Steinkauz
Der Steinkauz ist in Deutschland stark gefährdet und in zahlreichen Regionen bereits verschwunden. Ursache dafür ist vor allem der Rückgang geeigneter Grünlandflächen sowie der Verlust von Höhlenbäumen und zugänglicher, alter Gebäude. In NRW engagieren sich für den Erhalt der Art viele Ehrenamtliche und es werden umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Besonders günstige Lebensbedingungen findet er heute im nordrhein-westfälischen Tiefland.
Hauptverbreitungsgebiet:
- Tiefland Nordrhein-Westfalens und dort der Untere Niederrhein
Bestand:
- in Deutschland stark gefährdet, in NRW gefährdet
Kleine Eulenart, die Streuobstwiesen und Kopfweidenbestände bevorzugt
Der Steinkauz ist in Deutschland stark gefährdet und in zahlreichen Regionen bereits verschwunden. Ursache dafür ist vor allem der Rückgang geeigneter Grünlandflächen sowie der Verlust von Höhlenbäumen und zugänglicher, alter Gebäude. In NRW engagieren sich für den Erhalt der Art viele Ehrenamtliche und es werden umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Besonders günstige Lebensbedingungen findet er heute im nordrhein-westfälischen Tiefland.
Im Gegensatz zu vielen anderen Eulenarten ist der Steinkauz auch tagsüber aktiv. Er bevorzugt Lebensräume wie alte Streuobstwiesen sowie extensiv genutzte Weiden mit Kopfbäumen und Schneitelbuchen. Seine Beute, zu der Mäuse, Insekten und Regenwürmer gehören, erbeutet er durch eine Kombination aus Ansitz- und Bodenjagd.
Der Steinkauz fällt auf durch seinen rundlichen Kopf mit den großen gelben Augen. Er ist eine kleine Eule mit einer Körperlänge von nur 21 bis 23 Zentimeter. Seine Oberseite ist dunkelbraun und mit zahlreichen weißlichen Flecken gezeichnet, die hellere Unterseite ist mit dunkelbraunen Streifen und Flecken gemustert.
Die Balzzeit beginnt meist im März. Gegen Mitte April legt das Weibchen zwischen zwei und sechs Eier, aus denen nach etwa 28 Tagen die Jungvögel schlüpfen. Rund 32 Tage später verlassen die jungen Steinkäuze erstmals ihre Bruthöhle.
Eine große Gefahr für Eier und Jungvögel stellt der Steinmarder dar, ein geschickter Kletterer, der die Bruthöhle erreichen kann. Doch auch nach dem Verlassen des Nestes sind die jungen Käuze nicht sicher: Greifvögel wie Habicht, Uhu und Sperber zählen zu ihren natürlichen Feinden.
Artenhilfsprogramm Künstliche Nisthilfen & Streuobstwiesen
Es existieren zahlreiche Schutzmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen. Von grundlegender Bedeutung ist der Erhalt des Grünlandes (also Mähwiesen und Weiden). Zahlreiche Akteure – darunter Biologische Stationen, Kreisverbände und lokale Gruppen des NABU sowie weitere Naturschutzorganisationen - engagieren sich für den Erhalt der Art. Viele Ehrenamtliche beschneiden Kopfbäume, um sie langfristig als Höhlenbäume für den Steinkauz zu erhalten und statten geeignete Lebensräume mit speziellen Niströhren aus, in denen inzwischen rund die Hälfte aller Steinkäuze in NRW brütet. So hat etwa die Biologische Station Düren im Kreisgebiet mehr als 100 solcher Nisthilfen aufgestellt.
Neben künstlichen Nisthilfen spielt auch der Schutz des Lebensraums eine zentrale Rolle. Der Erhalt von Streuobstwiesen und artenreichem Grünland ist dabei von besonderer Bedeutung. Zahlreiche Stiftungen setzen sich landesweit im Rahmen verschiedener Projekte für diese Lebensräume ein.
Weitere Informationen zum Schutz des Steinkauzes
Nisthilfen für Höhlenbrüter bei der Biologischen Station Witten
Informationen zum Steinkauz beim NABU NRW
Artenporträt "Steinkauz" beim Landesumweltamt
Informationen zum Steinkauz bei der Biologischen Station Düren
der Steinkauzbei der Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V.