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Starkes Signal für Hochwasserschutz, Biodiversität & Co.

Lebendige Gewässer

NRW-Umweltminister Oliver Krischer besucht Gewässermaßnahme des Niersverbands in Geldern-Pont

Ein starkes Signal für Hochwasserschutz, Biodiversität, die ökologische Entwicklung der Niers und Klimaanpassung: Der nordrhein-westfälische Umweltminister Oliver Krischer hat heute den Niersverband auf der Baustelle der Gewässermaßnahme „Meykesbos“ an der Niers in Geldern-Pont besucht. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Verbandsratsvorsitzenden Rainer Röder und die Niersverbands-Vorständin Sabine Brinkmann ging es für die Gäste auf die Baustelle, um die Maßnahme vor Ort kennenzulernen. Dabei konnten sie miterleben, wie die erste neu entstandene und naturnah gestaltete Niersschleife an den heutigen Flusslauf angebunden wurde.  

Durch diese vom Niersverband gebaute und vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte naturnahe Umgestaltung entsteht langfristig eine großflächige Auenlandschaft mit regelmäßig von der Niers überfluteten Bereichen, naturnahen Gewässer- und Auwaldstrukturen sowie Röhricht- und Schilfbereichen. Die Niers wird hier auf einer Länge von rund 1.200 Metern von ihrem bisherigen kanalartigen Verlauf in einen naturnah gestalteten Gewässerlauf umgebaut. Durch viele Windungen und eine Verlängerung der Fließstrecke auf rund 2.200 Meter sowie großzügigen Geländeabsenkungen entsteht, zusammen mit einer Verbreiterung der Niers, ein Mosaik aus vielfältigen Strukturen.  Neben dem ökologischen Gewinn für die Niers und ihr Umfeld trägt die Maßnahme dazu bei, Hochwasser in einem natürlichen Rückhalteraum von rund 120.000 m3 abzufedern, in Trockenperioden Wasser in der Fläche zu halten und so der Austrocknung der Flächen entgegenzuwirken. Somit trägt die Maßnahme auch zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels und zur Klimaresilienz der Nierslandschaft bei.  

Minister Oliver Krischer: „Mit der Förderung von Maßnahmen wie hier an der Niers unterstützen wir Verbände und Kommunen dabei, unsere Gewässer wieder lebendig zu gestalten. Dafür investiert die Landesregierung bis zu 80 Millionen Euro jährlich. Besonders wichtig sind Projekte, die der Natur ihren Lebensraum zurückgeben und gleichzeitig vor Hochwasser schützen.“

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