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Klimaentwicklung

Ein Hauptverursacher von Klimagasen ist die Großindustrie. Foto: Frank Röder/Panthermedia.net

Historisch ist Nordrhein-Westfalen zwar ein Klimaland der mäßigen Temperaturen. Wetterextreme sind eher selten gewesen. Doch das Klima hat sich in den jüngsten Jahrzehnten stark gewandelt. Nach den Wetteraufzeichnungen der letzten 100 Jahre ist in dieser Zeit die Durchschnittstemperatur in NRW um rund 1 Grad Celsius gestiegen. Die Frosttage sind im Jahresdurchschnitt weniger, die heißen Sommertage mehr geworden.


Aktuelle Klimadaten

Nordrhein-Westfalen zählt zum warm-gemäßigten Regenklima mit mäßig warmen Sommern und milden Wintern. Die mittlere Temperatur des wärmsten Monats liegt unter 22 Grad Celsius und die des kältesten Monats über -3 Grad Celsius.  Nordrhein-Westfalen befindet sich in einem überwiegend maritim geprägten Gebiet, in dem sich gelegentlich kontinentaler Einfluss mit hohem Luftdruck durchsetzt.  

Der Klimawandel in NRW ist an der Erwärmung der Lufttemperatur und an den von Jahr zu Jahr steigenden Regenniederschlägen abzulesen. Die Niederschläge in NRW haben im Laufe der letzten 100 Jahre um rund 15 Prozent zugenommen – von rund 790 Millimetern pro Jahr auf über 900 Millimeter.

Flora und Fauna reagieren bereits darauf. Durch die höheren Temperaturen im Winterhalbjahr blühen bestimmte Pflanzen wesentlich früher als vor 50 Jahren – bis zu 20 Tage sind es bei einigen Straucharten. Auch an der Population einiger Vogelarten lässt sich der Klimawandel ablesen. Durch das Ausbleiben strenger Winter können deutlich mehr Vögel die kalte Jahreszeit in Nordrhein-Westfalen überstehen.

Die Hochwasser-Ereignisse nehmen zu. Foto:  Daniel Loretto/ Panthermedia.net

Die Hochwasser Ereignisse nehmen zu. Foto: Daniel Loretto /Panthermedia.net

Allgemeine Klimaprojektionen

Die für NRW  vorliegenden Klimaprojektionen stammen aus der Studie „Klimawandel in Nordrhein-Westfalen“. Sie gehen auf Simulationen  bisher nur weniger  Modelle zurück, dafür aber liegen uns Ergebnisse mit einer guten räumlichen Auflösung vor. Die neuesten Datensätze stützen sich auf ein größeres Ensemble verschiedener Modelle, so dass die Simulationen eine relativ große Spanne an möglichen Entwicklungen abdecken. Die räumliche Differenzierung dieser Daten ist hingegen eher gering.

 

Die Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen:
  • Zwischen den Jahren 2021 und 2050 wird es im Schnitt voraussichtlich 0,8 bis 1,7 Grad Celsius wärmer werden als es zwischen 1971 und 2000 war.
  • Die Niederschlagsmengen zwischen den Jahren 2021 und 2050 werden sich im Vergleich zur  Periode 1971-2000 zwischen -1% und +8% verändern. Im Winter ist mit einer Zunahme der Niederschläge,  im Sommer mit einer Abnahme der Niederschläge zu rechnen.
  • Die Temperatur- und Niederschlagsveränderungen können zu einer Zunahme von Wetterextremen wie starken Gewittern und Hitzewellen führen.

Klimaatlas: Mehr als 220 Klimakarten online abrufbar

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat seinen digitalen Klimaatlas für Nordrhein- Westfalen ausgebaut. Zusätzlich zu den seit 2011 veröffentlichten Karten für den Zeitraum 1971 – 2000 liegen nun für alle meteorologischen Größen auch Karten für den Zeitraum 1981 – 2010 vor. Darüber hinaus wurden weitere Karten bspw. zur Länge der Vegetationszeit oder Planungshinweiskarten erarbeitet. Insgesamt stellt das LANUV damit in mehr als 220 Karten und einem umfangreichen Textteil Informationen über das Klima und seine Entwicklung in NRW zur Verfügung. Die Grundlage dafür liefern Messdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Die Daten werden im Internet sowohl in einem Fachinformationssystem als auch direkt nutzbar in GIS Anwendungen über einen Web Map Server (WMS) zur Verfügung gestellt. Die Nutzung der Anwendung ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich und kostenfrei.

Weitere Informationen:

Das NRW-Klimaportal: www.klima.nrw.de

Das Land NRW hat sein Informationsangebot im Internet zum Thema "Klima" neu aufgestellt. Unter der Adresse www.klima.nrw.de wurde ein runderneuertes Portal freigeschaltet, das die Aktivitäten und Angebote des Landes aus den Bereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung unter einem Dach bündelt. Herzstück der Seite sind die neuen, über die Startoberfläche erreichbaren Zugänge für die Zielgruppen Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger.


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