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05.12.2023
Zahl der Woche: 3200 Fahrerinnen und Fahrer von Bürgerbussen sorgen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für mehr Mobilität und soziale Teilhabe in Nordrhein-Westfalen

Mobilität in Zahlen. Grafik: Canva.

Mobilität in Zahlen. Grafik: Canva.


Minister Oliver Krischer dankt zum Tag des Ehrenamtes: „Dieses Engagement ist unverzichtbar“

 Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts, der weltweit am 5. Dezember gefeiert wird, dankt Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer den rund 3200 ehrenamtlichen Bürgerbusfahrern und Bürgerbusfahrerinnen in Nordrhein-Westfalen für ihr großes Engagement zur Sicherung der örtlichen Mobilitätsangebote: „Mein aufrichtiger Dank gilt den rund 3200 ehrenamtlichen Bürgerbusfahrern und Bürgerbusfahrerinnen und dem Dachverband Pro Bürgerbus NRW, deren Initiative und Engagement unverzichtbar sind, um zeitliche und räumliche Lücken im nachfrageschwachen ÖPNV zu füllen. Mit großer Einsatzbereitschaft tragen sie nicht nur zur Versorgung mit Mobilität bei, sondern ermöglichen auch gesellschaftliche Teilhabe. Sie sind eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft.“

Seit den 1980er Jahren haben sich in Nordrhein-Westfalen fast 150 Bürgerbusvereine gegründet. Sie ergänzen den ÖPNV insbesondere in ländlich geprägten Gebieten und städtischen Randlagen und sind somit überall dort zu finden, wo ein reguläres Angebot durch den öffentlichen Personennahverkehr aufgrund struktureller Gegebenheiten wirtschaftlich nicht tragbar wäre.

Die Bürgerbusvorhaben veranschaulichen eindrucksvoll die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für das gesellschaftliche Miteinander im Land: „Die Fahrerinnen und Fahrer sorgen dafür, dass gerade ältere Menschen sowie Kinder und Jugendliche ohne eigenes Fahrzeug mit Mobilität versorgt werden. Somit trägt ihr Engagement maßgeblich zur Verwirklichung von verkehrspolitischen Zielen und zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse bei“, so Oliver Krischer.

„Meine Anerkennung gilt auch dem Dachverband Pro Bürgerbus NRW, der durch seine Beratungsleistungen einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Projekts leistet“, führt Krischer weiter aus. Der Dachverband wurde 1999 gegründet und koordiniert den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Bürgerbusvereinen im Land und dem Verkehrsministerium.

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) in NRW unterstützt die Vereine mit einer jährlichen Organisationspauschale in Höhe von 6.500 bis 7.500 Euro sowie mit Zuwendungen für Fahrzeugbeschaffungen. Die Förderbeiträge für Fahrzeuge variieren je nach Fahrgastausstattung, Antrieb und Tarif im Bereich von 35.000 Euro bis 84.000 Euro. Besondere Anreize gibt es für alternative Antriebe und rollstuhlgerechte Fahrzeuge mit Niederflurbereich. Darüber hinaus können batterieelektrisch und wasserstoffbetriebene Bürgerbusse zusätzlich gefördert werden.

Seit Anfang des Jahres 2023 fördert das Land auch die Einführung von bedarfsgesteuerten Bürgerbusverkehren. Ziel ist die Vermeidung von Leerfahrten, die Verbesserung der Effizienz durch appbasierte Routenplanung und die Möglichkeit, auf individuelle Fahrgastbelange einzugehen. Auf diese Weise sind die Bürgerbusvereine Vorreiter in der Erprobung zukunftsweisender Mobilitätskonzepte, die vernetzte und multimodale Mobilität, „door to train“-Services sowie eine nahtlose Mobilität ermöglichen.

Weitere Informationen zum Bürgerbusverkehr

Insgesamt engagieren sich in NRW rund 6 Millionen Menschen ehrenamtlich, viele von ihnen in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Nachhaltigkeit und Klimaanpassung sowie auch im Mobilitätsbereich. Eine besondere Herausforderung ist es, junge Menschen für ein Engagement zu begeistern. Das MUNV fördert das bürgerschaftliche Engagement auf vielfältige Art und Weise. Neben den Bürgerbussen gibt es einige weitere Projekte und Angebote, die durch das Ministerium finanziell unterstützt werden, darunter:

Qualifizierungs- u. Bildungsangebote: Die Natur- und Umweltschutz Akademie NRW (NUA) und die BNE-Agentur NRW beraten und qualifizieren Haupt- und Ehrenamtliche sowie gemeinnützige Einrichtungen zu anwendungsorientierten Themen des Natur- und Artenschutzes sowie zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung. Weitere Infos: www.nua.nrw.de und bne.nrw.de

Finanzielle Unterstützung des Landesbüros der Naturschutzverbände NRW: Die Koordinierungsstelle gibt den Ehrenamtlichen rechtliche und fachliche Beratung in den Themen des Naturschutzes.

Förderung des ehrenamtlichen Naturschutzes nach den Förderrichtlinien Naturschutz (FöNa): Mit den Förderrichtlinien FöNa unterstützt das Land den Naturschutz bei Arten- und Biotopschutzmaßnahmen wie dem Amphibien- und Fledermausschutz, Greifvogelauffangstationen, sowie dem Vogelschutz allgemein.

Finanzieller Zuschuss an die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und an die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, die ihrerseits zahlreiche Projekte fördern.

Institutionelle Förderung der Landesverkehrswacht NRW e.V.:  Die Landesverkehrswacht NRW koordiniert, informiert und berät die Verkehrswachten in ihrer größtenteils ehrenamtlichen Arbeit im Bereich der Verkehrssicherheit und der Verkehrs- und Mobilitätserziehung.

Programm „Qualifizierung des bürgerschaftlichen Engagements“: Ehrenamtliche Initiativen, Vereine und Privatpersonen werden bei der Verwirklichung ihrer Projektideen in den Aufgabenbereichen des MUNV beraten. Das Programm ist in diesem Jahr in eine neue, nunmehr die Dritte, Programmphase gestartet. Weitere Infos: www.wir-bewegen-was.nrw 

Förderprojekt MehrWertRevier: Mit dem Projekt MehrWertRevier unterstützt die Verbraucherzentrale NRW die Menschen im Rheinischen Revier dabei, Ressourcen zu schonen und sich gemeinsam für einen ökologisch nachhaltigen Konsum einzusetzen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ mit Mitteln des Bundes und des Landes NRW.

Weitere Infos: https://www.mehrwertrevier.nrw/