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09.06.2020

Wölfe in NRW – aktuelle Zahlen

Im Jahr 2009 wurde der erste Wolf in NRW nachgewiesen, 2018 gab es die erste dauerhafte Ansiedlung einer Wölfin, die aus Niedersachsen zuwanderte. Umweltministerin Heinen-Esser: „In der ersten Hälfte des laufenden Jahres 2020 wurden 18 mal Wölfe nachgewiesen, darunter mehrfach ein und dasselbe Tier. Die Rückkehr der Wölfe nach NRW vollzieht sich nach wie vor recht langsam“.

Bis Ende Mai 2020 hat es insgesamt nur 18 Nachweise von Wölfen in NRW gegeben, darunter auch Mehrfachnachweise ein und desselben Wolfs. Verglichen mit der langen Zeit von rund 10 Jahren, über die hinweg Wölfe schon nach NRW einwandern, ist das vor allem im Vergleich mit andere Bundesländern wenig. Übergriffe auf Rinder oder Pferde sowie Nachweise von ortstreuen Wölfen an oder auf Deichen gibt es bisher nicht.

Unter den 18 diesjährigen Nachweisen befand sich auch ein Videonachweis der belegt, dass im Wolfsgebiet Schermbeck am Unteren Niederrhein seit diesem Frühjahr zwei Wölfe gemeinsam jagen. Umweltministerin Heinen-Esser:  „Wir hatten längst erwartet, dass es früher oder später auch hier in Nordrhein-Westfalen zur Paarbildung kommt, überrascht waren wir allerdings, als die Analyse der Genprobe offenbarte, dass es sich bei den beiden Wölfen offenbar um Geschwister handelt“. Zurzeit ist noch nicht klar, ob das männliche Tier dauerhaft bleibt. Ebenfalls noch offen ist der Verbleib der beiden andern in diesem Jahr identifizierten Wölfe. Dabei handelt es sich um den Wolf GW1559m aus der Alpenpopulation (Nachweis am Rand des Wolfsverdachtsgebiets Oberbergisches Land, Februar 2020) und dem Wolf GW1558m aus einem Herkunftsrudel in den Niederlanden (Nachweis im Kreis Minden-Lübbecke, Februar 2020).

Aus den Wolfsgebieten „Senne“ und „Eifel/Hohes Venn“ sowie aus der Pufferzone „Stegskopf/Daaden“ liegen für 2020 bis jetzt keine Nachweise vor.

Nach wie vor ist damit zu rechnen, dass es einzelne, durchwandernde Wölfe in ganz NRW auftreten können. Daher werden in Nordrhein-Westfalen auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierrisse, bei denen der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann, zu 100 Prozent entschädigt. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden auch Präventionsmaßnahmen wie z.B. die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV) führt das Wolfsmonitoring (Dauerbeobachtung) für NRW nach den Empfehlungen des Bundes durch. Die Ergebnisse des Monitorings sind öffentlich zugänglich unter der Internetadresse https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise.