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LIFE – das EU-Förderprogramm für den Naturschutz

Logo des EU-Förderprogramms LIFE

LIFE ist ein EU-Förderprogramm, das Umwelt- und Naturschutzvorhaben finanziell unterstützt. Das LIFE-Programm soll einen Beitrag zur Umsetzung, Aktualisierung und Weiterentwicklung der Umweltpolitik und der Umweltvorschriften sowie zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Europäischen Gemeinschaft leisten.


Schwerpunkte der Programme

Parallel zur Veröffentlichung Naturschutz-Richtlinie "Fauna-Flora-Habitat" der Europäischen Union (FFH-Richtlinie) wurde 1992 das Förderinstrument LIFE entwickelt. Neben dem Schutz der Arten und Lebensräume der FFH- und der EU-Vogelschutzrichtlinie diente das Programm auch schon damals unter anderem der Entwicklung von Umwelttechnologien. In den ersten vier EU-Förderperioden lief das Programm unter den Namen LIFE I, LIFE II, LIFE III und LIFE+. In der aktuellen EU-Förderperiode (2014-2020) heißt das Instrument LIFE. Neu ist das Teilprogramm "Klimapolitik".

Das Gesamtbudget beträgt für den Zeitraum 2014 bis 2020 insgesamt 3,456 Milliarden Euro. 81 Prozent des Budgets werden für die Förderung von Projekten in den Mitgliedstaaten zur Verfügung stehen, mindestens 1,2 Milliarden Euro sollen für den Schwerpunktbereich "Natur und Biodiversität"  zur Verfügung stehen.

LIFE besteht aus den beiden Programmteilen "Umwelt" und "Klimapolitik", welche jeweils in drei Schwerpunkte aufgeteilt sind:

Teilprogramm Umwelt

  1. Umwelt und Ressourceneffizienz
  2. Natur und Biodiversität
  3. Verwaltungspraxis und Information im Umweltbereich

Teilprogramm Klimapolitik

  1. Klimaschutz
  2. Anpassung an den Klimawandel
  3. Verwaltungspraxis und Information im Klimabereich

Das Antragsverfahren für LIFE

Der nächste Aufruf für LIFE-Projekte erfolgt im Frühjahr 2019. Details zu dem Aufruf, wie Einreichfristen, Antragsunterlagen und Leitfäden, werden dann auf der LIFE-Homepage der Europäischen Kommission veröffentlicht. Teilnahmeberechtigt sind öffentliche oder private Stellen, Akteure und Einrichtungen wie z. B. nationale, regionale und lokale Behörden, im EU-Recht vorgesehene spezialisierte Stellen, internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Die Antragstellung erfolgt bei "traditionellen Projekten" über ein Onlineverfahren (eProposal). Bei diesem Verfahren muss der Antragsteller sich über die EU-Homepage anmelden. Danach können Anträge in einer vorgegebenen Maske bearbeitet werden. Gespeichert werden die Anträge auf Servern der EU. Die Antragsteller können PDF-Ausdrucke speichern.

Die Anträge können bis zur Abgabefrist bearbeitet werden. Eine Verlängerung der Abgabefristen ist nicht möglich! Im Rahmen des eProposal ist der Antrag fristgerecht abzusenden. Ab dem Jahr 2018 gibt es für das Teilprogramm Umwelt ein zweistufiges Antragsverfahren.

Logo Natura 2000

Natura 2000 ist ein Netzwerk europäischer Schutzgebiete.

LIFE Natur in Nordrhein-Westfalen

Auf der Grundlage des EU-Förderinstrumentes "Life-Natur" sind in Nordrhein-Westfalen bis 2006 (LIFE I, LIFE II & LIFE III) insgesamt 10 Naturschutzgroßprojekte zur Entwicklung des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes NATURA 2000 mit einem Gesamtbudget von rund 26 Mio. Euro finanziert worden.

Im Zeitraum 2007-2013 belief sich das Gesamtbudget für das Nachfolgeinstrument LIFE+ auf 2,143 Milliarden Euro. Von dieser Summe wurden mindestens 78 Prozent für die Kofinanzierung von Projekten verwendet, wovon wiederum mindestens 50 Prozent dem Programmbereich "Natur und biologische Vielfalt" vorbehalten waren.

Im Rahmen von LIFE+ wurden im Zeitraum 2007 bis 2013 insgesamt 19 Projekte aus Nordrhein-Westfalen mit einem Gesamtbudget von rund 60 Mio. Euro ausgewählt.

In der Förderperiode 2014-2020 wurden bisher fünf "traditionelle" LIFE-Naturschutzprojekte aus Nordrhein-Westfalen mit einem Budget von rund 13 Mio. Euro von der EU bewilligt. Zudem wird ein weiteres Projekt grenzüberschreitend in den Niederlanden, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen umgesetzt.

Integriertes Projekt "Atlantische Sandlandschaften" in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen

Seit Anfang 2015 erarbeiteten Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ein länderübergreifendes integriertes LIFE-Projekt. Nach Billigung der EU konnte Anfang Oktober 2016 mit der Projektumsetzung begonnen werden. Ziel des Projektes ist die Optimierung und Entwicklung von Lebensräumen und Arten der atlantischen Sandlandschaften in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen koordiniert die Bezirksregierung Münster die Projektumsetzung. Bei der Durchführung wird auf eine gute Kommunikation und Abstimmung mit den Betroffenen Wert gelegt.


Weitere Informationen:

Ansprechpersonen im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen:

Frau Ingrid Rudolph, Referat III-1
Tel.: 0211.45.66.547, Fax: 0211.45.66.947, E-Mail: ingrid.rudolph@mulnv.nrw.de

Herr Georg Keggenhoff, Referat III-1
Tel.: 0211.45.66.714, Fax: 0211.45.66.947, E-Mail: georg.keggenhoff@mulnv.nrw.de

LIFE-Natur-Projekte in Nordrhein-Westfalen

(Hinweise für die Anwendung: Bitte klicken Sie auf den runden Klickbutton des Gebiets, zu dem Sie weitere Informationen wünschen. Es ist nicht möglich, Buttons anzuklicken, die von anderen "überlagert" werden. Bitte zoomen Sie dazu über das Plus-Zeichen links oben weiter in die Karte hinein, bis der gewünschte Punkt frei liegt. Per Klick auf den Button erhalten Sie Informationen in einem Pop-up-Fenster und finden dort auch einen weiterführenden Link zu einem Datenblatt. Die hier angebotenen Informationen entsprechenden dem Angebot in der unten stehenden Liste.)

Projektübersicht

1. Rieselfelder Münster

Ziele: Etablierung eines großflächigen Feuchtgebietes für Schilf- und flachwasserabhängige Vogelarten, Naturerleben

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

2. Moore und Heiden des westlichen Münsterlandes

Ziele: Optimierung und Erhaltung von Moor- und Heidelebensräumen

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

3. Ahsewiesen

Ziele: Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung eines großflächigen Grünlandkomplexes mit Gewässerlebensräumen

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

4. Emsaue und Ems bei Einen

Ziele: Vernetzung der Ems mit den auentypischen Lebensräumen und Nebengewässern, naturnahe und eigendynamische Gewässer- und Auenentwicklung, Gewährleistung des Hochwasserschutzes, Naturerleben

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

5. Düsterdieker Niederung/Recker Moor

Ziele: Lebensraumoptimierung gefährdeter Vogelarten, Revitalisierung von Nieder- und Hochmooren

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

6. Regeneration des Großen Torfmoores

Ziele: Optimierung des Hochmoores

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

7. Medebacher Bucht – Baustein für Natura 2000

Ziele: Grünland- und Heiderenaturierung, Gewässerrenaturierung, Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

8. Lippeaue I + II

Ziele: Dynamische Entwicklung der Lippeaue als Lebensraum bedrohter Arten, Hochwasserschutz, Naturerleben

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

9. Lebendige Bäche in der Eifel

Ziele: Revitalisierung nährstoffarmer Mittelgebirgsbäche, auch als Lebensraum der Flussperlmuschel

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

10. Uferschnepfenlebensraum Hetter

Ziele: Verbesserung des Lebensraums der Uferschnepfe und anderer Wiesenwatvögel

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen);

11. Bachtäler im Arnsberger Wald

Ziele: Vernetztes Nebeneinander naturnaher Fließgewässer und lichter Auenwälder, naturnahe Moore

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

12. Möhneaue

Ziele: Naturnahe Gewässer- und Auenentwicklung

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

13. Rhein-Nebenrinne Bislich-Vahnum

Ziele: Optimierung des Rheins und seiner Aue durch eine gute ökologische und hydrologische Verbindung, Schaffung naturnaher Überflutungs- und Grundwasserverhältnisse

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

14. Maifisch I + II:

Ziele: Wiederansiedlung bzw. Etablierung des Maifischs im Rheinsystem, Schutz der Population im Girondegebiet

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

15. Bergwiesen bei Winterberg

Ziele: Wiederherstellung und Erhaltung von Bergwiesen, Borstgrasrasen und Bergheiden

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

16. Vielfalt auf Kalk

Ziele: Förderung von Kalk-Halbtrockenrasen, Wacholderheiden und Kalk-Buchenwäldern, Artenhilfsmaßnahmen für Reptilien, Tagfalter und stark bedrohte Pflanzenarten

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

17. Allianz für Borstgrasrasen

Ziele: Förderung selten gewordener Offenland-Lebensräume

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

18. Wald – Wasser – Wildnis

Ziele: Entwicklung großer zusammenhängender, störungsfreier und natürlicher Wald- und Wasserlebensräume

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

19. Rur und Kall – Lebensräume im Fluss

Ziele: Renaturierung durchgängiger Bachläufe, Förderung naturnaher Auenlebensräume und Feuchtgrünlandes

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

20. Bodensaure Eichenwälder mit Mooren und Heiden

Ziele: Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von bodensauren Eichenwäldern, Heidemooren, Heiden und Sandmagerrasen

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

21. Schutz der Knoblauchkröte

Ziele: Erhaltung der Knoblauchkröte im Münsterland

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

22. Fluss- und Auenoptimierung Emmericher Ward

Ziele: Enge Verzahnung von Fluss und Aue mit Weich- und Hartholz-Auenwald

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

23. Grünland für Wiesenvögel – Unterer Niederrhein

Ziele: Verbesserung der Lebensraumbedingungen gefährdeter Wiesenvögel

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

24. Eggemoore

Ziele: Wiederherstellung eines günstigen Wasserhaushalts für die Moorflächen

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

25. Orsoyer Rheinbogen

Ziele: Erhalt und Förderung von Wiesenvögeln, Strukturvielfalt und Flachlandmähwiesen

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

26. Villewälder – Wald- und Wasserwelten

Ziele: Optimierung von Waldlebensräumen zur Erhaltung und Förderung waldbewohnender Specht- und Fledermausarten, Entwicklung/Wiederherstellung von artenreichem Grünland

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

27. Patches & Corridors – Habitatnetzwerk für den Blauschillernden Feuerfalter

Ziele: Vernetzung bestehender und potenzieller Habitate des Blauschillernden Feuerfalters durch Entwicklung, Erweiterung und Optimierung natürlicher Wald- und Offenlandlebensräume der Auen, wie auetypische Laubwälder, Moorwälder, artenreiche Mähwiesen und feuchte Hochstaudenfluren.

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

28. Amphibienverbund

Ziele: Verbesserung der Lebensraumqualität, Verringerung von Beeinträchtigungen und Steigerung der Populationsgröße aktueller Vorkommen der drei Zielarten

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

29. Atlantische Sandlandschaften

Ziele:

  1. Entwicklung eines methodisch-konzeptionellen Ansatzes für das Erreichen von Ziel 1 der EUBiodiversitätsstrategie und Umsetzung des nationalen Prioritären Aktionsrahmens in allen Bundesländern der atlantischen Region und Erarbeitung einer „Road Map“ für die Verbesserung aller Lebensraumtypen und Arten der Atlantischen Region (exklusive marine Lebensraumtypen und Arten)
  2. Umsetzung konkreter Maßnahmen für 15 Lebensraumtypen und 10 Arten, um eine Verbesserung von Erhaltungszuständen oder Trends zu erreichen

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

30. BOVAR – Management der Gelbbauchunke und anderer Amphibienarten dynamischer Lebensräume

Ziele: Wiederherstellung günstiger Lebensraumbedingungen für die Zielarten Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte, Kreuzkröte und Kammmolch, Ausgleich des Verlustes von geeigneten Laichgewässern und Landlebensräumen in den Projektgebieten

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

31. Wiederherstellung des Feuchtgebietscharakters der Emmericher Ward

Ziele: Wiederherstellung des Feuchtgebietcharakters mit vielfältigen Auengewässern, Über-schwemmungsflächen mit auetypischen Vegetations- und Lebensraumtypen

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

32. Lebendige Röhrichte

Ziele: Optimierung und Entwicklung von Röhricht- und Schwimmblattlebensräumen und den daran gebunden Arten

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)

33. Kalktuffquellen Hochstift

Ziele: Erhalt und Entwicklung von Kalktuffquellen und Waldlebensräumen sowie Schutz und Verbesserung der Lebensbedingungen von damit vergesellschafteter Flora und Fauna, Erwerb von Kompetenz und Erfahrung im Umgang mit dem Eschentriebsterben

Weitere Informationen im Datenblatt (PDF öffnen)