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Verbraucherberatung in Energiefragen

Energieverbrauchs-Kennzeichnung beispielsweise für Elektrogeräte. Foto: Darius Turek / panthermedia.net

Um in der immer komplexer werdenden Energiewelt den Überblick zu behalten, brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher gezielte Informationen und umfassende, anbieterunabhängige Beratungen. Konkrete Beratungsangebote und Projekte der Verbraucherzentrale NRW helfen dabei, Energie zu sparen und in finanziellen Schieflagen Energieschulden zu vermeiden.


Hände halten grüne Wiese. Foto: PantherMedia/ sellingpix

Hände halten grüne Wiese. Foto: PantherMedia/ sellingpix

Energieberatung durch die Verbraucherzentrale NRW

Mit dem Klimawandel direkt vor der Haustür ist es der Gesellschaft ein wichtiges Anliegen, die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen und zur Umsetzung der weltweiten Treibhausgaseinsparungsziele beizutragen. Verbraucherinnen und Verbraucher nehmen dabei eine aktive Rolle ein, sind sie doch für fast 30% des Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher ahnen nicht, welche zahlreichen Möglichkeiten es im täglichen Leben gibt, Energie effizient zu nutzen, bewusst CO2 einzusparen und damit nicht zuletzt auch den eigenen Geldbeutel zu schonen. Angefangen vom Wohnhaus und elektronischen Haushaltsgeräten bis hin zur Steckerleiste - in fast jedem Haushalt verstecken sich Einsparpotenziale, die es aufzudecken und zu nutzen gilt.

Das Umwelt- und Verbraucherschutzministerium leistet durch die Finanzierung der Arbeit der Verbraucherzentrale NRW einen wichtigen Beitrag zum verbraucherbewussten und umweltfreundlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Denn Verbraucherinnen und Verbraucher können sich bei der Verbraucherzentrale NRW zu sämtlichen Fragen rund um Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen informieren und beraten lassen. Mit der im Februar 2021 unterzeichneten Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Landesregierung und der Verbraucherzentrale NRW für den Zeitraum 2021 bis 2025 wird die Verbraucherberatungsarbeit in Energiefragen noch zusätzlich unterstützt, indem die dezentrale Energieberatung für die ratsuchenden Verbraucherinnen und Verbraucher langfristig gesichert wird.  

Sei es in den örtlichen Beratungsstellen und an den Beratungsstützpunkten in NRW oder direkt beim Verbraucher zu Hause - die Verbraucherzentrale NRW bietet den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine umfassende Beratung zu den vielfältigen Möglichkeiten der Energieeinsparung. Anhand konkreter Informationen und gezielter Handlungsempfehlungen werden sie in ihrer aktiven Verbraucherrolle beim Ressourcenschutz und der Endenergieeinsparung bestärkt.



Haus mit Geld und Taschenrechner. Foto: PantherMedia/ alexraths

Haus mit Geld und Taschenrechner. Foto: PantherMedia/ alexraths

Projekt Energie2020plus

Die Bekämpfung der negativen Auswirkungen des Klimawandels, die Umstellung auf nachhaltige Energieversorgung sowie der Digitalisierungsprozess stellen die Privathaushalte vor Herausforderungen. Gleichzeitig ergeben sich durch den Wandel neue Geschäftsmodelle, die es den Verbraucherinnen und Verbraucher ermöglichen, als Prosumer aktiv am Energiemarktgeschehen teilzunehmen und eine nachhaltige Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen.

Gezielte, anbieterunabhängige Information, Bildung und Motivation sind dabei der Schlüssel, um die 8 Mio. Haushalte in Nordrhein-Westfalen durch die Digitalisierung des Energiealltags zu begleiten, ihnen CO2-Einsparpotenziale aufzuzeigen und sie in ihrem ressourcenbewussten Handeln zu stärken. Im Rahmen des EFRE-Projektes "Energie2020plus" werden den Verbraucherinnen und Verbrauchern durch die Verbraucherzentrale NRW sämtliche Energiethemen wie z. B. Endenergieeinsparung, Energieeffizienz, intelligente Energiesysteme und erneuerbare Energietechniken nähergebracht. Durch digitale Kommunikationsformate, Bildungselemente an Schulen sowie gezielter,  landesweiteMotivationskampagnen werden Informationsdefizite sowie Investitionshemmnisse abgebaut und Potenziale digitaler, energieeffizienter, CO2-sparender Technologien vermittelt.

Das Projekt "Energie2020plus" wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmitteln unterstützt. Dafür stehen für die Laufzeit von 2 Jahren insgesamt mehr als 10 Millionen Euro zur Verfügung.


Weitere Informationen:


Energielotse - der kostenlose Wegweiser für Verbraucher in NRW

Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher in NRW beim Thema Energie nicht weiter wissen, dann hilft ihnen der Energielotse der Verbraucherzentrale NRW kompetent und schnell weiter. Ganz gleich ob es um Stromsparen, Energieausweise, energetische Gebäudesanierung oder Solarstrom geht - als zentrale, unabhängige Anlaufstelle hilft das Energielotsenteam allen Ratsuchenden, unter den vielen Energieberatungsangeboten das Passende zu finden und verweist jedes Anliegen an den richtigen Ansprechpartner.

Dabei reicht ein Anruf aus, um den kostenlosen Wegweiser der Verbraucherzentrale NRW nutzen zu können. Unter der Telefonnummer 0211/33 996 556 erreichen Verbraucherinnen und Verbraucher das Lotsenteam montags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr. Rückrufwünsche werden auch online entgegengenommen. Die Einrichtung und Bereitstellung des Energielotsen ist Bestandteil des Projektes Energie2020plus, um die Verbraucherinnen und Verbraucher des Landes über die vielfältigen Energieeinsparmöglichkeiten zu informieren und sie aktiv in die Gestaltung der Energiewende einzubinden.

Weitere Informationen:


Beratungsgespräch. Foto: Dmitriy Shironosov/ Panthermedia

Beratungsgespräch. Foto: Dmitriy Shironosov/ Panthermedia

NRW bekämpft Energiearmut

Eine sozialverträgliche Gestaltung der Energiewende für private Haushalte gewinnt im Verbraucheralltag zunehmend an Bedeutung. Energiepreisanstiege und CO2-Bepreisung stellen insbesondere für Verbraucherinnen und Verbraucher mit niedrigem Einkommen eine Herausforderung dar. Zahlreiche Haushalte in Nordrhein-Westfalen sind wegen ihres geringen Einkommens nicht in der Lage, ihre Stromrechnungen zu bezahlen und werden von Stromsperren und Energiearmut bedroht.

Wenn ein Privathaushalt die Rechnungen für den täglichen Energiebedarf - also für Heizung, warmes Wasser, Licht und den Betrieb elektrischer Geräte - nicht mehr zahlen kann, spricht man von "Energiearmut". Dem NRW-Verbraucherschutzministerium ist es ein wichtiges Anliegen, präventive Lösungen auf den Weg zu bringen, damit Energiearmut gar nicht erst entsteht, Energiesperren vermieden werden und die Energie- und Klimawende für private Haushalte bezahlbar bleibt.

Einen wichtigen Beitrag hierzu leistete das Landesprojekt "NRW bekämpft Energiearmut" der Verbraucherzentrale NRW. Gemeinsam mit kommunalen Energieversorgungsunternehmen hatte die Verbraucherzentrale NRW einkommensschwachen Haushalten, die von Energieschulden und Energiesperren betroffen sind, in 11 Kommunen und Landkreisen eine kostenlose Rechts- und Budgetberatung durch örtliche Fachberaterinnen und -berater angeboten. Mit den ratsuchenden Haushalten wurde nach nachhaltigen Lösungen gesucht, um Energieschulden künftig zu vermeiden und Energiesperren zu verhindern beziehungsweise wieder aufzuheben.

Von 2012 bis 2021 hat sich das NRW-Verbraucherschutzministerium mit Landesmitteln in Höhe von rund 4,18 Mio. Euro an der Finanzierung des Projektes beteiligt, bei gleichzeitiger progressiver Beteiligung der teilnehmenden Energieversorger an der Finanzierung der örtlichen Beratungsstellen. Als Modellprojekt zur Anschubfinanzierung entwickelt, wurde mit dem Ende des Projektes im Dezember 2021 das Ziel erreicht, Energiearmutsberatung als festen Bestandteil der Verbraucherberatungsarbeit gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW und den örtlichen Grundversorgern vor Ort zu etablieren. Ab 2022 ist die Budget- und Rechtsberatung Energiearmut dauerhaft in der Allgemeinen Verbraucherberatung der Verbraucherzentrale NRW verankert und wird mit Mitteln des NRW-Verbraucherschutzministeriums, Grundversorgern und Kommunen finanziert. An 10 Standorten in Nordrhein-Westfalen (Aachen, Alsdorf, Bochum, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm, Krefeld, Witten und Wuppertal) können betroffene Bürgerinnen und Bürger durch kompetente Beraterinnen und Berater der Verbraucherzentrale NRW bewährte Unterstützung bei der Bekämpfung von Energiearmut erhalten, indem gemeinsam mit den Ratsuchenden, Grundversorgern und Kommunen nach Lösungen zur Vermeidung bzw. Aufhebung von Energiesperren gesucht wird.


Weitere Informationen:


Verbraucherberatung

Verbraucherinnen und Verbraucher sind häufig in einer schwächeren Position als ihre Geschäftspartner. Nicht wenigen fällt es schwer, ihre Ansprüche gegenüber  Fachpersonal und marktstarken Unternehmen durchzusetzen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium setzt sich für eine Stärkung der Verbraucherrechte ein und fördert die unabhängige Information und Beratung durch die NRW-Verbraucherzentrale.

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Die Verbraucherbeschwerde

Verbraucherinnen und Verbraucher haben einen Anspruch auf einwandfreie und gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel, Kosmetika und sonstige Bedarfsgegenstände wie Geschirr, Verpackungen von Lebensmitteln und Kosmetika, Bekleidung, Spielwaren und Scherzartikel, Reinigungs- und Pflegemittel. Wer also sein Bier schal gekauft hat oder seine Aufback-Brötchen beim Auspacken zuhause schimmelig vorfindet, kann seine Rechte einfordern.

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Verbraucherinformationen

Nordrhein-Westfalen setzt auf Transparenz beim Verbraucherschutz:

So können sich Verbraucherinnen und Verbraucher in NRW auf verschiedenen Informationsportalen beispielsweise über Warnungen vor Gesundheitsgefährdungen durch Lebensmittel oder über die Pestizidbelastung von Obst informieren. Darüber hinaus haben sie ein umfassendes Recht auf Auskunft von den Behörden.

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Energieeffizienz in Haushalten

Private Haushalte sind für knapp ein Viertel der CO2- Emissionen in Deutschland verantwortlich. Viel trägt dazu der Energieverbrauch für die Raumwärme und Warmwassererzeugung bei. Auch Beleuchtung und Haushaltsgeräte verbrauchen oft mehr Energie als nötig. Durch gezielte Investitionen in effiziente Technik und Änderungen beim eigenen Nutzungsverhalten können private Haushalte dazu beitragen, Energie einzusparen und damit das Klima zu schützen.

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