolgt

Insgesamt acht Regionen haben sich im Rahmen des Wettbewerbsaufrufs 2021 beworben, drei Konzepte und Regionen haben sich im Wettbewerbsverfahren durchgesetzt.

"Bergisches RheinLand" (Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis und Teile des Rhein-Sieg-Kreises), "Kulturland Kreis Höxter" (Kreis Höxter) und "Niederrhein" (Kreis Wesel und Kreis Kleve) heißen die zukünftigen Öko-Modellregionen in Nordrhein-Westfalen. Die ausgewählten Regionen können jetzt formal Anträge zur Förderung des Öko-Regionalmanagements einreichen.


Weitere Informationen:

Ihre Ansprechpartnerinnen im MULNV:

Monika Berg
Referatsleitung
Referat II 4 Ökologischer Landbau, Agrarumweltförderung
Schwannstr. 3
40476 Düsseldorf
Telefon: 0211/4566-762
E-Mail: oekomodellregionen@mulnv.nrw.de

Elsbeth Oertzen
Referat II 4 Ökologischer Landbau, Agrarumweltförderung
Schwannstr. 3
40476 Düsseldorf
Telefon: 0211/4566-265
E-Mail: oekomodellregionen@mulnv.nrw.de

Förderung nach europäischem Recht

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert im Rahmen des "NRW-Programms Ländlicher Raum" die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf den ökologischen Landbau und die Beibehaltung dieser besonders umweltverträglichen, tiergerechten und verbrauchernahen Bewirtschaftungsweise. Grundlage hierfür ist die sogenannte ELER-Verordnung der Europäischen Union (EU). Die Maßnahme wird durch die EU und den Bund über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) mitfinanziert. In 2020 erhielten in NRW rund 1.800 Ökobetriebe für die ökologische Bewirtschaftung von fast 69.000 Hektar eine Auszahlung.

Für die Förderperiode von 2014 bis 2020 sind zur Förderung ökologischer Produktionsverfahren in der Landwirtschaft 133 Millionen Euro eingeplant. Über die direkte Förderung ökologischer Produktionsverfahren in der Landwirtschaft hinaus, unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen den Ökolandbau auch bei der Ausbildung, der Beratung, der Forschung und der Vermarktung. Die seit vielen Jahren mit Hilfe des Landes durchgeführten "Aktionstage Ökolandbau NRW" ermöglichen konkrete Einblicke in die besondere Art der Produktion und informieren über die Vorteile von ökologisch erzeugten Bio-Lebensmitteln.

Weitere Informationen:

Förderanträge an die Landwirtschaftskammer NRW

Gefördert werden Landwirtinnen und Landwirte mit Betriebssitz in Nordrhein-Westfalen. Bewilligungsbehörde ist der Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Landesbeauftragter. Zu den Verpflichtungen gehören insbesondere die Einhaltung der Vorschriften der EU-Verordnung über den ökologischen Landbau im Gesamtbetrieb und der Abschluss eines Kontrollvertrages mit einer anerkannten Kontrollstelle. Für die Förderung von Dauergrünland ist in Nordrhein-Westfalen außerdem ein Mindestviehbesatz von 0,3 raufutterfressenden Großvieheinheiten je Hektar Dauergrünland erforderlich. Neuantragsteller ab 2015 dürfen zudem kein Dauergrünland in Ackerflächen umwandeln oder sogenannte Pflegeumbrüche vornehmen.

Die in der Tabelle  aufgeführten Prämien gelten für Neuanträge ab 2015.

Ökologischer Landbau (Prämien in Euro je ha und Jahr) 

 

Einführung
1. - 2. Jahr

Einführung
3. - 5. Jahr

Beibehaltung
6. - 10. Jahr

Acker

520

260

260

Dauergrünland

330

220

220

Gemüse/ Zierpflanzen

1.440

400

400

Dauerkulturen/Baumschulflächen

2.160

940

940

Unterglasanbau

6.000

5.000

3.800

Kontrollkostenzuschuss

          50 Euro je Hektar, max. 600 Euro je Betrieb