Zum Inhalt springen

umwelt.nrw

Hauptinhalt

02.09.2016

Minister Remmel: "Wir fördern die Nachhaltigkeit in der außerschulischen Umweltbildung"

Umweltminister Johannes Remmel überreicht Zertifizierungsurkunden an Bildungseinrichtungen in Köln, Bielefeld, Essen, Nümbrecht, Rees und Schwerte

"Die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten in unserer komplexen Welt. Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu befähigen, ist daher das Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Im Rahmen des Modellprojektes "Qualitätsentwicklung und Zertifizierung in der außerschulischen Bildung" haben sich nun sechs Bildungseinrichtungen in NRW den Titel "Einrichtung der Bildung für nachhaltige Entwicklung" erworben, zu dem ich ganz herzlich gratuliere", sagte Umweltminister Johannes Remmel heute bei der Auszeichnungsfeier im GartenClub Köln-Bickendorf.

Die Zertifizierung wurde in den vergangenen zwei Jahren im Auftrag des MKULNV, in der Natur- und Umweltschutz Akademie NRW (NUA) gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Fachbeirat entwickelt. Das Projekt ist Teil des Entwicklungs- und Umsetzungsprozesses der Landesstrategie "Bildung für nachhaltige Entwicklung - Zukunft Lernen NRW (2016-2020)", die im Januar 2016 vom Landeskabinett verabschiedet wurde. Sie soll BNE in allen Bildungsbereichen verankern - so auch in der außerschulischen (Umwelt-)Bildung. Die Bildungsanbieter sollen durch die Zertifizierung bei der Erschließung neuer Zielgruppen und bei der eigenen Öffentlichkeitsarbeit unterstützt werden.

Minister Remmel: "Bei der Zertifizierung ging es nicht in erster Linie um die Erfüllung von starren Standards. Vielmehr geht es um eine qualitative Entwicklung der Bildungsarbeit von gewachsenen inhaltlichen Schwerpunktthemen wie Umwelt- oder Klimaschutz, Globales Lernen, Friedenserziehung oder anderen hin zu dem ganzheitlichen Ansatz der BNE." Die Einrichtungen haben im Laufe des Zertifizierungsverfahrens u.a. an ihren pädagogischen Konzepten, dem Leitbild der Einrichtung und der Mitarbeiterqualifizierung gearbeitet. Das Modellprojekt endet mit der Auszeichnungsfeier. Der Übergang in den Dauerbetrieb ist in Vorbereitung und soll ab 2017 in der NUA NRW eingerichtet werden.

Die ausgezeichneten Einrichtungen sind:

  • Querwaldein e.V., Köln
  • Welthaus Bielefeld e.V., Bielefeld
  • Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev), Essen
  • Bergische Agentur für Kulturlandschaft gGmbH (BAK), Nümbrecht
  • Wahrsmannshof, ein Kooperationsprojekt der Holemans Niederrhein GmbH, der Stadt Rees, der Volksbank Emmerich-Rees e.G. und dem Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V.
  • Institut Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen, Schwerte

Die Feier findet im GartenClub Köln-Bickendorf statt, einem Kooperationsprojekt der GAG Immobilien AG Köln und dem Querwaldein e.V., der hier auch zertifiziert wird. Die Idee dieses Projektes ist es, gemeinschaftliche Gartenprojekte für Kinder und Eltern in strukturschwächeren Kölner Stadtteilen anzubieten. In diesem offenen und kostenfreien Angebot werden Kinder und Jugendliche sowohl gärtnerisch als auch pädagogisch durch Referentinnen und Referenten des Querwaldein e.V. betreut. Minister Remmel freute sich besonders darüber, dass sich die Kinder des Gartenclubs intensiv an der Ausgestaltung der Feier beteiligt haben.