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Umweltwirtschaftsbericht NRW

Elektrofahrzeug. Foto: Dieter Brockmann / panthermedia.net

Für die langfristige und strategische Begleitung der Umweltwirtschaft bedarf es einer quantitativen und aktualisierbaren Wissensbasis, die mit dem Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen geschaffen wird. Dieser ist Bestandteil der Umweltwirtschaftsstrategie des Landes. Mit ihm werden für das Land und seine Regionen die ökonomischen Potenziale und die Bedeutung der Umweltwirtschaft und seiner Teilmärkte für NRW untersucht.


Grundlage für das politische Handeln

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat mit dem Umweltwirtschaftsbericht eine detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Unternehmenslandschaft und des Innovationsgeschehens in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Diese soll den Ausgangspunkt für gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen bilden und zugleich einen Maßstab für deren Erfolg definieren. Der Umweltwirtschaftsbericht ist ein Kernelement der Umweltwirtschaftsstrategie der Landesregierung. Mit ihm hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ein Berichts- und Monitoring-System zur Darstellung der ökonomischen Bedeutung der Umweltwirtschaft erfolgreich etabliert. Im Dezember 2020 veröffentlichte das Umweltministerium NRW die mittlerweile dritte Ausgabe des Umweltwirtschaftsberichts NRW. Mit ihm werden die Entwicklungen in der Umweltwirtschaft von 2010 bis 2019 auf Basis ökonomischer Kenndaten detailliert beschrieben. Der erste Umweltwirtschaftsbericht NRW erschien 2015, der zweite 2017.


Der Umweltwirtschaftsbericht 2020: Die Entwicklung im Überblick

Die Umweltwirtschaft stellt für Nordrhein-Westfalen eine aktuelle Schlüsselbranche auf der Höhe der Zeit dar: Sie gibt wichtige Impulse für die Entwicklung hin zur Green Economy in Nordrhein-Westfalen.

Seit 2010 steigt die Zahl der Erwerbstätigen in der Umweltwirtschaft pro Jahr um 1,4%. 2019 arbeiten insgesamt rund 468.000 Erwerbstätige in der Umweltwirtschaft, das sind 5 % aller Erwerbstätigen in NRW.

Rund die Hälfte der Erwerbstätigen der Umweltwirtschaft (49 %) arbeitet im Dienstleistungsbereich, über ein Fünftel (22 %) ist in der Industrie tätig. Im Bau und Handwerk finden 24 %, in der Land- und Forstwirtschaft mehr als 5% der Erwerbstätigen der Umweltwirtschaft ihre Beschäftigung.

Die Umweltwirtschaft steht 2018 für rund 6 % der gesamten nordrhein-westfälischen Bruttowertschöpfung. Sie wuchs zwischen 2010 und 2018 pro Jahr um 3,6 %.

Die Innovationskraft der Umweltwirtschaft ist konstant hoch: Mit rund 19 % aller bundesweit angemeldeten entsprechenden Patente zählt Nordrhein-Westfalen zu den wichtigen Innovationsstandorten in Europa. Im weltweiten Vergleich stammen rund 2 % aller weltweiten Patente der Umweltwirtschaft aus Nordrhein-Westfalen.