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Wölfe in Nordrhein-Westfalen

Wolf (Canis lupus). Foto: Jan Preller/Landesbetrieb Wald und Holz NRW

In Europa kehrt der Wolf in alte Lebensräume zurück, in denen er seit fast 200 Jahren ausgestorben war. Aufgrund genetischer Nachweise geht das Landesumweltamt (LANUV) davon aus, dass im Verlauf des Jahres 2018 im Bereich Schermbeck (Kreis Wesel) ein weibliches Tier standorttreu geworden ist. Mit Wirkung zum 01.10.2018 hat das Umweltministerium erstmals ein "Wolfsgebiet" in dem betreffenden Landschaftsraum in NRW ausgewiesen.


NRW ist auf den Wolf vorbereitet

Wölfe sind sehr scheu und meiden üblicherweise die Nähe des Menschen. Daher ist nicht jede Sichtung eines Wolfes gleich ein Grund zur Beunruhigung. Doch sind die mit der Rückkehr des Wolfes verbundenen Ängste und Sorgen verständlich und werden vom Land NRW ernst genommen. Grundsätzlich gilt, dass die Sicherheit der Bevölkerung immer an erster Stelle steht. Auch sind die Schutz-Interessen der Weidetierhaltung unbedingt zu berücksichtigen.

Der Wolf ist eine international geschützte Tierart und genießt daher in Deutschland wie auch in den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union den höchst möglichen Schutzstatus. In Deutschland gehört der Wolf – nach Bundesnaturschutzgesetz – zu den streng geschützten Arten. So ist es streng verboten, ihn zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten. Die Jagd auf Wölfe ist verboten.

Um das Zusammentreffen von Mensch, Weidetierhaltung und Wolf hierzulande vorzubereiten, hat die Landesregierung umfangreiche Vorkehrungen getroffen, die sich abzeichnende Konflikte möglichst frühzeitig zu erkennen und zu moderieren. So hat das Land NRW inzwischen einen "Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe" herausgegeben – den sogenannten „Wolfsmanagementplan“ –, ein Netz von Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern aufgebaut und die "Förderrichtlinien Wolf" in Kraft gesetzt, die die Grundlage für einen finanziellen Ausgleich der durch den Wolf bedingten wirtschaftlichen Belastungen für Tierhalter darstellt. Auch die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen ist vorgesehen. Darüber hinaus ist eine zentrale Stelle beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW geschaffen worden, bei der Bürgerinnen und Bürger umfangreiche Informationen zum Thema „Wölfe in NRW“ erhalte


Wolf. Foto: Jan Preller/Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Das Wolfsportal beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Da die Rückkehr des Wolfes nach Nordrhein-Westfalen eine besondere Herausforderung ist, wurde beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) ein zentrales Web-Portal zum Thema „Wölfe in NRW“ eingerichtet. Dieses Wolfsportal des LANUV richtet sich nicht nur an Experten, sondern an eine breite interessierte Öffentlichkeit. Das Portal präsentiert die aktuellsten Meldungen zum Wolf in NRW und informiert über die neuesten Maßnahmen, die ergriffen worden sind, um das Zusammentreffen von Mensch und Wolf vorzubereiten. Es enthält Grundlagentexte zur Biologie und zum Verhalten des Wolfes und informiert über Unterstützungsangebote, die die Landesregierung bereitstellt. Das Portal ist eine technische Plattform, auf der die wichtigsten und aktuellsten Daten transparent gemacht werden: gemeldete Nutztier-Risse, belegte Fälle und Falschmeldungen, bestätigte Wolfsnachweise in einer geodaten-basierten Karte, die interaktiv abgerufen und nach bestimmten Kriterien gefiltert werden kann. Auch können Sie hier Sichtungen eines Wolfes melden und erfahren die Kontaktdaten der zuständigen regionalen Luchs- und Wolfsberater. Außerdem erhalten Tierhalterinnen und Tierhalter Kontaktdaten der Stellen, die im Auftrag des Landes Herdenschutzsets verleihen.


Weitere Informationen:

  • www.wolf.nrw – „Wolfsportal“ beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Mit Grundlagentexten, Informationen zu Unterstützungsangeboten, Kontaktdaten der zuständigen Luchs- und Wolfsberater und einer Übersicht der Wolfsnachweise in einer geodaten-basierten Karte.