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Klimaanpassung in NRW

Kölner Südbrücke bei Hochwasser. Foto: Kay Augustin/panthermedia.net

Auch Nordrhein-Westfalen ist vom Klimawandel betroffen. Neben dem Klimaschutz kommt deshalb der Anpassung an die Folgen des Klimawandels besondere Bedeutung zu.


Anpassung an den Klimawandel in NRW

Mit dem im Dezember 2015 verabschiedeten Klimaschutzplan wurde für NRW eine "Roadmap" vorgelegt, wie die negativen Folgen des Klimawandels in Nordrhein-Westfalen begrenzt werden können. In 16 Handlungsfeldern sind darin insgesamt 66 Maßnahmen vorgesehen, die die Anpassung an die unabwendbaren Folgen des Klimawandels vorantreiben, zum Beispiel in den Bereichen Landwirtschaft, Boden, Wald und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz, Stadtentwicklung und kommunale Planung.
Grundlage für den Klimaschutzplan ist das vom Landtag im Januar 2013 verabschiedete Klimaschutzgesetz, das nicht nur konkrete Ziele für die Treibhausgas-Minimierung festlegt, sondern auch vorsieht, dass das Land Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels ergreift.
In den vergangenen Jahren hatte das nordrhein-westfälische Umweltministerium bereits zahlreiche Einzelprojekte zum Klimawandel und zur Folgenanpassung initiiert und finanziert – von einer detaillierten Wissenschaftsstudie bis hin zu schulischen Lernmaterialien.


Anpassung in Kommunen und Regionen

Wie soll die klimagerechte Stadt der Zukunft aussehen? Wie können sich Kommunen auf den Klimawandel einstellen? Welche Maßnahmen können auf regionaler Ebene ergriffen werden, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen?
Auf diese Fragen gibt es praktische Antworten in Nordrhein-Westfalen:
Die Siegerkommunen des Wettbewerbs "Klima plus", die sich in ländlichen Regionen des Landes befinden, haben im Zeitraum 2008-2015 zahlreiche Konzepte und Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in vorbildlicher Weise umgesetzt.
Das vom NRW-Umweltministerium herausgegebene "Handbuch Stadtklima" hilft, Problemgebiete zu erkennen und zeigt vielfältige Maßnahmen und konkrete Lösungsmöglichkeiten zur Klimaanpassung vor allem in Städten und Ballungsräumen auf.
In dem Projekt "Klimawandelgerechte Metropole Köln" wurden Ideen und Konzepte für eine klimawandelverträgliche Stadtentwicklung insbesondere unter der Berücksichtigung der Themen Wärmebelastung und Starkniederschlagsereignisse am Beispiel der Stadt Köln entwickelt.
Da es sinnvoll ist, Anpassung an den Klimawandel im regionalen Kontext voran zu treiben, besteht in Nordrhein-Westfalen großes Interesse, kommunale Zusammenschlüsse und Konzepte im Bereich Klimaanpassung auf regionaler Ebene zu unterstützen. Klimaschutz- und Anpassungsnetzwerker der Energieagentur NRW stehen den NRW-Regionen im Auftrag des Landes hierfür beratend zur Verfügung. Ab 2018 sind Regionalforen in NRW geplant, die das Thema auf regionaler Ebene platzieren und zu Kooperation und Vernetzung anregen sollen. Manche Kooperationen zur regionalen Klimafolgenanpassung laufen bereits, zum Beispiel in der Region Köln/Bonn oder dem Bergischen Städtedreieck (Solingen, Remscheid, Wuppertal).

Fassadenbegrünung verbessert Lebensqualität – Gutachten zeigt Unterstützungsansätze

Die Begrünung von Fassaden spielt in Ballungsräumen eine wichtige Rolle bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. So kann Fassadenbegrünung nicht nur dazu beitragen, den Regenwasserrückhalt sowie die Verschattung und Verdunstungsleistung im Quartier zu erhöhen, die Luftqualität zu verbessern und den Lärm zu reduzieren. Sie kann auch die natürliche Vielfalt in der Stadt bereichern, die Aufenthalts- und Umgebungsqualität verbessern und den Straßenraum gestalterisch gliedern. Ein im Auftrag des NRW-Umweltministeriums im Jahr 2016 erstelltes Gutachten gibt den Kommunen einen Überblick unter anderem über Planungskriterien, Kosten und Förderungen.

Konzept Starkregen

Mit dem im Dezember 2016 durch das Kabinett beschlossenen "Konzept Starkregen" hat die Landesregierung ihre Angebote an die Kommunen zur Prävention und Bekämpfung der Folgen extremer Niederschläge gebündelt. Es gibt einen Überblick über die rechtlichen Instrumente, Handlungsfelder und Fördermöglichkeiten. Die vor Ort Verantwortlichen können sich so gezielter auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.

Die möglichen Maßnahmen, die Städte und Gemeinden ergreifen können, um wetter- und klimafest zu werden, sind vielfältig. Zum Beispiel können die besonders aufnahmefähigen Böden kartiert und gezielt offen gehalten werden. Die Aspekte der grünen und wassersensiblen Stadt sollten Kommunen in jedem ihren Planungsprozessen berücksichtigen. So können Kommunen z. B. multifunktionale Flächennutzungen, den Bau von Regenrückhalteräumen oder Dachbegrünungen vorantreiben. Daneben muss klimaangepasstes Bauen noch mehr in den Fokus gestellt werden.

Weitere Informationen:


Hochwasser vor einem Hauseingang. Bild: ronfromyork/pantherMedia

Elementarschäden versichern

Überflutete Keller, abgedeckte Dächer, im Schlamm versinkende Möbel: Immer öfter treten auch in Nordrhein-Westfalen extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Stürmen auf – mit zum Teil beträchtlichen Schäden für die Betroffenen. Prüfen Sie deshalb das Risiko Ihres Hauses oder Ihres Betriebes, treffen Sie Vorsorgemaßnahmen und sichern Sie sich mit einer Elementarschadensversicherung ab.

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