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Wald und Klima

Waldlandschaft. Foto: Jan Preller / Landesbetrieb Wald und Holz

Wälder entwickeln sich sehr lange und sind daher besonders vom Klimawandel betroffen. Sommerliche Trockenphasen, häufigere Sturmereignisse und ein erhöhtes Risiko für Schädigungen setzen ihnen zu. Die Wälder müssen vorbereitet werden, um sie im Klimawandel stabiler und anpassungsfähiger zu machen. Durch eine naturnahe Bewirtschaftung und die Produktion von Holz leisten Wälder auch einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz.


Klimaanpassungsstrategie für den Wald und die Waldbewirtschaftung

Aufgrund sehr langer Entwicklungszeiträume sind die Wälder und damit auch die Forstwirtschaft besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Mit den zu erwartenden Veränderungen bei Temperaturen und Niederschlag und einer Zunahme schwerer Stürme verändern sich die Rahmenbedingungen für die verschiedenen Baumarten und die Waldbewirtschaftung. Das Risiko von Schadereignissen wie durch Insektenbefall steigt.

Die Klimaanpassungsstrategie für den Wald und die Waldbewirtschaftung in NRW beschreibt wesentliche Auswirkungen des Klimawandels und skizziert Handlungsansätze. Sie soll die Forstbetriebe und Eigentümer/-innen bei der Anpassung ihrer Wälder an den Klimawandel unterstützen und so die Stabilität und Anpassungsfähigkeit der heimischen Wälder erhöhen.

Die Strategie deckt vier Themenbereiche ab:

  • Wald und Waldbewirtschaftung,
  • Biodiversität im Wald und Waldnaturschutz,
  • Cluster Forst- und Holzwirtschaft sowie
  • Wald und Gesellschaft.

Sie umfasst 18 Handlungsfelder mit 49 skizzierten Umsetzungsmaßnahmen. Zu den ersten Maßnahmen, mit deren Umsetzung bereits begonnen wurde, gehören die Entwicklung und Einrichtung eines klimadynamischen Waldinformationssystems NRW (KlimaWIS.NRW), die Erstellung eines Waldbaukonzepts für NRW für klimaangepasste Wälder sowie die Erstellung einer landesweiten forstlichen Standortkarte.

Standortgerechter und naturnaher Wald (Foto: Landesbetrieb Wald und Holz NRW / Jan Preller)

Standortgerechter und naturnaher Wald (Foto: Landesbetrieb Wald und Holz NRW / Jan Preller)

Lokale und globale Klimaschutzwirkung

Waldökosysteme weisen vielfältige lokale Klimaschutzwirkungen auf: Sie schützen den Boden und das Wasser und reinigen die Luft, mildern Temperaturextreme. Zudem speichern Wälder CO2 aus der Luft im zuwachsenden Holz und in den Waldböden. Holz bindet pro Kubikmeter durchschnittlich fast eine Tonne CO2. Dieser Klimaschutzeffekt kommt insbesondere durch den Holzeinschlag im Rahmen der nachhaltigen Forstwirtschaft und der langfristigen Verwendung von verarbeiteten Holzprodukten zum Tragen. Kohlendioxid wird so über einen längeren Zeitraum fixiert und erst bei der Verbrennung von Holzprodukten oder bei der natürlichen Zersetzung wieder freigegeben. Somit tragen Wälder und die Holzverwendung zum globalen Klimaschutz bei.

Einer wissenschaftlichen Studie zu Folge wird allein in Nordrhein-Westfalen eine Emissionsreduktion um jährlich etwa 18 Mio. Tonnen CO2 durch die Speicherung in Wäldern und in Holzprodukten sowie durch die Substitution von Materialien und Energieträgern erreicht. Das sind rund 6 % der jährlichen CO2-Emissionen in NRW. Holz gilt als CO2-neutraler Werkstoff und Energieträger und spielt daher in der Klimadiskussion eine wichtige Rolle. Im Rahmen seines Klimaschutzplans will Nordrhein-Westfalen den Beitrag des Bereichs Wald und Holz zum Klimaschutz weiter ausbauen.



Klimawandel in Nordrhein-Westfalen und Anpassung

Der globale Klimawandel bringt immer häufiger Wetterextreme mit sich, die auch für uns in Nordrhein-Westfalen große ökonomische und ökologische Folgen haben. Neben dem Klimaschutz ist die Anpassung an die Folgen des Klimawandels die zweite Säule der NRW-Klimapolitik. Die Landesregierung besitzt eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel mit ersten konkreten Maßnahmen.

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