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Umweltwirtschaftsbericht NRW

Elektrofahrzeug. Foto: Dieter Brockmann / panthermedia.net

Für die langfristige und strategische Begleitung der Umweltwirtschaft bedarf es einer quantitativen und aktualisierbaren Wissensbasis, die mit dem Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen geschaffen wird. Dieser ist Bestandteil der Umweltwirtschaftsstrategie des Landes. Mit ihm werden für das Land und seine Regionen die ökonomischen Potenziale und die Bedeutung der Umweltwirtschaft und seiner Teilmärkte für NRW untersucht.


Grundlage für das politische Handeln

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat mit dem Umweltwirtschaftsbericht eine detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Unternehmenslandschaft und Angebotsvielfalt in Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Diese soll den Ausgangspunkt für gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen bilden und zugleich einen Maßstab für deren Erfolg definieren.

Ein Kernelement der Umweltwirtschaftsstrategie ist der Umweltwirtschaftsbericht. Mit ihm hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ein Berichts- und Monitoring-System zur Darstellung der ökonomischen Bedeutung der Umweltwirtschaft erfolgreich etabliert.

Mit dem neuen Umweltwirtschaftsbericht NRW 2017 wird die Entwicklung in der Umweltwirtschaft auf Basis der mit dem ersten Umweltwirtschaftsbericht eingeführten ökonomischen Kenndaten gutachterlich fortgeschrieben. Zusätzlich werden mit den Schwerpunkten internationale Märkte und Innovationen zwei Themen untersucht, die für die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg nordrhein-westfälischer Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind.


Die wichtigsten Ergebnisse des Umweltwirtschaftsberichtes NRW

  • Nordrhein-Westfalen ist bundesweit die Nummer Eins
    Nordrhein-Westfalen ist bundesweit größter Anbieter für umweltwirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen. Im Jahr 2016 verzeichnet Nordrhein-Westfalen rund 368.000 Erwerbstätige in der Umweltwirtschaft. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung Nordrhein-Westfalens beträgt 5,1 % – und liegt damit höher als in jeder anderen Schlüsselbranche des Landes.
  • Umweltwirtschaft ist Wertschöpfung
    Die Umweltwirtschaft erwirtschaftet im Jahr 2015 mit 27,7 Mrd. Euro über 6 % der Bruttowertschöpfung Nordrhein-Westfalens und ist seit 2010 um 3,4 % pro Jahr gewachsen.
  • Umweltwirtschaft ist Job-Motor
     Die Erwerbstätigenzahl der Umweltwirtschaft wächst im Einklang mit der Gesamtwirtschaft um +1,6 % pro Jahr (2010–2016), schneller als in den anderen Schlüsselbranchen des Landes (z.B. Chemie: +1,5 % p. a.; Metallindustrie: –0,1 % p. a.; Maschinenbau +0,8 % p. a.).
  • Umweltwirtschaft ist Innovationsführer
    Nordrhein-Westfalen stellt umgerechnet rund 2 % der weltweiten und 19 % aller bundesweiten Patente der Umweltwirtschaft (2014). Damit ist das Bundesland einer der patentstärksten Standorte in Deutschland. Die Digitalisierung ist der mit Abstand bedeutendste Innovationstreiber in der Umweltwirtschaft: Präzisionslandwirtschaft, intelligente Stromnetze, smarte Gebäude, eine digitale Entsorgungslogistik, ein umfassendes städtisches Mobilitätsmanagement, Wasser 4.0, vernetze Messsonden oder auch der virtuelle Wald – in allen Teilmärkten der Umweltwirtschaft sind digitale Innovationen prägend.
  • Umweltwirtschaft ist Exportmeister
    Die Exportquote der Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalens liegt bei 15,5 % (2015). Werden lokal erbrachte und nicht-exportierfähige Bau- und Dienstleistungen ausgeklammert, liegt die Exportquote der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft bei 40 %.
  • Umweltschutz ist wichtigster Treiber
    Mit 90.000 Erwerbstätigen (2016) ist der Teilmarkt Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft der größte der Umweltwirtschaft. Zusammen mit den Teilmärkten Minderungs- und Schutztechnologien (rd. 10.000 Erwerbstätige) und Wasserwirtschaft (53.000 Erwerbstätige) entfallen auf klassische Umwelttechnologien über 40 Prozent der Erwerbstätigen.