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08.12.2018
"Heute für morgen handeln" – Umweltministerin Ursula Heinen-Esser lädt zum BNE-Festival 2018 in das Industriemuseum "Zinkfabrik Altenberg" in Oberhausen ein

Wie lässt es sich auf unserem Planeten gut leben, ohne dabei die Lebensgrundlage der Menschen in anderen Teilen der Erde oder die zukünftiger Generationen zu zerstören? Heinen-Esser: "Der Bildung fällt eine zentrale Rolle für unsere nachhaltige Entwicklung zu."

Am 8. Dezember 2018 treffen sich auf Einladung des NRW-Umweltministeriums Fachpublikum und Interessierte im Industriemuseum "Zinkfabrik Altenberg" in Oberhausen, um sich über die Perspektiven einer Nachhaltigen Entwicklung auszutauschen. Zentrale Zukunftsaufgabe ist dabei die Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: "Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein zentrales Instrument, das wir für den Bewusstseinswandel brauchen. Wir müssen heute für morgen handeln". Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Tag mit viel Austausch, Diskussion und Interaktion.

Wie bei einem Musikfestival werden sieben verschiedene Räume zur "Bühne" für neue Ideen – Bildungsangebote und Aktionen rund um Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Programm wird von Bildungseinrichtungen, Vereinen, Initiativen und engagierten Personen aus ganz Nordrhein-Westfalen gestaltet. Beim Live-Kochen in der "Schnippel-Disco" rückt der Spaß beim Engagement gegen Lebensmittelverschwendung in den Mittelpunkt. "Minehandy", ein Minigame für das beliebte Computerspiel Minecraft, schärft bei jungen Spielerinnen und Spielern das Bewusstsein für die Produktionsbedingungen von Handy und Smartphone. Vorträge präsentieren kreative Allianzen zwischen den Themen Nachhaltigkeit und Design oder zeigen Finanzierungsmöglichkeiten für Bildungseinrichtungen im Bereich BNE auf.

Das BNE-Festival richtet sich an ein Fachpublikum genauso wie an BNE-Neulinge, Schülerinnen und Schüler, sowie Studierende. Bei der Veranstaltung wird auch eine neue Online-Aktion des Ministeriums mit dem Titel "#TeileDie17" präsentiert. Dabei werden alle, die sich für BNE interessieren dazu eingeladen, ihre Begeisterung über soziale Medien, Fotos oder Videos zu teilen – und damit andere Menschen zu motivieren, sich selbst zu engagieren.

Hintergrund

Bildung für nachhaltige Entwicklung will Menschen in die Lage versetzen, Wissen über Nachhaltigkeit zu erwerben, es anzuwenden und Ansätze einer nicht nachhaltigen Entwicklung zu erkennen. Menschen sollen befähigt werden, Schlussfolgerungen über ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen im globalen Kontext zu ziehen und zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen. Außerdem soll die Fähigkeit gestärkt werden, gemeinsam nachhaltige Ideen zu entwickeln und diese kreativ umzusetzen, um eine nachhaltige Gesellschaft mitzugestalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung gilt als eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und das Erreichen der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs), die darin enthalten sind. Erstmals hat sich die internationale Staatengemeinschaft in diesem Dokument auf einen umfassenden Zielekatalog geeinigt, der alle Unterzeichner gleichermaßen in die Pflicht nimmt, sich z. B. für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen genauso einzusetzen wie für den Abbau von sozialen Ungleichheiten oder den Erhalt der weltweiten Artenvielfalt.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen beteiligt sich seit Jahren aktiv an der Umsetzung nationaler und internationaler Programme zu diesen Themenfeldern in den verschiedenen Bildungsbereichen und will dies in den kommenden Jahren fortführen. Das BNE-Festival NRW ist auch der Auftakt für landesweite Kommunikationsmaßnahmen in den Sozialen Medien: Unter dem Hashtag #TeileDie17 werden Statements zur Umsetzung der 17 Ziele über Bildung für nachhaltige Entwicklung gesammelt und veröffentlicht. Das BNE-Festival NRW ist außerdem eine Station der bundesweiten BNE-Tour 2018 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Über das Jahr verteilt gab es über 20 Veranstaltungen mit dem Ziel, die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für Bildung für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. Mehr als 300 Akteure aus Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft hatten diesen Aktionsplan gemeinschaftlich erarbeitet. Er enthält wichtige Ziele und Maßnahmenvorschläge zur weiteren Verankerung von BNE im Bildungswesen.