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05.10.2019
100 Jahre ANUGA – Weltleitmesse für Lebensmittel und Getränke startet in Köln

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Weltleitmesse für Lebensmittel und Getränke ANUGA startet am Samstag, 5. Oktober 2019, in Köln. Ministerpräsident Armin Laschet eröffnet die Messe.

„Ob Printen, Pumpernickel oder Pfefferpotthast – die Spezialitäten von Rhein, Ruhr und Lippe begeistern nicht nur hier, sondern weltweit. Und gerade bei Lebensmitteln zeigt sich: Handel ist nie nur Warenaustausch, er ist immer auch Kulturaustausch. Das bestätigt sich bei kaum einer anderen Gelegenheit so deutlich wie auf der weltgrößten Fachmesse für Lebensmittel, der ANUGA.“ Der Ministerpräsident weiter: „100 Jahre ANUGA, davon 95 Jahre in Köln: Die ANUGA ist fester Bestandteil und einer der kulinarischen Höhepunkte im dichten Messekalender Nordrhein-Westfalens. Darauf sind wir stolz.“

Landwirtschafts- und Verbraucherministerin Ursula Heinen-Esser zum Start der ANUGA 2019: „Der internationale Handel und die Globalisierung bestimmen unseren Alltag. Ebenso wie wir in Nordrhein-Westfalen internationale Küche schätzen, werden nordrhein-westfälische Nahrungsmittel überall in der Welt nachgefragt und verkauft. So ist es erfreulich und passend, dass der weltweite Branchentreff der Ernährungswirtschaft alle zwei Jahre hier in Nordrhein-Westfalen zusammenkommt und ihre kulinarische Vielfalt präsentiert.“ Die allgemeine Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung ist die international wichtigste und weltweit größte Messe der Ernährungswirtschaft.

In diesem Jahr steht ein besonderes Datum für die Messe an: Die ANUGA feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Die erste ANUGA fand 1919 in Stuttgart mit rund 200 deutschen Firmen statt. Mit dem Konzept einer jährlichen Wanderausstellung folgten weitere Veranstaltungen, unter anderem 1922 in Berlin und ab 1924 schließlich in Köln: Mit rund 360 Ausstellern und 40.000 Besuchern war die erste ANUGA in Köln die größte Veranstaltung seit ihrer Gründung – und ist es fortan bis heute am Kölner Messestandort geblieben. 2003 erfolgte die Umsetzung des bis heute etablierten Konzepts „10 Fachmessen unter einem Dach“.

Heute ist die ANUGA mit über 7.400 Ausstellern aus 107 Ländern die Weltleitmesse für Lebensmittel und Getränke. In diesem Jahr ist Paraguay das Partnerland; ein Land, das in der Ernährungsbranche für seine hohe Inspiration und große Vielfalt bekannt ist.

Aus Anlass dieser globalen Leistungsschau der Ernährungswirtschaft rief Ministerin Heinen-Esser aber auch zu einem bewussten, nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln auf: „Auf einer weltweiten Ernährungsmesse müssen wir auch an die Hungernden in der Welt denken. Der Überfluss einerseits und der Mangel andererseits verursachen viele Probleme, die dringend überwunden werden müssen.“ Durch globale Vereinbarungen müsse verhindert werden, dass wertvolle Naturschätze wie etwa der tropische Regenwald zerstört werden, um Nahrungsmittel für den Weltmarkt zu produzieren.

Ein vor diesem Hintergrund erfreulicher sichtbarer Trend der ANUGA 2019 ist, dass verstärkt Lebensmittel präsentiert werden, die nachhaltig und fair erzeugt wurden. So sieht man neue Produkte mit ökologischen und sozialen Produktversprechen. „Und das ist gut so. Nachhaltigkeit wird zunehmend zum Erfolgskriterium der Ernährungswirtschaft. Denn nur mit nachhaltigen Strukturen und ressourcenschonender Erzeugung kann sich die Land- und Ernährungswirtschaft dauerhaft erfolgreich weiterentwickeln“, ist Heinen-Esser überzeugt.

Nordrhein-Westfalen ist ein für Lebensmittel aus aller Welt interessanter Markt. Umgekehrt hat Nordrhein-Westfalen selbst eine innovative und sehr wettbewerbsfähige Land- und Ernährungswirtschaft. „Unsere Landwirtschaft, unser Lebensmittelhandwerk und unsere überwiegend mittelständisch strukturierte Ernährungswirtschaft produzieren eine außergewöhnlich große Vielfalt an Lebensmitteln in bester Qualität“, sagt Heinen-Esser.

Viele exportierende Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen nutzen die Gelegenheit, ihre Produkte bei der ANUGA zu präsentieren und ihre Geschäftspartner zu treffen. Das Land unterstützt die Ernährungswirtschaft ebenfalls durch einen Stand im Rahmen der Ländergemeinschaft in Halle 10.2. Heinen-Esser: „Unsere Region gibt unseren Lebensmitteln einen besonderen Charakter. Viele dieser Spezialitäten können die Gäste auf der ANUGA probieren. Freuen wir uns gemeinsam auf eine große kulinarische Weltreise. Mit Lebensmitteln und Spezialitäten aus aller Welt lernt man immer auch ein Stück die Küche und die Kultur anderer Länder kennen.“