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Remmel: „Dioxin in der Umwelt muss bekämpft werden“

Umweltministerium legt Bericht an den Landtag vor – Belastungen bei Rindern und Schafen festgestellt – Gesamtstrategie angekündigt

Das NRW-Umweltministerium intensiviert das Vorgehen gegen Dioxin-Belastungen bei Rindern und Schafen. Nach den neuesten Ergebnissen verschiedener Monitoring-Programme wird das Ministerium nun eine Gesamtstrategie für eine weitere Reduzierung von Dioxinen und PCB bei Tieren erarbeiten. Eine erste Sitzung mit Experten aus den Bereichen Analytik und Risikobewertung hat bereits stattgefunden. Ziel ist es, die Gesamtstrategie noch in diesem Jahr vorzulegen und mit der Umsetzung zu beginnen. „Dioxin ist ein Umweltgift, das sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens wiederfindet und eine Erblast der Industrialisierung ist“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. „Die Ergebnisse des Monitoring-Programms bei Rohmilch machen aber deutlich, dass sich auch die strengen Umweltschutzmaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte positiv auf die ausgewirkt haben.“ Diesen Weg müsse das Land weiter gehen, auch, weil die Belastungen von Rindern und Schafen, anders etwa als bei der Milch, teilweise weiterhin hoch sind.

Zu den Ergebnissen der aktuellen Monitoring-Berichte im Einzelnen:

„Die Ergebnisse des Monitorings zeigen deutlich, zu welchen gravierenden Problemen die überhöhte Emission von Dioxinen und dioxinähnlichen PCB der vergangenen Jahrzehnten noch heute führen“, sagte Minister Remmel. Nur eine Reduzierung von Dioxin und PCB in der Umwelt führe auch zu einer verminderten Belastung in Futter- und Lebensmittel. Remmel: „Daran müssen wir dauerhaft arbeiten.“ NRW geht nun mit der Ausarbeitung einer Gesamtstrategie voran. Remmel: „Ich erwarte, dass auch der Bundesumweltminister sich endlich aktiv in die Debatte um Umweltbelastungen einschaltet. Bisher ist das nicht geschehen.“

Die Umweltbelastung, aber auch die Belastung der meisten Lebensmittel und des Menschen durch Dioxine, sind in Deutschland seit Ende der 80er Jahre deutlich zurückgegangen. Grund dafür war eine Fülle technischer und rechtlicher Maßnahmen vor allem bei Verbrennungsprozessen durch Emissionsbeschränkungen und in der Chemikalienproduktion durch konkrete Verbotsverordnungen.