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05.07.2019
Nordrhein-Westfalen und die Niederlande verstetigen gemeinsamen Hochwasserschutz

Ministerin Heinen-Esser mit der "Gemeinsamen Erklärung Hochwasser". Unterzeichner (v.l.nr.): Co Verdaas (WSRL), John Berends (CvK Gelderland), Hein Pieper (WRIJ), Holger Friedrich (AKHuG), Ursula Heinen-Esser und Peter Heij (Ministerie I&W). (Foto: Rob Kleeringh, Provinz Gelderland)

Ministerin Heinen-Esser mit der "Gemeinsamen Erklärung Hochwasser". Unterzeichner (v.l.nr.): Co Verdaas (WSRL), John Berends (CvK Gelderland), Hein Pieper (WRIJ), Holger Friedrich (AKHuG), Ursula Heinen-Esser und Peter Heij (Ministerie I&W). (Foto: Rob Kleeringh, Provinz Gelderland)


Ministerin Heinen-Esser: Wir sitzen bei Hochwasser im selben Boot

Das Land Nordrhein-Westfalen und die Niederlande werden ihre Zusammenarbeit im Bereich des Hochwasserschutzes in der deutsch-niederländischen Grenzregion konsequent fortsetzen. Das ist das Ergebnis der gemeinsam ausgerichteten internationalen Hochwasserkonferenz „Water zonder grenzen/Wasser ohne Grenzen”, die am Freitag (5. Juli 2019) zum siebten Mal veranstaltet wurde. Die entsprechende Gemeinsame Erklärung wurde während der Konferenz im niederländischen Arnheim von den beteiligten Partnern unterzeichnet.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand die seit mehr als 20 Jahren erfolgreiche, grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Hochwasserschutz am Hauptstrom des Rheins. Während der Konferenz wurden die Untersuchungsergebnisse der gemeinsamen Studie „Überflutungsrisiko grenzüberschreitende Deichringe am Niederrhein” über aktuelle und künftige Überflutungsrisiken in der deutsch-niederländischen Grenzregion präsentiert.

Aus der Studie geht hervor, dass beide Länder aktiv am Schutz vor Überflutungen arbeiten und der Hochwasserschutz sinnvollerweise gemeinsam und grenzüberschreitend betrachtet werden muss. „Nordrhein-Westfalen und die Niederlande sitzen sozusagen im selben Boot. Maßnahmen des einen Landes betreffen auch das jeweilige andere Land. Insofern ist für Nordrhein-Westfalen die enge Zusammenarbeit mit den Niederlanden im Hochwasserschutz besonders wichtig“, bekräftige Umweltministerin Ursula Heinen-Esser die Bedeutung der Kooperation.

Die Studie hat zum Beispiel ergeben, dass das laufende Deichsanierungsprogramm in Nordrhein-Westfalen zu einer erheblichen Verbesserung der Sicherheit auf beiden Seiten der Grenze führt. Nach Abschluss dieser Maßnahmen ist der Hochwasserschutz auf beiden Seiten der Grenze trotz Unterschieden bei der Vorgehensweise vergleichbar.

Mit der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung unterstützen die Partner die Ergebnisse der Studie. Zudem bestätigen alle Beteiligten erneut die Bereitschaft und das Erfordernis der gemeinsamen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Hintergrund

Die Niederlande und das Land Nordrhein-Westfalen setzen sich seit 1997 in der Deutsch-Niederländischen Arbeitsgruppe Hochwasser für den grenzüber-schreitenden Hochwasserschutz ein. Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Ministerien, Wasserbehörden, Provinzen und Kommunen beider Länder, die für die Bewirtschaftung der Gewässer und die Unterhaltung von Hochwasserschutzanlagen zuständig sind. Für Nordrhein-Westfalen ist das Umweltministerium die federführende oberste Landesbehörde.

Diese Zusammenarbeit zielt auf den Wissensaustausch, gemeinsame Untersuchungen und die Abstimmung von Maßnahmen ab. Im Rahmen dieser Zusam-menarbeit hat die Deutsch-Niederländische Arbeitsgruppe Hochwasser die Überflutungsrisiken in der Grenzregion untersucht. Im Rahmen der Untersuchung werden die unterschiedlichen Sicherheitsansätze in den Nachbarländern und die aktuellen und künftigen Überflutungsrisiken erfasst. Die Studie wurde im Jahr 2019 abgeschlossen und während der Internationalen Hochwasserkonferenz am 5. Juli 2019 präsentiert.