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Vermarktungsförderung

Gemüse aus der Region. Foto: Arne Trautmann/ Panthermedia.net

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz unterstützt und initiiert Maßnahmen, die die Chancen und Position der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft am Markt verbessern. Gefördert werden die Entwicklung und Durchführung von Vermarktungsaktivitäten, die zum Beispiel von Erzeugerzusammenschlüssen, Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung oder von Regionalvermarktungsinitiativen umgesetzt werden.


Absatzförderung

Die Unterstützung der Branchenakteure bei der Erschließung neuer und nachhaltig geprägter Marktpotenziale ist ein wichtiges Anliegen des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz. Das Ministerium bietet entsprechende Förderprogramme für die überwiegend kleinen und mittelständischen Betriebe an.

Dazu zählen Maßnahmen wie

  • die Beratung bei der Vermarktung nordrhein-westfälischer Produkte mit besonderen Quali-tätsmerkmalen, beispielsweise Beantragung des EU-Geoschutzes für landestypische Spezialitäten. Derzeit sind 11 regionale Spezialitäten aus NRW europaweit als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) anerkannt.
  • die Begleitung bei der Entwicklung und Erstellung eines Vermarktungskonzeptes basierend insbesondere auf Marktstudien und Marktanalysen.
  • Unterstützung der Durchführung von Aus- und Weiterbildungen zu innovativen Vermark-tungsstrategien für die praktische Umsetzung, wie zum Beispiel Verkaufstraining für die Direktvermarktung, Medientraining und Beteiligung an Messe-Auftritten.
  • Gemeinschaftswerbung und Öffentlichkeitsarbeit – zum Beispiel durch Publikationen und Veröffentlichungen, Informationsveranstaltungen und Verbraucherinformation, Produktpräsentation in Form von Genusstagen, Aktionstagen und Infotainmentprogrammen, gemeinsame Messeauftritte.

Verkauf landwirtschaftlicher Produkte. Foto: Birgit Strehl/ Panthermedia.net

Gefördert werden auch Initiativen zur Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte. (Foto Birgit Strehl / panthermedia.net)

Verbesserung der Vermarktungsstrukturen

Effiziente Absatzstrukturen sind ein wichtiger Wettbewerbsfaktor der Land- und Ernährungswirtschaft. Deshalb bezuschusst Nordrhein-Westfalen im Rahmen des „NRW-Programms Ländlicher Raum“ Projekte, die auf eine bessere Verarbeitung und Vermarktung sowie den Auf- oder Ausbau neuer Absatzmärkte abzielen. Die Finanzierung der Förderung erfolgt mit Mitteln der EU, des Bundes und des Landes NRW.

Fördermaßnahmen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verbesserung der Vermarktungsstrukturen sind:

  • Zuschüsse für Erstinvestitionen zur Verbesserung der Verarbeitung und Vermarktung; insbesondere kleine und mittlere verarbeitende Unternehmen, die eng mit landwirtschaftlichen Erzeugern zusammenarbeiten, sollen dazu befähigt werden, den Herausforderungen des Marktes, vor allem auch durch den effizienten Einsatz von Ressourcen zu begegnen.
  • Gründung von Erzeugergemeinschaften: Durch die Bündelung des Angebots soll die Verhandlungsposition der Erzeuger innerhalb der Wertschöpfungskette gestärkt werden.
  • Förderung der Zusammenarbeit für kurze Vermarktungsketten: Durch Zusammenarbeit soll die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse besser an die Erfordernisse des Marktes und einer nachhaltigen Entwicklung angepasst werden, um damit zur Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligten im Markt beizutragen. Dem voraus geht eine kartellrechtliche Freistellung der Erzeugerorganisationen durch eine Anerkennung nach dem Agrarmarktstrukturgesetz.
  • Nutzung von Qualitätssystemen: Dadurch soll dem Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten nach Sicherstellung der Qualität von Lebensmitteln und Produktionsverfahren Rechnung getragen und eine Steigerung der Wertschöpfung und der Absatzmöglichkeiten für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel erreicht werden.


Die Regionalvermarktungsagentur

Die Regionalvermarktungsagentur im Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) steht Vermarktungsinitiativen beratend zur Seite. Mit Hilfe dieser Beratung sind bereits vielfältige Projekte entstanden. Auch für die Bewilligung von Fördermaßnahmen ist das LANUV zuständig.


"Meister.Werk.NRW"

Zusammen mit den Bäckerverbänden und dem Fleischerverband NRW schreibt das NRW-Landwirtschaftsministerium einen Wettbewerb zur Auszeichnung besonderer Leistungen im Bäckerei- und Fleischerhandwerk aus. Die Auszeichnung "Meister.Werk.NRW" wird an solche Betriebe verliehen, die sich um besondere Qualität bemühen.

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Land- und Ernährungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Die Land- und Ernährungswirtschaft bieten in Nordrhein-Westfalen rund 400.000 Menschen Arbeit. Damit gehören sie zu den größten Arbeitgebern in unserem Land. In NRW wird alles produziert, was man zum Leben braucht: Obst und Gemüse, Fleisch und Wurstwaren, Eier, Milch und Milchprodukte, Bier, Süßwaren sowie Brot und Backwaren. Neben Bayern und Niedersachsen gehört Nordrhein-Westfalen zu den drei wichtigsten Agrarstandorten in Deutschland.

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