wir. bewegen. nrw Umwelt. Naturschutz. Verkehr - Zur Startseite

Mehr Schutz vor Klimafolgen: Nordrhein-Westfalen stärkt Unternehmen und Wasserversorgung

Mehr Schutz vor Klimafolgen: Nordrhein-Westfalen stärkt Unternehmen und Wasserversorgung

Förderangebot von Land und EU für Betriebe und öffentliche Infrastrukturen gegen Starkregen, Hitze und Trockenheit

16.01.2026

Starkregen, Hitzewellen und längere Trockenphasen nehmen in Nordrhein-Westfalen spürbar zu. Sie beeinträchtigen Produktionsabläufe, gefährden Beschäftigte und stellen die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser vor neue Herausforderungen. Das Land Nordrhein-Westfalen erweitert deshalb im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW das Förderangebot Klimaanpassung.Unternehmen.NRW., mit dem Unternehmen und kommunale Versorger gezielt in Maßnahmen investieren können, um ihre Standorte und Infrastrukturen besser gegen die Folgen des Klimawandels zu schützen. Dazu gehören unter anderem auch Maßnahmen, die einen Anschluss von Gebäuden im Außenbereich an das Netz der öffentlichen Wasserversorgung ermöglichen, wenn die vorhandenen Brunnen zur Eigenversorgung trockenfallen.

Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie an kommunale Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Nordrhein-Westfalen. Gefördert mit Mitteln des Landes und der Europäischen Union werden investive Maßnahmen, die Gebäude, Betriebsflächen und technische Anlagen widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Starkregen, Trockenheit und Überflutungen machen. 

„Klimaanpassung entscheidet darüber, ob in Zukunft Arbeitsplätze erhalten, Gebäude weiter genutzt und unsere Wasserversorgung gesichert werden können“, sagt Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wenn Hallen volllaufen, Höfe überhitzen oder Spitzenlasten in Trockenperioden die Wasserversorgung überfordern, betrifft das ganz konkret den Alltag vieler Menschen. Deshalb unterstützen wir Unternehmen und Kommunen dabei, jetzt vorzusorgen – pragmatisch, wirksam und dauerhaft.“

Das Förderangebot ist in zwei Bereiche gegliedert: 

Für Vorhaben mit Gesamtausgaben ab 200.000 Euro werden sowohl investive Klimaanpassungsmaßnahmen in Unternehmen als auch Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz der öffentlichen Wasserversorgung unterstützt. Dazu zählen unter anderem der Bau neuer Brunnen, Speicheranlagen oder zusätzlicher Leitungen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung. 

Für kleinere Vorhaben unterhalb dieser Schwelle richtet sich das Programm insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Betriebsflächen an die Folgen des Klimawandels anpassen wollen.

Hier stehen naturbasierte und nachhaltige Lösungen im Mittelpunkt. Dazu gehören unter anderem Begrünungen von Dächern, Fassaden und Freiflächen, die Entsiegelung befestigter Flächen, Maßnahmen zur Verschattung und Verdunstungskühlung sowie Konzepte zum Rückhalten, Versickern oder schadfreien Ableiten von Niederschlagswasser. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Maßnahmen einen nachvollziehbaren Beitrag zur Erhöhung der Klimaresilienz leisten und grundsätzlich auf andere Standorte übertragbar sind. 

Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs geprüft und bewilligt, solange Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.

Die Einreichungsfrist endet am 31. Dezember 2026.

Hintergrund:

Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen stehen im EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Euro des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Funds (JTF) zur Verfügung. Hinzu kommen eine Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteile der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Nachhaltigkeit, Mittelstandsförderung, Lebensqualität, Mobilität, Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen sowie strategische Technologien und Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen unter www.efre.nrw.