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Forstliche Betreuung

Wald

Waldbesitzende ohne forstliche Fachkenntnisse sind auf eine sachkundige Betreuung angewiesen. Diese bietet der Landesbetrieb Wald und Holz NRW als kostenpflichtige Dienstleistung an. Für forstliche Zusammenschlüsse übernimmt er in der Regel zurzeit noch die forstliche Betreuung und die Holzvermarktung. Zahlreiche kleinere Kommunen, die Mitglieder in forstlichen Zusammenschlüssen sind, werden so ebenfalls vom Landesbetrieb forstlich betreut.


Serviceleistungen des Landes für den Privatwald

NRW ist aufgrund historischer Entwicklungen mit insgesamt fast 585.000 Hektar (beziehungsweise rund 63 %) das Land mit dem höchsten Privatwaldanteil in Deutschland. Der private Waldbesitz weist allerdings nur sehr kleine Durchschnittsgrößen auf. Nach einer aktuellen Erhebung besitzen rund 148.000 Eigentümerinnen und Eigentümer Waldflächen mit weniger als 30 Hektar, lediglich rund 2.500 verfügen über größere Flächen.

Infolge dieser kleinflächigen Besitzstrukturen sind viele Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ohne forstliche Fachausbildung auf eine sachkundige Betreuung angewiesen. Eine wirkungsvolle Maßnahme zur Überwindung der Strukturschwäche ist für viele Waldbesitzende die Mitgliedschaft in einem der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse. Mit der gemeinsamen Durchführung von Maßnahmen zur Bewirtschaftung der Grundstücke sowie einer bessere Abstimmung und Zusammenarbeit bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen kann so den Nachteilen gegenüber der einzelbetrieblichen Bewirtschaftung der kleinen Waldflächen wirkungsvoll begegnet werden. Für die Mitglieder wie auch für andere private Waldbesitzer bietet der Landesbetrieb Wald und Holz NRW Dienstleistungen an. So übernimmt er zurzeit noch für die forstlichen Zusammenschlüsse entgeltlich die Holzvermarktung zu Vollkosten und die forstliche Betreuung von Zusammenschlüssen zu subventionierten Entgelten (s. auch Abschnitt "Förderung der Forstwirtschaft").

Das Land NRW kommt damit dem gesetzlichen Auftrag nach, der sich aus den §§ 1 und 13 des Landesforstgesetzes (LFoG) ergibt, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse in besonderem Maße und vorrangig zu fördern. In rund 450 durch den Landesbetrieb betreuten forstlichen Zusammenschlüssen mit insgesamt rund 350.000 Hektar Waldfläche sind derzeit mehr als 63.000 Waldbesitzer als Mitglied oder Anteilseigner organisiert.

Die gemeinsame Holzvermarktung wird zukünftig jedoch aus kartellrechtlichen Gründen nicht mehr angeboten. Sie kann dann durch private Organisationen oder von mehreren Forstbetriebsgemeinschaften ohne unmittelbare Hilfe des Staates wahrgenommen werden. So haben zwischenzeitlich forstliche Zusammenschlüsse auch eigene Vermarktungsorganisationen gegründet.

Körperschaftswald

Zum Körperschaftswald in NRW zählen derzeit 481 Kommunen, Regional- und Landesverbände, aber auch verschiedene Zweckverbände mit fast 196.000 Hektar Wald – rund 21 % der Waldflächen in NRW. Er unterliegt mit nur kleinen Abweichungen den Bewirtschaftungsgrundsätzen des Staatswaldes, wozu beispielsweise auch die Sicherung der Wohlfahrtswirkungen und der Erholungsfunktion zählen. Über 90 Kommunen mit rund 140.000 Hektar Waldfläche beschäftigen eigenes Personal, über 380 kleinere Kommunen mit lediglich 36.000 Hektar Wald sind Mitglieder in forstlichen Zusammenschlüssen und werden über deren Verträge durch den Landesbetrieb Wald und Holz direkt betreut. Darüber hinaus übernimmt der Landesbetrieb in einigen Kommunen lediglich die Betriebsleitung, die Beförsterung d. h. die Durchführung aller betrieblich erforderlichen Maßnahmen und Arbeiten erfolgt durch gemeindeeigenes Personal. 

Weitere Informationen:


Karteireiter mit der Aufschrift 'Verwaltung'

Forstverwaltung

Die Forstverwaltung ist in NRW zweistufig aufgebaut. Oberste Forstbehörde ist das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Untere Forstbehörde ist der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Die Landesforstverwaltung ist als Einheitsforstverwaltung organisiert: Die Forstämter nehmen hoheitliche Funktionen wahr, bewirtschaften aber auch den landeseigenen Staatswald und betreuen privaten und kommunalen Waldbesitz.

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