Saubere Spielplätze für Kinder: Böden im Kreis Euskirchen von Bleibelastungen befreit
Umweltminister Krischer: Durch Bodenaustausch an 48 Spielplätzen in der Region können Kinder wieder unbeschwert toben und graben
Bleibelastungen in den Böden rund um Mechernich stammen aus der Zeit des Erzbergbaus. Nun konnten das Land Nordrhein-Westfalen und die Gemeinden vor Ort ein umfassendes Sanierungsprogramm abschließen: Insgesamt 48 Kinderspielplätze in den Gemeinden Mechernich und Kall wurden saniert und die belasteten Böden ausgetauscht. Dafür standen 4,6 Millionen Euro zur Verfügung. Der größte Teil der Kosten – 80 Prozent – wurde vom Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV), und damit überwiegend aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr getragen. Die beteiligten Kommunen übernahmen jeweils 20 Prozent der Kosten.
Ein einzigartiger Fall in Nordrhein-Westfalen
Die Menschen im Kreis Euskirchen leben mit den Bleibelastungen als Teil ihres Alltags, haben sich aber auf besondere Vorsichtsmaßnahmen eingestellt, um gesundheitliche Risiken gering zu halten. Sie waschen Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten besonders gründlich und achten darauf, Kinder zur Handhygiene nach dem Spielen im Freien anzuhalten, um eine Aufnahme von Blei über den Mund zu vermeiden. Der Kreis Euskirchen unterstützt die Menschen in der bleibelasteten Region. Schon in der Kita werden die Kinder mithilfe des Maskottchens Plumbi spielerisch über Bleigefahren und den Umgang damit aufgeklärt.
Nun wurde ein entscheidender Schritt getan, um vor allem die Kleinsten zu schützen. „Mit dem Bodenaustausch auf den Spielplätzen können Eltern künftig sicher sein, dass ihre Kinder unbeschwert toben, graben und spielen können. Die Sanierung ist ein Erfolg für die Gesundheit und Lebensqualität in der Region“, sagte Umweltminister Oliver Krischer vor Ort.
Der Fall zeigt, wie nachhaltige Investitionen in den Umweltschutz direkt und spürbar im Alltag der Menschen ankommen. Zugleich verdeutlicht er die Notwendigkeit, sich den ökologischen Altlasten der Vergangenheit konsequent zu stellen. Neben dem Bodenaustausch wurde bei sensiblen Bereichen wie dem Wurzelraum wertvoller Bäume behutsam gearbeitet, um die Pflanzen zu erhalten. Als Abgrenzung zum tieferliegenden Boden kam ein Geogitter als Grabesperre zum Einsatz. Abschließend wurde Rollrasen verlegt, damit die Spielflächen schnell wieder genutzt werden konnten. Einige Spielflächen wurden zudem neu strukturiert, verkleinert und durch Hecken oder Zäune besser vom umgebenden Grün abgegrenzt. Dr. Roland Arnz, Geschäftsführer des AAV, betonte: „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie durch enge Zusammenarbeit zwischen Land, Kommune und unserem Verband nachhaltige Lösungen für Altlastenprobleme gefunden werden können.“
Die Gemeinden selbst nutzten die Gelegenheit, um auch den Zustand der Spielgeräte zu überprüfen und zahlreiche Anlagen durch neue, attraktivere Spielgeräte aufzuwerten.
Terminfotos Böden im Kreis Euskirchen von Bleibelastungen befreit
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Bleibelastungen in den Böden rund um Mechernich stammen aus der Zeit des Erzbergbaus. Nun konnten das Land Nordrhein-Westfalen und die Gemeinden vor Ort ein umfassendes Sanierungsprogramm abschließen: Insgesamt 48 Kinderspielplätze in den Gemeinden Mechernich und Kall wurden saniert und die belasteten Böden ausgetauscht. Dafür standen 4,6 Millionen Euro zur Verfügung. Der größte Teil der Kosten – 80 Prozent – wurde vom Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV), und damit überwiegend aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr getragen. Die beteiligten Kommunen übernahmen jeweils 20 Prozent der Kosten. Weitere Informationen in unserer Pressemitteilung.