Zum Inhalt springen

umwelt.nrw

Hauptinhalt

Kosmetik

Kosmetik. Brian Chase/panthermedia.net

Kosmetische Mittel sollen nicht nur das Aussehen verbessern oder der Pflege dienen, sie müssen für Verbraucherinnen und Verbraucher auch gesundheitlich unbedenklich sein. In Nordrhein-Westfalen werden deshalb jährlich rund 4000 kosmetische Mittel von den Überwachungsbehörden untersucht.


Was sind kosmetische Produkte?

Kosmetika - die wenigsten wollen auf sie verzichten. Aber was sind kosmetische Mittel oder Kosmetika und wie sicher sind sie?

Kosmetische Mittel sind Produkte, die äußerlich am Menschen (Haut, Haare, Nägel, Lippen, Zähne, Schleimhäute der Mundhöhle, intime Regionen) angewendet werden und nicht nur zur Beeinflussung des Aussehens (dekorative Kosmetika) dienen, sondern auch zur Reinigung, Pflege, zum Schutz und zur Parfümierung.

Kosmetische Mittel können unmittelbar auf dem menschlichen Körper aufgebracht werden und verbleiben dort (wie Tagescreme) oder werden im Rahmen der Verwendung wieder entfernt (wie Shampoo).

Nicht zu den kosmetischen Mittel zählen zum Beispiel die in der Werbung angepriesenen sogenannten Schönheitsdragees zur Stärkung von Nägeln und Haaren und zur Verschönerung des Hautbildes, sowie die Carotin- oder Bräunungskapseln, da sie innerlich aufgenommen werden und somit auch von innen wirken.


Eigenschaften von Kosmetika müssen wissenschaftlich nachweisbar sein

Kosmetische Mittel müssen für Verbraucherinnen und Verbraucher sicher sein. Ihr Gebrauch darf auch bei langfristiger Anwendung keine gesundheitlichen Schäden hervorrufen. Die Hersteller sind verpflichtet, ihre Produkte einer Sicherheitsbewertung zu unterziehen. 

Aussagen, mit denen für kosmetische Mittel geworben werden, dürfen den Verbraucherinnen und Verbraucher nicht täuschen – sie müssen wissenschaftlich nachweisbar sein. 

Kosmetische Mittel unterliegen keinem Zulassungsverfahren. Für jedes in Verkehr gebrachte kosmetische Mittel gewährleistet die verantwortliche Person die Einhaltung der in der EU-Kosmetik-Verordnung festgelegten Verpflichtungen. Name oder Firma und Anschrift der verantwortlichen Person müssen auf dem kosmetischen Mittel angegeben werden. 

Der intensive Kontakt dieser Mittel mit dem Menschen erfordert eine detaillierte rechtliche Regelung und Kontrolle zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Mit der Bewertung der Sicherheit und der für das kosmetische Mittel angepriesenen Wirkung sowie mit der Einhaltung der guten Herstellungspraxis werden daher hohe Anforderungen an Hersteller und Importeure kosmetischer Mittel gestellt. Das Kosmetikrecht ist durch die unmittelbar geltende EU-Kosmetikverordnung in der Europäischen Union vereinheitlicht. Es regelt die stoffliche Zusammensetzung, die Kennzeichnung, die Auslobung von Werbeaussagen, den Vertrieb und die Überwachung von kosmetischen Mitteln. 

Weitere Informationen:

Amtliche Überwachung in Nordrhein-Westfalen

Kosmetische Mittel werden von den Überwachungsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte kontrolliert, die auch für die Überwachung anderer Produkte wie beispielsweise Lebensmittel  verantwortlich sind. Sie kontrollieren die Produkte auf dem Markt, nehmen Proben und führen vorrangig bei Herstellern,  Importeuren und Händlern Betriebskontrollen durch. Hersteller und Importeure kosmetischer Mittel sowie Händler, die kosmetische Mittel unter ihrem Handelsnamen in Verkehr bringen, sind verpflichtet, das erstmalige Inverkehrbringen solcher Mittel der zuständigen Überwachungsbehörde mitzuteilen. 

Die Überwachungsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte werden von Expertinnen und Experten der Untersuchungsämter unterstützt. Sie begleiten die Kontrolleure zum Teil bei den Betriebskontrollen, um die laut EU-Kosmetik-Verordnung erforderlichen Produktunterlagen zu prüfen. 

In Nordrhein-Westfalen werden circa 4000 kosmetische Mittel jährlich untersucht. Die Beanstandungsquote liegt bei ca. 10 bis 15 Prozent. Mängel werden vorwiegend bei der Kennzeichnung sowie der chemischen Zusammensetzung festgestellt.


Die Verbraucherbeschwerde

Verbraucherinnen und Verbraucher haben einen Anspruch auf einwandfreie und gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel, Kosmetika und sonstige Bedarfsgegenstände wie Geschirr, Verpackungen von Lebensmitteln und Kosmetika, Bekleidung, Spielwaren und Scherzartikel, Reinigungs- und Pflegemittel. Wer also sein Bier schal gekauft hat oder seine Aufback-Brötchen beim Auspacken zuhause schimmelig vorfindet, kann seine Rechte einfordern.

Weiterlesen


Verbraucherwarnungen

Das Land NRW gehört bei der Verbraucherwarnung im Internet zu den Pionieren: Bereits 2008 wurde dafür eine eigene Web-Seite eingerichtet. Das Land veröffentlicht dort fortlaufend immer die aktuellsten Informationen über Erzeugnisse aus den Bereichen der Lebensmittel, kosmetischen Mittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel, vor denen wegen möglicher Gesundheitsrisiken gewarnt wird oder die vom Hersteller oder Vertreiber zurückgerufen worden sind.

Weiterlesen


Infodienst "Warnmeldungen"

Wir bieten Ihnen an, aktuelle Warnmeldungen, Informationen zu aktuellen Themen (Zahl des Tages, Thema des Monats) und Hinweise auf gerade veröffentlichte Pressemitteilungen des Ministeriums und seines Geschäftsbereichs gratis zu abonnieren. Melden Sie sich hier für die gewünschten Verteiler an und erhalten Sie Meldungen zu aktuellen Warnmeldungen, Veröffentlichungen und Pressemitteilungen durch unseren Email-Alert-Dienst.

Weiterlesen