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27.11.2023
Straßen.NRW ist in die Wintersaison gestartet - Informationen und Tipps für die kalte Jahreszeit

Die Nächte werden kühler, der erste Bodenfrost hat die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer früh morgens schon kalt erwischt. Es wird Winter. Straßen.NRW ist bereits in die Wintersaison gestartet. Unabhängig von der aktuellen Wetterlage sind die Salzlager gefüllt und die Winterdienstfahrzeuge mit Schneepflügen sowie Streumaschinen für Salz und Sole ausgerüstet.
Bis März werden insgesamt rund 1.200 Straßenwärterinnen und Straßenwärter den Winterdienst auf den weit über 14.000 Kilometern Bundes- und Landesstraßen sowie auf Radwegen meistern. Dafür sind Mitarbeitende aus landesweit 56 Straßenmeistereien mit bis zu 550 Streu- und Räumfahrzeugen im Schichtbetrieb unterwegs, um Taumittel gegen Frost zu streuen und die Straßen von Schnee und Eis zu räumen.
Das Straßennetz in Zuständigkeit von Straßen.NRW soll möglichst schnee- und eisfrei gehalten werden. Straßen, die für den überörtlichen Verkehr wichtig sind, werden von 6 bis 22 Uhr geräumt und gestreut. Stark frequentierte Straßen und besondere Gefahrenpunkte wie gefährliche Steigungs- oder Gefällestrecken oder durch Verwehungen gefährdete Abschnitte werden dabei prioritär geräumt.
In den 128 Salzguthallen von Straßen.NRW lagern durchschnittlich 80.000 Streusalz. Weitere 20.000 Tonnen Streusalz-Reserven befinden sich in einem Zentrallager, das - bei Bedarf - weitere Streugutmengen zeitnah in alle Ecken des Landes liefern kann - der Umwelt zuliebe so viel wie notwendig, aber nicht mehr als nötig.
Beim Streuen setzt Straßen.NRW angefeuchtetes Streusalz ein, das sich zu 70 Prozent aus Trockensalz und zu 30 Prozent aus Salzlösung zusammensetzt. Angefeuchtetes Salz haftet besser an der Fahrbahn und kann exakter dosiert werden als Trockensalz. Es wird nicht so schnell verweht, der Salzverbrauch ist geringer, gleichzeitig bietet Feuchtsalz eine höhere Wirksamkeit als Trockensalz. Präventiv wird auch vermehrt reine Salzsole eingesetzt, die durch einen wesentlich geringeren Salzanteil umweltschonender ist.
Wenn die Verkehrsteilnehmenden morgens losfahren, haben die Mitarbeitenden von Straßen.NRW ihren Job in der Regel bereits erledigt. Um die Einsätze zu planen, nutzt Straßen.NRW die Wettervorhersagen und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes. Dort werden Straßenwettervorhersagen für klimatische Regionen in NRW erstellt. Daten hierfür liefern unter anderem rund 270 Straßenwetterstationen in NRW. Wo und wie oft gestreut und geräumt werden muss, hängt neben der Witterung auch von den Höhenlagen ab. So variieren die jährlichen Einsatztage je nach Region zwischen 40 und 70 Einsatztagen.

Fokus auf hoch frequentierte Straßen und Gefahrenpunkte
Eine Garantie oder gar ein Recht auf geräumte und rutschsichere Fahrbahnen gibt es nicht. Im Bundesfernstraßengesetz heißt es dazu: "Die Träger der Straßenbaulast sollen nach besten Kräften... die Bundesfernstraßen bei Schnee und Eisglätte räumen und streuen."
Der beste Winterdienst kann also keine "sommerlichen" Straßenverhältnisse schaffen. Straßen.NRW versucht nach besten Kräften, Straßen und Wege für alle Verkehrsteilnehmenden sicher befahrbar zu machen. Trotz intensivem Einsatz kann es im Winter auf den Straßen jederzeit rutschig und gefährlich werden, da Räum- und Streufahrzeuge nicht überall gleichzeitig sein können. Daher werden die Bundes- und Landesstraßen vorrangig geräumt, um Rettungsfahrzeugen ein sicheres Durchkommen zu ermöglichen.
Oft werden Radwege daher noch nachrangig geräumt. Da die kleineren Räumfahrzeuge für Rad- und Gehwege zudem eine deutlich geringere Zuladung als die großen Straßenräumfahrzeuge haben, sind sie deutlich langsamer unterwegs. Daher nimmt der Winterdienst bei Radwegen grundsätzlich mehr Zeit in Anspruch. Um der steigenden Anzahl an Radwegen und dem Ziel einer fahrradfreundlicheren Infrastruktur nachzukommen, wird bei Straßen.NRW, neben weiteren Maßnahmen, auch der Einsatz von Fremddienstleistern zur Räumung von Radwegen weiter ausgebaut.
Damit Räum- und Streueinsätze zügig und reibungslos verlaufen, können auch Sie als Verkehrsteilnehmerin oder Verkehrsteilnehmer einen wichtigen Beitrag leisten, indem Sie Einsatzfahrzeuge nicht behindern und nicht überholen und in engen Ortsdurchfahrten nicht auf der Fahrbahn parken.