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22.05.2020
Umweltministerium fördert Regionalzentren für Nachhaltigkeitsbildung: „Kontaktlose“ Angebote in Corona-Zeiten

Umweltministerin Heinen-Esser: Übergang in eine nachhaltige Gesellschaft und Volkswirtschaft gemeinsam vorantreiben / BNE-Regionalzentren leisten hierzu einen wertvollen Beitrag

Mit rund 2,4 Millionen Euro fördert das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen ein landesweites Netzwerk zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). „Den Übergang hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft und Volkswirtschaft müssen wir alle gemeinsam konsequent vorantreiben. Hierzu leisten die BNE-Regionalzentren einen wertvollen Beitrag. Die praxisnahe Vermittlung, was Nachhaltigkeit konkret bedeutet, ist ein zentraler Schlüssel für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften“, so Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen. Neue hinzugekommen in das außerschulische Bildungsnetzwerk sind der Zoo Krefeld und das Naturzentrum Eifel in Nettersheim im Kreis Euskirchen. 

Als außerschulische Lernorte bereichern die BNE-Regionalzentren die Bildungsarbeit in Kitas, Schulen und Hochschulen und fördern das Verständnis von Kindern, Jugendlichen und Familien zu Nachhaltigkeitsfragen. Inzwischen gibt es in Nordrhein-Westfalen 25 Umweltbildungseinrichtungen dieser Art. Zur Umsetzung der Bildungs- und Vernetzungsarbeit in ihren Kreisen bzw. kreisfreien Städten erhalten die Einrichtungen bis zu 110.000 Euro. Die fünfte Förderperiode läuft bis Ende März 2021.

Auch wenn in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie keine feierliche Übergabe der Förderbescheide erfolgt, kennt Ministerin Heinen-Esser die Arbeit der BNE-Regionalzentren gut von ihren Besuchen vor Ort: „Ich bin jedes Mal begeistert von der Arbeit der Regionalzentren. Lernen und Handeln werden hier kreativ und spannend miteinander verknüpft, um lokale und persönliche Beiträge zur Lösung globaler Probleme aufzuzeigen.“

Den Zusammenhang zwischen lokalem Umwelt- und Naturschutz und dem weltweiten Einsatz für die Artenvielfalt können Kinder und Jugendliche im Forscherlabor und in den Bildungsprogrammen des neuen BNE-Regionalzentrums Zoo Krefeld entdecken. Das Naturzentrum Eifel verfügt dagegen über einen historischen Schwerpunkt. Noch heute sind die Spuren der Römer in der Natur und im Landschaftsbild der Eifel erkennbar. In den Bildungsangeboten lernen die Teilnehmenden mit dem Blick in die Geschichte ihrer Region, wie lange Eingriffe in die Natur in die Zukunft hineinwirken.

„Kontaktlose“ Angebote in Corona-Zeiten

Vor dem Hintergrund der Corona-bedingten Einschränkungen haben verschiedene BNE-Regionalzentren aktuell neue „kontaktlose“ Bildungsangebote entwickelt. So hat die Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland gemeinsam mit regionalen Medien die Aktion „Familie forscht“ ins Leben gerufen. Regelmäßig werden Forscher-Tipps veröffentlicht. Familien lernen dabei die heimische Natur kennen und erhalten Ideen für gemeinsame Experimente.

Das Biologische Zentrum im Kreis Coesfeld, das in diesem Jahr seit 30 Jahren besteht, hat ein neues digitales Angebot „Aktiv und kreativ – Ideen für Kinder“ entwickelt. Die Aktionen stehen jeweils unter einem Motto wie „Flug der Wildgänse“. Zu finden sind dort mehrseitige „Arbeitsblätter“ mit Rätseln, Basteleien, Experimenten, Kochrezepten oder Tipps für Naturbeobachtungen. Zusätzlich gibt es weiterführende Links und Hinweise zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals).

Beim Naturschutzzentrum Bruchhausen können „Zaungäste“ seit Ende März täglich bei gutem Wetter Materialien für Mitmach-Aktionen erhalten. Hierzu gehören beispielsweise vorgefertigte Holzteile zum Bau einer Wildbienen-Wohnung oder Material und Ideen für Upcycling-Basteleien.

Die jeweiligen Aktionsanleitungen gibt es auf der Internetseite des Regionalzentrums.

Weitere Informationen zu den genannten Angeboten finden Sie unter folgenden Links:

Weitere Informationen zu den BNE-Regionalzentren

Die BNE-Regionalzentren gehören zum Landesnetzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, das von der BNE-Agentur NRW koordiniert wird. Diese ist in der Natur- und Umweltschutzakademie NRW angesiedelt.

In Abhängigkeit vom Umfang des geplanten BNE-Bildungsprogramms der Bildungseinrichtung liegt die Höhe der Förderung zwischen etwa 65.000 und 110.000 Euro.