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Lebensmittelhygiene

Lebensmittelhygiene – auch im privaten Haushalt wichtig. Foto: kazoka30/ Panthermedia.net

Diejenigen, die Lebensmittel herstellen oder in Verkehr bringen, sind für die Sicherheit der Lebensmittel und für deren hygienische Behandlung verantwortlich. Dies ist im europäischen Recht für alle Mitgliedstaaten festgelegt und kann durch nationales Lebensmittelhygienerecht und durch Leitlinien, die sich verschiedene Wirtschaftsverbände in Abstimmung mit den Überwachungsbehörden gegeben haben, ausgestaltet werden.


Bei der Erzeugung, im Handel und im Haushalt unverzichtbar!

Lebensmittelhygiene ist auf allen Stufen der Gewinnung, Herstellung, Verarbeitung, Verpackung, Transport und Verkauf von den Unternehmern anzuwenden. Die zuständigen Behörden der amtlichen Lebensmittelüberwachung überprüfen die Betriebe und  deren Eigenkontrollen systematisch und risikobasiert sowie deren Produkte darauf, ob die zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher geschaffenen Rechtsvorschriften der Lebensmittelhygiene eingehalten werden.

Entscheidend für die Sicherheit und Qualität des Lebensmittels ist aber auch, wie die Verbraucherinnen und Verbraucher nach dem Kauf damit umgehen. Auch im privaten Haushalt sollten die Grundregeln der Lebensmittelhygiene unbedingt beachtet werden. Insbesondere im Umgang mit kritischen, leicht verderblichen Lebensmitteln ist Vorsicht geboten! Dies gilt insbesondere für rohes Tatar und Mett, roh zu verzehrender Fisch, Rohmilchkäse, Speisen mit rohen Eiern wie zum Beispiel selbst gemachte Majonäse und Tiramisu, nicht pasteurisierte oder sterilisierte Milch wie Rohmilch.

Lebensmittel tierischer Herkunft  (Fleisch, Fisch, Milch, Eier und daraus hergestellte Lebensmittel) gelten als besonders leicht verderblich und müssen einer geschlossenen Kühlkette von Einkauf/Anlieferung über die Lagerung bis zur Zubereitung unterliegen. Auf die Temperaturvorgaben des Herstellers auf dem Etikett sollte unbedingt geachtet werden.

Der „Zoonoseplan“ für die Lebensmittelkette

Die Höhe der Belastung von Lebensmitteln durch Mikroorganismen, Viren und Pilzen ist mit entscheidend für die Sicherheit von Lebensmitteln für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Daher hat das NRW-Verbraucherschutzministerium den sogenannten „Zoonoseplan Lebensmittelkette“ entwickelt. Unter „Zoonosen“ versteht man diejenigen Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch wechselseitig übertragbar sind – auch mittelbar über das Essen und Trinken. Ziel des Zoonoseplans ist es, Zoonoseerreger zu erfassen und den Eintrag solcher Infektionserreger über die Lebensmittelkette so klein wie möglich zu halten und somit den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhöhen.

 

Einrichtung eines Beirats

Auf dieser  Grundlage wird ein Beratungsgremium, der „Zoonosenbeirat“, eingerichtet, in dem Mitglieder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und organisiertem Verbraucherschutz berufen werden. Im Beirat werden umfassende Bewertungen der Zoonosesituation und Vorschläge für das weitere Vorgehen zur Reduzierung des Zoonoseeintrags in die Lebensmittel in Nordrhein-Westfalen erarbeitet. Dabei werden alle Stufen der Lebensmittelkette beleuchtet.

Zoonose-Monitoring

Mit dem Zoonose-Monitoring wurde ein wichtiges Instrument entwickelt, die Gesamtsituation beobachten zu können. So werden wichtige Erkenntnisse über Mikroorganismen in der Lebensmittelkette gewonnen. Die Aufklärung von Infektionsgeschehen, die wahrscheinlich durch Lebensmittel verursacht werden, konnte deutlich verbessert werden. Hierzu trägt in Nordrhein-Westfalen auch die intensivierte Zusammenarbeit der Behörden mit bei, insbesondere zwischen den Behörden des gesundheitlichen Verbraucherschutzes und den Behörden im Gesundheitsschutz.

Die Erkenntnisse des Monitorings und die Arbeitsergebnisse des Beirats fließen in die laufende Überwachungsarbeit ein, um die Zoonose-Belastungssituation in der gesamten Lebensmittelkette weiter zu verbessern. Der „Zoonoseplan Lebensmittelkette“ wird jährlich auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse fortgeschrieben.


Die amtliche Lebensmittelüberwachung

Aufgabe der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren durch Lebensmittel, Tabakerzeugnisse, kosmetische Mittel und Bedarfsgegenstände sowie vor Irreführung und Täuschung zu schützen. Die zuständigen Behörden überprüfen die Betriebe und  deren Eigenkontrollen systematisch und risikobasiert sowie deren Produkte darauf, ob die zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher geschaffenen Rechtsvorschriften eingehalten werden.

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Lebensmittelsicherheit

Zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern setzt das NRW-Verbraucherschutzministerium bei der Lebensmittelsicherheit nicht nur auf wirksame Kontrollen, sondern auch auf umfassende Information und Transparenz.

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