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03.12.2020
13. Deutscher Nachhaltigkeitstag: Nachhaltigkeit jeden Tag leben und beachten

Ministerin Heinen-Esser prämiert innovative grüne Start-ups: Krise als Chance, die Zukunft auf Nachhaltigkeit zu trimmen

„Neustart Nachhaltigkeit“ – unter diesem Motto steht der Deutsche Nachhaltigkeitstag, der am Mittwoch und Donnerstag feierlich in Düsseldorf veranstaltet wird. Es ist der führende nationale Kongress rund um das Megathema Nachhaltigkeit. Insgesamt findet er bereits zum dreizehnten Mal statt, in diesem Jahr erstmals digital. Unter anderem wird am Freitagabend der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für herausragende Leistungen der Nachhaltigkeit verliehen.

Zu den aktiven Teilnehmerinnen gehört auch Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Nachhaltigkeit jeden Tag gelebt und beachtet wird. Die aktuelle Krise ist auch eine Chance, die Zukunft auf Nachhaltigkeit zu trimmen. Bei allen Entscheidungen im Alltag sowie bei politischen und wirtschaftlichen Konzepten müssen wir stets einen Nachhaltigkeits-Check einbauen. Indem wir ökonomische Vernunft, ökologische Verantwortung und sozialen Zusammenhalt verbinden, gestalten wir Zukunft und Zukunftsmärkte.“

Heinen-Esser prämiert innovative grüne Start-ups

Eingebettet in den Nachhaltigkeitstag ist in diesem Jahr die feierliche Prämierung von drei Gewinnerteams des KUER Businessplan Wettbewerbs durch Ministerin Heinen-Esser: Mit dem ersten Platz wurde das Start-up „KD Pumpen“ aus dem Sauerland ausgezeichnet, das ressourcenschonende und nachhaltige Pumpen für die Umwelt- und Entsorgungsindustrie entwickelt, gefolgt von dem Kölner Lumoview Building Analytics, das sich auf automatisierte Messtechnik incl. Wärmeverluste für die Gebäudeanalyse spezialisiert hat. Den dritten Platz teilen sich die ASDRO GmbH aus Oberhausen (drohnengestützte Vermessung und Erfassung von Oberflächen und belastetem Untergrund) und das Wittener Start-up Millovation (lösungsmittelfreie Chemie durch nachhaltige mechanochemische Verfahren).

Umweltministerin Heinen-Esser: „Grüne Start-ups sind Innovationstreiber der Green Economy. Gerade in Zeiten von Krise und Umbruch stellt sich die Frage, welche Geschäftsmodelle nachhaltig, resilient und zukunftstauglich sind. Die prämierten Gründer-Teams haben hervorragende Antworten auf diese Frage gefunden. Sie stehen vorbildlich für die Innovationskraft und die Vielfältigkeit der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“ Die Stärkung der Umweltwirtschaft ist ein wichtiger Aspekt der im September 2020 beschlossenen neuen Nachhaltigkeitsstrategie NRW. Es wird auch auf dem „Summit Umweltwirtschaft NRW“ am 15. Dezember 2020 eine zentrale Rolle spielen.

Hinter der Bezeichnung KUER verbirgt sich der Gründungswettbewerb für die Zukunftsbranchen Klima, Umwelt, Energieeffizienz und Ressourcenschonung (KUER). Der Gründungswettbewerb KUER.NRW wird im Auftrag des Umweltministeriums zusammen mit Pro Ruhrgebiet e.V. und der Startbahn Ruhr GmbH durchgeführt. Dr. Ute Günther, Geschäftsführerin von pro Ruhrgebiet e.V., sagt: „Der KUER Businessplan Wettbewerb 2020 hat erneut gezeigt, wie vielfältig und innovativ ökologische Ziele ökonomisch nutzbar gemacht werden können. Die jungen Teams im Wettbewerb brennen für ihre Geschäftsideen und KUER.NRW unterstützt durch sein starkes Netzwerk und durch fachliche, branchenspezifische Expertise, die für Gründungen von besonderer Bedeutung sind.“

Biodiversität als eine zentrale Säule nachhaltiger Entwicklung

Ein weiteres prominentes Thema des Nachhaltigkeitstages ist der Erhalt der Artenvielfalt. Die Nachhaltigkeitsstrategie NRW sieht eine deutliche Erhöhung der Artenvielfalt in allen Landschaftsräumen vor.

Die Mehrzahl der Lebensräume und Arten soll sich in einem günstigen Erhaltungszustand befinden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll unter anderem bis 2030 der Anteil der Rote-Liste-Arten auf 40 Prozent reduziert werden. Der landesweite Biotopverbund soll sich auf 15 Prozent der Landesfläche erhöhen.

Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann nahm hierzu im Rahmen des Dialogforums „Biodiversität“ Stellung und betonte das Zusammenwirken von Ökonomie und Ökologie: „Nordrhein-Westfalen leistet mit der neu vorgelegten Nachhaltigkeitsstrategie konkrete Beiträge zur Bewahrung der Schöpfung und für ein nachhaltiges Wirtschaften. Dabei ist Nordrhein-Westfalen Vorreiterland: Wir zeigen, wie Nachhaltigkeit bei uns, in einem hoch entwickelten und dicht besiedelten Industrieland im Herzen Europas gelingen kann.