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Klimawandel in den Großlandschaften NRWs

Klimawandel in den Großlandschaften. Foto: Pixabay

Die Auswirkungen des Klimawandels bekommen die verschiedenen Landschaften Nordrhein-Westfalens unterschiedlich zu spüren. Die Folgen sind im Einzelnen abhängig von den individuellen, ökonomischen und naturräumlichen Rahmenbedingungen.


Auswirkungen des Klimawandels unterscheiden sich in den Regionen

Durch die Zusammenfassung von Gebieten mit ähnlicher Topographie und Landnutzung entstehen acht Großlandschaften in NRW. Diese werden im Folgenden genauer beschrieben. Grundlage für die Beschreibung sind Klimaprojektionsdaten, die zusammen durch den Deutschen Wetterdienst und das LANUV erarbeitet wurden. Die Projektionen liegen flächendeckend für das gesamte Bundesland vor und basieren auf globalen Klimamodellen, die für NRW regionalisiert wurden. Es treten nur marginale räumliche Unterschiede bei den projizierten Klimaänderungen auf. Da sich die klimatischen Ausgangsbedingungen in den Großlandschaften unterscheiden, können sich die Klimaveränderungen jedoch unterschiedlich auswirken.


Bergisches Land

Typisch für das Bergische Land zwischen der Niederrheinischen Bucht und dem Sauerland ist ein hoher Waldanteil sowie das Vorkommen mehrerer Talsperren. Im Zeitraum 1991-2020 betrug im Bergischen Land die durchschnittliche Jahrestemperatur 9,9 Grad Celsius und die mittlere Niederschlagssumme 1097 Millimeter.

Folgen des Klimawandels in der Region:

  • Wald- und Forstwirtschaft: Die Zusammensetzung der Wälder wird sich wandeln. So wird die Fichte als bislang dominierende Baumart an Konkurrenzkraft verlieren. Durch Stürme, Hitze und Dürre können in den Wäldern häufiger Schäden auftreten. Schaderreger wie der Borkenkäfer, setzten den so geschwächten Bäumen zusätzlich zu.
  • Wasser: Veränderte Niederschlagsmuster sowie höhere Temperaturen und Verdunstung können häufiger zu niedrigen Wasserständen führen. Änderungen im jahreszeitlichen Verlauf der Niederschläge bedingen Veränderungen im Talsperren-Management.
  • Biologische Vielfalt: Die Pflanzen können nur sehr eingeschränkt auf Klimaänderungen reagieren. Kälteliebende Pflanzenarten weichen in höher oder nördlicher gelegene Regionen aus. Bereits heute nehmen ihre Populationen deutlich ab. Dafür werden die Bedingungen für invasive Pflanzenarten begünstigt, die das Landschaftsbild nachhaltig verändern können. Der Einfluss der klimatischen Entwicklung auf die Tierwelt drückt sich beispielsweise deutlich in der Zunahme der Bestände des Schwarzwildes aus. Das so erzeugte Ungleichgewicht kann für eine schnellere Verbreitung der durch das Schwarzwild übertragenen Afrikanischen Schweinepest sorgen.


Sauerland und Siegerland (Süderbergland)

Diese größte Mittelgebirgsregion in Nordrhein-Westfalen ist fast durchgehend dicht bewaldet, nur an wenigen Stellen unterbrochen von Ackerbauflächen. Von allen Großlandschaften tritt im Sauer- und Siegerland die geringste Jahresmitteltemperatur auf. Sie betrug im Zeitraum 1991-2020 8,5 Grad Celsius, gleichzeitig traten mit durchschnittlich 1099 Millimetern hohe Jahresniederschlagsmengen auf.

Folgen des Klimawandels in der Region:

  • Wald- und Forstwirtschaft: Die Zusammensetzung der Wälder wird sich wandeln. So wird die Fichte als bislang dominierende Baumart an Konkurrenzkraft verlieren. Durch Stürme, Hitze und Dürre können in den Wäldern häufiger Schäden auftreten. Schaderreger, wie der Borkenkäfer, setzten den so geschwächten Bäumen zusätzlich zu.
  • Wasser: Veränderte Niederschlagsmuster sowie höhere Temperaturen und Verdunstung können häufiger zu niedrigen Wasserständen führen. Änderungen im jahreszeitlichen Verlauf der Niederschläge bedingen Veränderungen im Talsperren-Management.
  • Biologische Vielfalt: Die Pflanzen können nur sehr eingeschränkt auf Klimaänderungen reagieren. Kälteliebende Pflanzenarten weichen in höher oder nördlicher gelegene Regionen aus. Bereits heute nehmen ihre Populationen deutlich ab. Dafür werden die Bedingungen für invasive Pflanzenarten begünstigt, die das Landschaftsbild nachhaltig verändern können. Der Einfluss der klimatischen Entwicklung auf die Tierwelt drückt sich beispielsweise deutlich in der Zunahme der Bestände des Schwarzwildes aus. Das so erzeugte Ungleichgewicht kann für eine schnellere Verbreitung der durch das Schwarzwild übertragenen Afrikanischen Schweinepest sorgen.Tourismus: Im Tourismussektor hat der Wintertourismus mit den durch den Klimawandel bedingten höheren Temperaturen zu kämpfen. Die Zahl der Schneedeckentage hat im Sauerland stark abgenommen. Durch künstliche Beschneiung und Alternativangebote hat dies allerdings noch keine zurückgehenden touristischen Übernachtungen in der Region zur Folge.


Eifel

Die Eifel zeigt sich differenziert: In höheren Lagen kühl und mit Wald bestanden, in der wärmebegünstigten Nordeifel und im Vennvorland wird auch Ackerbau betrieben. Im Zeitraum 1991-2020 betrug die jährliche Durchschnittstemperatur in der Eifel 9,3 Grad Celsius, die mittlere Niederschlagssumme 851 Millimeter.

Folgen des Klimawandels in der Region:

  • Wald- und Forstwirtschaft: Die Zusammensetzung der Wälder wird sich wandeln. So wird die Fichte als bislang dominierende Baumart an Konkurrenzkraft verlieren. Durch Stürme, Hitze und Dürre können in den Wäldern häufiger Schäden auftreten. Schaderreger, wie der Borkenkäfer, setzten den so geschwächten Bäumen zusätzlich zu.
  • Biologische Vielfalt: Die Pflanzen können nur sehr eingeschränkt auf Klimaänderungen reagieren. Kälteliebende Pflanzenarten weichen in höher oder nördlicher gelegene Regionen aus. Bereits heute nehmen ihre Populationen deutlich ab. Dafür werden die Bedingungen für invasive Pflanzenarten begünstigt, die das Landschaftsbild nachhaltig verändern können. Der Einfluss der klimatischen Entwicklung auf die Tierwelt drückt sich beispielsweise deutlich in der Zunahme der Bestände des Schwarzwildes aus. Das so erzeugte Ungleichgewicht kann für eine schnellere Verbreitung der durch das Schwarzwild übertragenen Afrikanischen Schweinepest sorgen.
  • Wasserwirtschaft: Veränderte Niederschlagsmuster sowie höhere Temperaturen und Verdunstung können häufiger zu niedrigen Wasserständen führen. Änderungen im jahreszeitlichen Verlauf der Niederschläge bedingen Veränderungen im Talsperren-Management.


Westfälische Bucht und Westfälisches Tiefland

In diesen landwirtschaftlich geprägten Regionen lag die mittlere Jahrestemperatur mit etwa zehn Grad Celsius im Zeitraum 1991-2020 etwas höher als in den Mittelgebirgsregionen. Die mittlere Niederschlagssumme im Zeitraum 1991-2020 war mit 717 Millimeter im Westfälischen Tiefland deutlich niedriger als in der Westfälischen Bucht mit 799 Millimetern; dennoch liegt der Niederschlag in beiden Großlandschaften noch unter dem Schnitt für NRW.

Folgen des Klimawandels in der Region:

  • Landwirtschaft: Durch die steigenden Durchschnittstemperaturen in Verbindung mit einer saisonalen Verschiebung der Niederschläge kann es zu Trockenstress bei Pflanzen und damit zu Ertragseinbußen kommen. Insbesondere in den niederschlagsarmen Regionen und auf Flächen mit sandigen Böden können sich heiße, trockene Sommer wie 2018 negativ auswirken. Phänologische Ereignisse wie die Apfelblüte oder die Aussaat und das Auflaufen wichtiger landwirtschaftlicher Kulturen verfrühen sich. Dadurch vergrößert sich das Risiko von Ertragsausfällen durch Spätfröste. Durch steigende Durchschnittstemperaturen und vermehrt auftretende Hitzetage nimmt die Wärmebelastung für landwirtschaftliche Nutztiere zu, insbesondere in der Massentierhaltung.
  • Biologische Vielfalt: Durch die erwarteten klimatischen Veränderungen wird die Anfälligkeit von Feuchtlebensräumen steigen.
  • Wasser: Veränderte Niederschlagsmuster, steigende Temperaturen und Verdunstungswerte sowie ein erhöhter Wasserbedarf im Sommer können häufiger zu niedrigen Wasserständen, einem Absinken der Grundwasserspiegel und einer eingeschränkten Wasserverfügbarkeit führen.
  • Hitzebelastung: Hitzebelastung tritt insbesondere in den Ballungsgebieten auf. Bereits heute sind laut Klimaanalyse NRW an einem typischen Sommertag in Gladbeck, Gelsenkirchen und Münster über 70 Prozent der Bevölkerung von Hitzebelastung betroffen, in Herne mehr als 60 Prozent und in Essen über 50 Prozent. Insbesondere in städtischen Lagen treten vermehrt Tropennächte und Hitzetage auf. Die erhöhte Sterberate infolge außergewöhnlicher Hitzewellen zeigt, dass in Zukunft bei einer Häufung extremer Wetterlagen mit weitreichenden Konsequenzen für die menschliche Gesundheit gerechnet werden muss.


Niederrheinische Bucht

Die Niederrheinische Bucht war mit 10,9 Grad Celsius im Zeitraum 1991-2020 eine der Großlandschaften mit der höchsten Jahresmitteltemperatur in NRW, die mittlere Niederschlagssumme lag mit 726 Millimeter im Zeitraum 1991-2020 hingegen deutlich unter dem NRW-Schnitt. Neben einem hohen Anteil landwirtschaftlicher Nutzung weist die Niederrheinische Bucht einen hohen Siedlungsanteil auf.

Folgen des Klimawandels in der Region:

  • Landwirtschaft: Durch die steigenden Durchschnittstemperaturen in Verbindung mit einer saisonalen Verschiebung der Niederschläge kann es zu Trockenstress bei Pflanzen und damit zu Ertragseinbußen kommen. Insbesondere in den niederschlagsarmen Regionen und auf Flächen mit sandigen Böden können sich heiße, trockene Sommer wie 2018 negativ auswirken. Phänologische Ereignisse wie die Apfelblüte oder die Aussaat und das Auflaufen wichtiger landwirtschaftlicher Kulturen verfrühen sich. Dadurch vergrößert sich das Risiko von Ertragsausfällen durch Spätfröste. Durch steigende Durchschnittstemperaturen und vermehrt auftretende Hitzetage nimmt die Wärmebelastung für landwirtschaftliche Nutztiere zu, insbesondere in der Massentierhaltung.
  • Biologische Vielfalt: Durch den Temperaturanstieg können sich invasive Arten etablieren und einheimische Arten verdrängen.
  • Wasser: Veränderte Niederschlagsmuster, steigende Temperaturen und Verdunstungswerte sowie ein erhöhter Wasserbedarf im Sommer können häufiger zu niedrigen Wasserständen, einem Absinken der Grundwasserspiegel und einer eingeschränkten Wasserverfügbarkeit führen.
  • Hitzebelastung: Hitzebelastung tritt insbesondere in den Ballungsgebieten auf. Bereits heute sind laut Klimaanalyse NRW an einem typischen Sommertag in Köln über 60 Prozent der Bevölkerung von Hitze betroffen, in Bonn über 50 Prozent. Insbesondere in städtischen Lagen treten vermehrt Tropennächte und Hitzetage auf. Die erhöhte Sterberate infolge außergewöhnlicher Hitzewellen zeigt, dass in Zukunft bei einer Häufung extremer Wetterlagen mit weitreichenden Konsequenzen für die menschliche Gesundheit gerechnet werden muss.


Niederrheinisches Tiefland

Das Niederrheinische Tiefland weist von allen Großlandschaften NRWs die geringsten Geländehöhen auf. Es zählte mit 10,9 Grad Celsius im Zeitraum 1991-2020 zu den Großlandschaften mit der höchsten Jahresdurchschnittstemperatur und wird durch Ackerbau und Grünlandwirtschaft geprägt. Die mittlere Jahresniederschlagssumme lag im Zeitraum 1991-2020 bei 764 Millimeter.

Folgen des Klimawandels in der Region:

  • Landwirtschaft: Durch die steigenden Durchschnittstemperaturen in Verbindung mit einer saisonalen Verschiebung der Niederschläge kann es zu Trockenstress bei Pflanzen und damit zu Ertragseinbußen kommen. Insbesondere in den niederschlagsarmen Regionen und auf Flächen mit sandigen Böden können sich heiße, trockene Sommer wie 2018 negativ auswirken. Phänologische Ereignisse wie die Apfelblüte oder die Aussaat und das Auflaufen wichtiger landwirtschaftlicher Kulturen verfrühen sich. Dadurch vergrößert sich das Risiko von Ertragsausfällen durch Spätfröste. Durch steigende Durchschnittstemperaturen und vermehrt auftretende Hitzetage nimmt die Wärmebelastung für landwirtschaftliche Nutztiere zu, insbesondere in der Massentierhaltung.
  • Biologische Vielfalt: Durch den Temperaturanstieg können sich invasive Arten etablieren und einheimische Arten verdrängen.
  • Wasser: Veränderte Niederschlagsmuster, steigende Temperaturen und Verdunstungswerte sowie ein erhöhter Wasserbedarf im Sommer können häufiger zu niedrigen Wasserständen, einem Absinken der Grundwasserspiegel und einer eingeschränkten Wasserverfügbarkeit führen.
  • Hitzebelastung: Hitzebelastung tritt insbesondere in den Ballungsgebieten auf. Bereits heute sind laut Klimaanalyse NRW an einem typischen Sommertag in Düsseldorf und Krefeld über 80 Prozent der Bevölkerung von Hitze betroffen, sowie in Mönchengladbach über 60 Prozent. Insbesondere in städtischen Lagen treten vermehrt Tropennächte und Hitzetage auf. Die erhöhte Sterberate infolge außergewöhnlicher Hitzewellen zeigt, dass in Zukunft bei einer Häufung extremer Wetterlagen mit weitreichenden Konsequenzen für die menschliche Gesundheit gerechnet werden muss.


Weserbergland

Teutoburger Wald, Eggegebirge und Wiehen- und Wesergebirge bilden einige lang gestreckte Gebirgsketten, die als Weserbergland zusammengefasst werden. Das Weserbergland ist durch landwirtschaftliche Nutzung geprägt, wobei die Kuppenlagen meist bewaldet sind. Im Zeitraum 1991-2020 lag die mittlere Jahrestemperatur bei 9,5 Grad Celsius, die mittlere Jahresniederschlagssumme bei 865 Millimeter.

Folgen des Klimawandels in der Region:

  • Landwirtschaft: Durch die steigenden Durchschnittstemperaturen in Verbindung mit einer saisonalen Verschiebung der Niederschläge kann es zu Trockenstress bei Pflanzen und damit zu Ertragseinbußen kommen. Insbesondere in den niederschlagsarmen Regionen und auf Flächen mit sandigen Böden können sich heiße, trockene Sommer wie 2018 negativ auswirken. Phänologische Ereignisse wie die Apfelblüte oder die Aussaat und das Auflaufen wichtiger landwirtschaftlicher Kulturen verfrühen sich. Dadurch vergrößert sich das Risiko von Ertragsausfällen durch Spätfröste. Durch steigende Durchschnittstemperaturen und vermehrt auftretende Hitzetage nimmt die Wärmebelastung für landwirtschaftliche Nutztiere zu, insbesondere in der Massentierhaltung.
  • Wald- und Forstwirtschaft: Die Zusammensetzung der Wälder wird sich wandeln. So wird die Fichte als bislang dominierende Baumart an Konkurrenzkraft verlieren. Durch Stürme, Hitze und Dürre können in den Wäldern häufiger Schäden auftreten. Schaderreger, wie der Borkenkäfer, setzten den so geschwächten Bäumen zusätzlich zu.
  • Wasser: Weniger Sommerniederschläge und höherer Wasserbedarf im Sommer machen ein Absinken der Grundwasserspiegel und eine eingeschränkte Wasserverfügbarkeit möglich.