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27.11.2019 | 10:00 Uhr | Berlin

Veranstalter: Umweltministerium, Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V.

Lärmaktionsplanung 3. Stufe

Der Umgebungslärm spielt eine zunehmende Rolle für die urbane Lebensqualität. Lärm beeinflusst die Gesundheit und das Wohlbefinden. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung fühlen sich durch Lärm belästigt. Lärm hat aber auch soziale und ökonomische Folgen z.B. für den Wert von Immobilien. Lärmprävention, Lärmbekämpfung und der Schutz ruhiger Gebiete werden deshalb immer dringender.

Mit der europäischen Umgebungslärmrichtlinie ist ein wichtiges Instrument eingeführt worden, um den Umgebungslärm zu bekämpfen. Seit 2008 haben die zuständigen Behörden und Stellen (in der Regel die Kommunen) die Aufgabe, Lärmaktionspläne auszuarbeiten, die Minderungskonzepte in Ballungsräumen sowie an Hauptverkehrsstraßen, Großflughäfen und Eisenbahnstrecken aufzeigen. Mindestens alle fünf Jahre sind diese Pläne zu überprüfen und erforderlichenfalls zu überarbeiten. 

Aktuell läuft die dritte Runde der Lärmaktionsplanung. Wie Evaluierungen zeigen, führen die Lärmaktionspläne, die aufgrund der Richtlinie aufgestellt werden, nicht immer zu Verbesserungen der Lärmbelastungen. Probleme bei der Planaufstellung durch die zuständigen Behörden haben zu einem Vertragsverletzungsverfahren durch die EU geführt. 

Die gemeinsame Veranstaltung des Arbeitsrings Lärm der DEGA (ALD) und des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW) will zeigen, wie die zuständigen Behörden Lärmaktionsplanung betreiben und davon profitieren können. Es sollen Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Lösungen für die Lärmprobleme aus rechtlicher und planerischer Sicht aufgezeigt werden.

Die interessierte Öffentlichkeit, Fachleute aus der Verwaltung und aus Ingenieurbüros sowie Vertreter/innen der Verbände und der Politik sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

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