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Jagd

Jäger mit Hund. Foto: auremar / Panthermedia

Nordrhein-Westfalen ist der Fläche nach das viertgrößte Bundesland, zugleich aber das bevölkerungsreichste. Bei einer derart hohen Bevölkerungsdichte sind Nutzungskonflikte bei der Jagdausübung nicht immer vermeidbar.


Die Jagd in Nordrhein-Westfalen

Die Erhaltung der Artenvielfalt und der Schutz von Lebensräumen sind Ziele, die mit einer nachhaltigen Jagd vereinbart sein müssen. Die Ausübung der Jagd ist dort gerechtfertigt, wo sie notwendig ist (zum Beispiel zur Regulierung überhöhter Schalenwildbestände), und nur dann sinnvoll, wenn sie ohne Schaden für Tierschutz, Natur und Kultur betrieben wird.

Die Gesamtjagdfläche (bejagbare Fläche) des Landes Nordrhein-Westfalen beträgt rund 80 % der Landesfläche. Das sind rund 2.714.000 Hektar, die sich auf insgesamt rund 8.430 Jagdreviere verteilen. Die Jagd darf nur in Revieren mit einer Mindestgröße von 75 Hektar als Eigenjagdbezirk (EJB) oder 150 Hektar in gemeinschaftlichen Jagdbezirken (GJB) ausgeübt werden. Es gibt in Nordrhein-Westfalen rund 4.000 Eigenjagdreviere mit einer durchschnittlichen Größe von rund 216 Hektar. Die Jagdgenossenschaften haben rund 4.460 Reviere mit einer Durchschnittsgröße von rund 418 Hektar verpachtet.

Fast alle nicht besiedelten Flächen werden bejagt. Das sind im Wesentlichen die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die Waldflächen und Gewässer. In Naturschutzgebieten kann die Jagdausübung abhängig vom Schutzzweck gemacht werden. In Nationalpark findet eine Wildtierregulierung nur ausnahmsweise statt. Nach geltendem Recht darf die Jagd nur in Jagdbezirken ausgeübt werden. In befriedeten Bezirken (zum Beispiel Hofräume, Hausgärten, Friedhöfe, Bundesautobahnen, Kleingartenanlagen, Dauerkleingärten) ruht die Jagd.


Jagdverwaltung in NRW

Die Jagdverwaltung ist in Nordrhein-Westfalen zweistufig aufgebaut. Oberste Jagdbehörde ist das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Sie nimmt Aufgaben von landesweiter grundsätzlicher Bedeutung wahr, ist zuständig für das Jagdrecht und hat die Fachaufsicht über die unteren Jagdbehörden.

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Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest ist eine für Menschen ungefährliche, für Wildschweine und Hausschweine aber hochansteckende und zumeist tödlich verlaufende Virusinfektion. Ursprünglich in Osteuropa verbreitet, wurde sie im September 2018 erstmals in Belgien festgestellt. Nordrhein-Westfalen hat vorbeugende Maßnahmen ergriffen und sich auf einen Ausbruch der Tierseuche vorbereitet.

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Beizvogel. Foto: asturianu / Panthermedia

Falknerprüfung

Wer die Beizjagd ausüben möchte, benötigt einen Falknerjagdschein. Für die erste Erteilung des Falknerjagdscheins müssen die Bewerberinnen und Bewerber zusätzlich zur Jägerprüfung (ohne das Fach Waffenkunde und Schießen) die Falknerprüfung bestanden haben. Die Prüfung findet einmal jährlich beim Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Essen statt.

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Paragraph.

Jagdrecht

Die Jagd ist im Wesentlichen im Bundesjagdgesetz (BJagdG) und in den Jagdgeset-zen der Länder geregelt. Das Jagdrecht ist die ausschließliche Befugnis, auf einem bestimmten Gebiet wild lebende Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen (Wild), zu hegen, auf sie die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen. Aber nicht alle wildlebenden Tiere unterliegen dem Jagdrecht. Mit dem Jagdrecht ist ausdrücklich die Pflicht zur Hege der Tiere verbunden.

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Schwarzwild. Foto: jahmaica / Panthermedia

Jägerprüfung

Die Jägerprüfung ist erforderlich für die erste Erteilung des Jagdscheines. Sie wird von den unteren Jagdbehörden bei den Kreisen und kreisfreien Städten durchgeführt und besteht aus einem schriftlichen Teil, einer Schießprüfung und einem mündlich-praktischen Teil. Die schriftliche Prüfung findet in ganz Nordrhein-Westfalen am gleichen Tag und zur gleichen Zeit statt.

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Rotwild.

Jagdstrecken-Statistik

Die Jagdstrecken-Statistik erfasst alle im jeweiligen Jagdjahr vom 1. April zum 31. März erlegten Wildtiere. Die Statistik umfasst auch die Verluste durch Verkehrsunfälle und anderes Fallwild.

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Rehbock. Foto: Viktor Cap / Panthermedia

Jagdabgabe und Förderung des Jagdwesens

Für die Ausübung der Jagd und Falknerei wird in Nordrhein-Westfalen eine besondere Abgabe erhoben. Als Sonderabgabe sind die Mittel aus der Jagdabgabe gruppennützig zu verwenden. Das bedeutet, dass die Einnahmen aus der Jagdabgabe zweckgebunden nur für bestimmte Maßnahmen der Jagd und Falknerei verwendet werden. Anträge für Förderungen aus der Jagdabgabe nimmt das zuständige Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Verbraucherschutz entgegen.

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Feldhase (Lepus europaeus). Foto: Digoarpi / Panthermedia

Jagdzeiten; Schonzeiten und Schonzeitaufhebungen NRW

Die Bundesjagdzeiten-Verordnung legt fest, auf welche Wildarten in welchen Zeiträumen die Jagd ausgeübt werden darf. Die Länder können die Jagdzeiten abändern oder auch die Schonzeiten aus besonderen Gründen aufheben. In der Schonzeit darf Wild grundsätzlich nicht gejagt werden.

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Peter Wey / panthermedia.net

Fangjagd

Gemäß Landesjagdgesetz NRW müssen Jägerinnen und Jäger in Nordrhein-Westfalen einen vom zuständigen NRW-Umweltministerium anerkannten Fangjagdlehrgang besuchen, bevor sie die Jagd mit Fallen ausüben. Dies gilt nicht für Revierjäger und bestätigte Jagdaufseher. Auch Jägerinnen und Jäger, die bereits in der Vergangenheit am Lehrgang des Landesjagdverbands erfolgreich teilgenommen haben, gelten als qualifiziert.

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