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03.03.2022
Neue Wanderausstellung zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Die neue NUA-Ausstellung "Vielfalt im Garten". Foto: NUA.

Die neue NUA-Ausstellung "Vielfalt im Garten". Foto: NUA.


Zum UN-Welttag des Artenschutzes präsentiert das Umweltministerium die kostenfrei ausleihbare Wanderausstellung "Vielfalt im Garten - Lebensräume für Insekten und Co"

Das Umweltministerium hat heute, zum UN-Welttag des Artenschutzes, die neue Wanderausstellung "Vielfalt im Garten - Lebensräume für Insekten und Co" der Natur- und Umweltschutz Akademie das Landes NRW (NUA) im Foyer des Umweltministeriums in Düsseldorf präsentiert. 

Hierzu erklärt Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: "Der Klimawandel und die Abnahme der Biologischen Vielfalt sind zwei existenzielle Herausforderungen unserer Zeit, sie sind zwei Seiten einer Medaille. Von daher freue ich mich, dass wir die neue Wanderausstellung der Natur- und Umweltschutzakademie hier im Ministerium eröffnen können. Die Ausstellung, die hoffentlich lange und ausgiebig durch unser Land touren wird, wirbt und sensibilisiert genau dort für mehr Artenvielfalt, wo jede und jeder seinen Beitrag leisten kann: Im eigenen Garten, auf dem Balkon oder sogar auf der Fensterbank."

Wie bereichern Insekten, Würmer, Spinnen, Vögel und andere Tiere den Garten? An welchen Stellen leben sie dort gern? Wie kann man mit wenig Aufwand in Garten oder auf dem Balkon Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und so selbst etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun kann? Um diese Fragen dreht sich die NUA-Ausstellung "Vielfalt im Garten - Lebensräume für Insekten und Co", die ab sofort bei der NUA kostenfrei ausgeliehen werden kann.

Norbert Blumenroth, Leiter der NUA: "Ein altes Sprichwort beginnt mit den Worten: Wenn viele Menschen viele kleine Dinge tun. Unsere Wanderausstellung zu einem der Top-Themen des Naturschutzes, dem Rückgang der Artenvielfalt, wendet sich daher an möglichst viele Menschen in Nordrhein-Westfalen, die alle in ihrem Bereich viele kleine Dinge zu Gunsten unserer Insekten, Singvögel und Wildpflanzen tun können. Deswegen kann diese Ausstellung kostenfrei bei der NUA ausgeliehen werden. Ich freue mich, dass die Ausstellung hier zentral in Düsseldorf im Umweltministerium für die Reise durch Nordrhein-Westfalen ihren Ausgangspunkt nimmt."

Das Thema Insektenrückgang beschäftigt immer mehr Menschen. Natürliche Lebensräume für Insekten und Co. müssen erhalten oder geschaffen werden. Hier gewinnen auch private Grünflächen wie Gärten und Balkone an Bedeutung. Oft steht dem Artenreichtum ein überschätzter Arbeitsaufwand oder fehlendes Wissen im Wege, bisweilen auch fehlgeleitete Trends wie Schottergärten. Auf insgesamt 14 Charts stellt die Ausstellung Ideen und Anregungen vor, wie jeder/jede einzelne für mehr Vielfalt im Garten sorgen kann. Auch grundlegende Informationen zur Bedeutung der Insekten als Schlüsselrolle der Biologischen Vielfalt werden thematisiert. Auch kleinste Grünflächen wirken gegen Hitze und können unsere Städte lebenswerter machen.  

Gefördert wurde die Ausstellung mit Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Anfragen zur Ausleihe können über die Homepage der NUA gestellt werden: https://www.nua.nrw.de/publikationen/ausstellungen/

Die nachhaltig produzierten Roll-Ups aus Holz sind für Innenräume geeignet, die Entleihe ist kostenfrei. Die Ausstellung eignet sich insbesondere für Kommunen, Vereine und Akteure aus dem Garten- und Naturschutzbereich. Geeignete Ausstellungsorte sind Räume mit viel Publikumsverkehr wie Bürgerbüros, Stadtbibliotheken, Stadtteil- und Gemeindezentren oder Volkshochschulen. 

Hintergrund zum Welttag des Artenschutzes:

Im Jahr 2013 beschlossen die Vereinten Nationen künftig an jedem 3. März den "Welttag des Artenschutzes" zu begehen, weil an diesem Tag im Jahr 1973 das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) unterzeichnet wurde. Das WA kontrolliert und regelte weltweit den Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten. Es schränkt ihn dort, wo erforderlich, ein bzw. untersagt ihn ganz. Denn neben Umweltverschmutzung und der direkten Zerstörung von Lebensräumen sind illegale Jagd und Fang Gründe für die Gefährdung oder letztendlich das komplette Aussterben wildlebender Arten - besonders bekanntes Beispiel ist der Handel mit Elfenbein. Das Vertragswerk ist aktuell von 183 Staaten und Staatenverbünden unterzeichnet und regelt den Umgang mit rund 38.000 Arten.